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02.04.2004
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Wenn Windows Heimweh bekommt

Windows XP - Bills fleißige Honigbiene

Christian Rentrop

Chatten mit Spionage-Faktor

Ein weiteres Datenloch ist der Messenger. Dieser wird automatisch installiert, und will ohne das der User es merkt, nach Hause telefonieren. Sobald Sie online sind, zeigt der Messenger Ihnen, wie viele eMails auf Sie warten - jeder x-beliebige User könnte mit ihrem Benutzernamen auf diese Infos zugreifen.

Um den Messenger zu deaktivieren, ist ein Griff in die Trickkiste vonnöten. Zunächst müssen die versteckten Ordner angezeigt werden. Am schnellsten geht das wie folgt: "Arbeitsplatz" öffnen und im Menü auf "Extras / Ordneroptionen / Anzeige" gehen. Ein Dialog-Fenster öffnet sich, dort muss "Erweiterungen bei bekannten Dateitypen, und geschützte Systemdateien ausblenden" entfernt, dafür "Versteckte Dateien und Ordner" und "alle Dateien und Ordner anzeigen" aktiviert werden.

Messenger abdichten heisst Messenger vernichten

Anschliessend die Änderungen mit "Übernehmen" und bei "Ordneransicht" "Für alle übernehmen" bestätigen. Nun werden alle Dateien samt Endung angezeigt. Als nächster Schritt sollte im Verzeichnis von XP nach dem Ordner "INF" gesucht werden.

In diesem Verzeichnis befindet sich die Datei SYSOC.INF. Öffnen Sie diese Datei mit dem Texteditor und suchen Sie die Zeile "msmsgs=msgrocm.dll, OcEntry, msgs.inf, HIDE, 7". Entfernen Sie "HIDE". Speichern Sie die Datei, und schliessen Sie den Editor. Unter "Systemsteuerung / Software / Windows Komponente hinzufügen & entfernen" entfernen Sie das Häkchen vor "Windows Messenger" und drücken auf OK. Danach ist Ihr System befreit vom Microsoft Messenger.

Der Firewall-Betrug

Erstmals hat Microsoft einem Betriebssystem eine Software-Firewall spendiert. Gegen Angriffe aus dem Web versieht diese Firewall ihren Dienst recht ordentlich. Allerdings werden nur eingehende Verbindugsanfragen blockiert, abgehende hingegen ignoriert.

Ist ein schädliches Programm, beispielsweise ein Trojaner auf Ihrem Rechner installiert, reagiert die Firewall also nicht. Hinzu kommt, dass die Firewall beim Öffnen von Microsoft-Programmen sämtliche Regeln ignoriert und die vom Programm verlangten Ports blindlings öffnet.

Tipp: Es ist wesentlich sicherer, die Firewall von Windows XP zu deaktivieren und dafür eine andere Desktop-Firewall zu nutzen.

Alle Alternativen sind besser

Um die eingebaute Firewall von Windows XP zu deaktivieren, muss wie folgt vorgegangen werden: Unter "Start / Einstellungen / Netzwerkverbindungen" die Verbindung für den Internetzugang auswählen. "Eigenschaften" anklicken und das Register "Erweitert" anwählen. Der Punkt "Diesen Computer und das Netzwerk schützen, indem das Zugreifen auf diesen Computer vom Internet eingeschränkt oder verhindert wird" kann durch anklicken deaktiviert werden.


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