Hintertüren für das System

Sicherheit: Trojaner - Der große Lauschangriff

Trojaner sind Programme, die im Verborgenen auf den Rechner geschmuggelt werden, um ihn unter fremde Kontrolle zu bringen. Dieser kann dann von Außen über das Internet auf die Inhalte des Rechners zugreifen oder ihn sogar komplett übernehmen.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Spion unter falschem Namen
  2. 2Unerkannte Fernbedienung
  3. 3Versand per Email
  4. 4Port-Redirekt als Anonymizer
  5. 5Hinterlistige Datendiebe

Spion unter falschem Namen

Es war die Schlacht um Troja, die diesen hinterlistigen Programmen ihren Namen gab. Die Griechen bauten ein großes Holzpferd, dass sie der lange belagerten Stadt als Geschenk vor die Tore stellten. Die Trojaner nahmen an, nicht wissend, dass das Pferd voller Soldaten war, die ihre Tore von innen öffnen und die Eroberung einleiten sollten.

Dieses Pferd ging als Trojanisches Pferd in die Weltgeschichte ein. Somit ist der Name "Trojaner" eigentlich falsch, denn die Trojaner waren eigentlich die Opfer der von den Griechen erdachten hölzernen List.

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Unerkannte Fernbedienung

Der falsche Name ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass diese Programme überaus lästig sind. Im Grunde sind sie nichts anderes als eine Fernsteuerungssoftware, die von einem Bösewicht auf den Rechner geschleust wird und so, hier die Analogie zum Trojanischen Pferd, alle Tore von innen öffnen kann.

Der Trojaner ist dadurch beispielsweise in der Lage, Desktop-Firewalls und Virenscanner auf dem befallenen Rechner zu deaktivieren oder den Bildschirm des Opfers zu beobachten. Natürlich ist es auch kein Problem, Dateien auszulesen oder weitere Plagegeister auf den Rechner zu schleusen.

info TIPP: Um den Rechner online auf Trojaner zu überprüfen, bietet Sec-World.net einen Online Portscanner an.

Versand per Email

Bekannte Trojaner sind BO2k, Sub7 und Netbus. Das erste Ziel ist es, den Rechner möglichst effizient zu infizieren. Für diesen Zweck wird oft die Unkenntnis vieler User ausgenutzt. Genau wie Viren werden die Trojaner per Email verschickt, getarnt als Sicherheitsupdate für Windows oder Trojanerschutz.

Der verunsicherte User klickt auf den Anhang und schon hat der Trojaner ein neues Zuhause gefunden. Das Programm installiert sich selbstständig auf dem PC und in die Startdatei Win.ini, um sicherzgehen, bei jedem Systemstart aufgerufen zu werden.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Virenschutz hier.

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