Wenn Windows Heimweh bekommt
Windows XP - Bills fleißige Honigbiene
Christian Rentrop
Windows XP aus dem Hause Microsoft ist das wohl mit Abstand meistgenutzten Betriebssystem auf der Welt. Gegenüber dem Hauptkonkurrenten Linux hat es den Vorteil, das es für Laien recht problemlos zu verstehen ist. Doch der Komfort hat seinen Preis. Fast kein Monat vergeht, ohne dass eine neue Sicherheitslücke entdeckt wird.
Wenn Windows XP Heimweh bekommt
Windows XP wird von Kritiker oft als "die größte Spyware der Welt" bezeichnet - nicht ohne Grund. Nach der Installation ist eine Produktaktivierung nötig, die jedes Mal erneuert werden muss, wenn am System größere Veränderungen vorgenommen worden sind.
Diese Funktion würde normalerweise nur dem Kopierschutz dienen, doch werden bei der Aktivierung wesentlich mehr Daten an Microsoft übermittelt, als eigentlich nötig wären. Microsoft schützt sich mit der Behauptung, dass es sich dabei um Hardware-Informationen handelt, Kritiker sehen das etwas weniger gelassen.
Sammeln, Sammeln, Sammeln
Doch Windows hat noch mehr Möglichkeiten, Daten nach Hause zu übermitteln: Kommt es zum Beispiel zu einem Systemabsturz, gibt es die Möglichkeit, ein Fehlerprotokoll an Microsoft zu senden.
Allerdings sendet Windows in diesem Fall direkt den kompletten Inhalt des Arbeitsspeichers vor dem Absturz mit, inklusive temporärer Dokumente, die vielleicht im Moment des Absturzes offen waren. So ließe sich das System auch vorzüglich für Industriespionage nutzen.
Die Option lässt sich unter "Systemsteuerung / System / Erweitert / Fehlerberichtserstattung" deaktivieren.
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