Musik-Download-Preise - wer kriegt was?

Music Markt: Musik-Download-Preise - wer kriegt was?

Die Drehknöpfe für das Label liegen also im Bereich der Payment-Systeme, deren Kosten sich im Laufe der Zeit minimieren werden; hier ist immerhin noch ein Spielraum von gut 0,16 Euro. Das direkte Anbieten von Tracks an den Konsumenten, wie es beispielsweise Universal mit Popfile tut, bietet eine weitere Chance, allerdings stellen die Bereitstellungsgebühren für Prelistenings bei der GEMA immer noch eine Herausforderung dar. Außerdem liegt dann auch das Marketingrisiko für die Site beim Label selbst, das zudem die Schwierigkeit hat, wahrscheinlich nur den eigenen Katalog anbieten zu können, obwohl die Kunden nach einem Gesamtangebot verlangen.

Situation heute mit zugrunde gelegten Payment-Dienstleister-Kosten von 20 % des NDP

MP3-Workshop: Downloadpreise - wer kriegt was?

Hypothetische Situation morgen bei Payment-Kosten von 5 % des NDP

MP3-Workshop: Downloadpreise - wer kriegt was?

Fazit: 99-Cent-Tracks als Null- oder Verlustgeschäft

Der heute diskutierte Preis von 0,99 Euro ist also für das Label eher ein Verlustgeschäft. Allerdings haben Markttest gezeigt, so sagen Insider, dass die Preisschwelle hinsichtlich der Bezahlbereitschaft der Kunden bei etwa 1,49 Euro pro Musik-File (netto 1,28 Euro) liegt. Die GEMA-Gebühr läge hier immer noch bei 0,20 Euro, macht aber "nur" noch gut 15 % des NDP aus. Händler-Marge und Payment-Kosten schlügen mit jeweils 0,255 Euro, also zusammen mit 0,51 Euro zu Buche. Der ASP kostet nach wie vor 0,18 Euro, und so verbleiben beim Label 0,39 Euro, mit denen man sicherlich schon eher was anfangen kann.

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