Der gläserne Besucher

Sicherheit: Spionage - Willkommen auf der dunklen Seite

Datensammler haben es mit dem Normal-Surfer wirklich leicht. Es gibt diverse Möglichkeiten, um herauszufinden, wann welcher Surfer wie lange auf welcher Website unterwegs war. Wenn die werbefinanzierte Software auf einmal nur noch Gummistiefel-Werbung anzeigt, nachdem man einen Gummistiefel-Versand besucht hat, ist wahrscheinlich Spyware im Spiel.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Werbesoftware für umsonst
  2. 2Ungefragte Installation
  3. 3Alexa, der Datensammler
  4. 4Webbugs als Spionagemittel
  5. 5Webbugs in Emails
  6. 6Weit verbreiteter Unsinn

Werbesoftware für umsonst

Derartige Spyware, auch Adware genannt, versteckt sich äußerst gerne in kostenloser Software, für die sich der Entwickler dann von den Spyware-Firmen bezahlen lässt. So gesehen erhält der User also die Software umsonst, muss dafür aber sein Surfverhalten an oft undurchsichtige Firmen preisgeben.

Oft ist diese Spyware zwar bei der Installation des Programms erkennbar, dann tragen sie positiv behaftete Namen wie Bonzy-Buddy, oder sie werden klammheimlich mit der Software ins System gesetzt. Beliebt ist auch die Einbindung über die Symbolleisten des Internet Explorers.

Werbung

Ungefragte Installation

Alternativ müssen bei der Installation der Adware-finanzierten Programme Nutzerinformationen eingegeben werden. Name, Adresse, Alter und kommerzielle Vorlieben sind nur einige der Infos, die das Programm verlangt, um genutzt werden zu können. Diese werden direkt an den Adserver übermittelt. Denn diese Informationen sind Werbetreibenden bares Geld wert.

Der Internet-Explorer beispielsweise bietet unter "Extras / Verwandte Links" Hilfe bei der Suche nach Informationen an. Dieser Dienst wird von der Firma Alexa gesponsored. Im Gegenzug gibt der User sämtliche Informationen über sein Surfverhalten preis.

Alexa, der Datensammler

Der Service speichert jede Seite, die von User aufgerufen wird. Aber das ist noch nicht alles, auch Daten, die in Online-Formulare eingeben werden, IP-Adressen, Kennwörter und Informationen über die Surf-Umgebung werden übermittelt.

Um der Sammelwut der Firma Einhalt gebieten, kann mit dem Registry-Editor nachgeholfen werden: "Start / Ausführen" wählen, dann "regedit" eingeben. Danach muss der Zweig "HKEY_LOCAL_MACHINE / SOFTWARE / MICROSOFT / INTERNET EXPLORER / EXTENSION" aufgerufen und das Verzeichnis c95fe080-8f5d-11d2-a20b-00aa003c157a gelöscht werden.

Hinweis: Vor der Abänderung von Systemdateien sollten die Dateien gesichert werden.