Real und Hacker rücken Branchenprimus zu Leibe

MP3-Downloads: Doppelter Angriff auf Apple

Der Medienplayer-Hersteller Real Networks wird offenbar auf der morgen beginnenden Consumer Electronics Show in Las Vegas seinen eigenen Online-Musikshop vorstellen. Mit dem Verkauf von Singles will die Firma Apple in der Windows-Welt Konkurrenz machen. Linux-Nutzer können sich dagegen über Neuigkeiten aus Norwegen freuen: Dort ist es einem Hacker gelungen, den iTunes-Kopierschutz zu knacken und die Dateien auch unter dem freien Betriebssystem abspielbar zu machen.

Real setzt für seinen Download-Shop auf das AAC-Audioformat, das auch bei Apples iTunes Music Store zum Einsatz kommt. Beide Firmen vertrauen jedoch auf ihre eigenen Digital Rights Management-Technologien, um die AAC-Dateien mit einem Kopierschutz abzusichern. Noch gibt es nur wenige Geräte, die den von Real entwickelten Helix-Kopierschutz unterstützen. Gute Kontakte hat sich die Firma allerdings zu den Herstellern von Mobiltelefonen aufgebaut. Bisher war Real hauptsächlich im Abo-Markt aktiv. Erst vor wenigen Tagen verkündete die Firma, im vierten Quartal insgesamt 350 000 zahlenden Kunden für ihre Abo-Angebote Rhapsody und RealOne Music gewonnen zu haben.

Unangenehme Neuigkeiten für Apple gibt es in diesen Tagen auch aus Norwegen. Dort ist des dem DVD-Hacker Jon Johansen gelungen, das Abspielen von kopiergeschützten iTunes-Songs unter Linux und anderen Unix-Betriebssystemen zu ermöglichen. Johansen war erst vor wenigen Tagen vor Gericht freigesprochen worden, nachdem die Filmindustrie jahrelang versucht hatte, ihn wegen der Verbreitung des DVD-Kopierschutzknackers DeCSS abzustrafen. Zu seinem neuen Hack erklärte Johansen gegenüber dem britischen Online-Magazin The Register: "Bald werden wir wissen, was Apple wirklich über Fair Use denkt." (jr)

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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Musikdienst und Apple iTunes.

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