Individuelles Musikprogramm - keine Musik von der Stange

Webradio Last.fm: Gegen starre Playlisten Systeme

Heutzutage ist es schwer, neue vielleicht noch relativ unbekannte Musik zu entdecken. Die einen vertrauen ausschließlich auf Empfehlungen des besten Freundes, die anderen wiederum setzen ausschließlich auf die Meinung des Plattenverkäufers im Laden.

Doch mangelnder Musikvielfalt in Fernsehen und Radio könnte bald ein gewichtiger Riegel vorgeschoben werden. Wer nicht als Popstar geboren wurde oder durch die entsprechenden Kontakte in der Musikindustrie dazu gemacht wird, der hat kaum eine Chance jemals einen Hit zu landen. Eine technische Revolution versucht eine neue britische Online-Radiostation, die sich zum Ziel gesetzt hat, das sehr "starre" Wiedergabelisten-System durch ein individuelles, auf den jeweiligen Hörer zugeschnittenes Musikprogramm abzulösen.

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Der Webradio-Dienst mit dem Namen "Last.fm" versucht über eine spezielle Filtertechnik Hörgewohnheiten der Radionutzer zu erkennen und anhand der Vorlieben und Abneigung personalisierte Playlisten zu erzeugen. Mit wachsender Datenmenge sollte das Radioprogramm letztlich "perfekt zugeschnitten" werden können.

Ähnlich dem "Amazon-empfiehlt"-System, welches auf der Online-Verkaufsplattform amzazon.de bereits seit einiger Zeit erfolgreich im Einsatz ist, versucht der Computer zu bestimmen, an welchem Lied der Internetnutzer Interesse haben könnte. Basis hierfür ist das gerade gehörte Lied bei Last.fm. Dabei nutzt das System auch die Anzahl der Übereinstimmungen von anderen Nutzern, um ein Muster zu erzeugen. Gibt es im Musikgeschmack mehrerer Konsumenten viele Übereinstimmungen, ist die Chance groß, dass auch weitere Songs aus dem Repertoire eines Beteiligten den Geschmack dieser Gruppe treffen werden. So werden immer neue und meist auch passende Empfehlungen abgegeben.

Man darf gespannt sein ob der Anbieter mit diesem Prinzip Erfolg haben wird. Zudem dürften noch nicht sämtliche Rechtsfragen endgültig geklärt sein.