Musik-Download-Preise - wer kriegt was?

Das Netz: Wertschöpfung bei der digitalen Distribution

Im digitalen Bereich sind nun folgende Elemente vorhanden:

  • Label:
    • Fixkosten: Studiokosten für die Produktion, Angestellte, Büro, Marketing, Promotion, Video, Grafik, Fotos etc.
    • Einmalige Kosten für das Encoding der Tracks und Eintragen von Meta-Daten zu Künstler, Musikstil, Komponist etc.)
    • Lizenzen an Künstler, Produzenten
    • Lizenzen an Urheberrechtsinhaber Verleger und Autoren via GEMA
  • Technikdienstleister (Application Service Provider (ASP)) für das E-Commerce-Shop-System und die Auslieferung und Abrechnung digitaler Güter:
    • Lizenzen für Software und Technologie-Patente (z.B. Datenbanken, MP3-Encoder, Watermarking-Technologien, DRM-Systeme, One-Click-Patent bei Apples iTunes Music Store etc.)
    • Fixkosten für Entwickler, und Administration
    • Traffic-Kosten und
    • Kosten für bereitgestellte Infrastruktur für Server möglichst an einem leistungsstarken Internet-Backbone
  • Payment-Dienstleister, damit der Kunde im Shop so bezahlen kann, wie er möchte
  • Händler im Netz (kann ein Portal sein, kann auch eine kleine Spezialisten-Site sein, vielleicht sogar das Label selbst), muss folgende Posten berücksichtigen:
    • Kosten für die Entwicklung der Website und die technische Anbindung an den ASP und das Payment-System
    • Kosten für eine Redaktion zum Pflegen der Website und für die Administration
    • Kosten für Marketing zum Bekanntmachen der Site und ihrer Angebote
    • Lizenzen für die bereitgestellten Prelistenings an die GEMA

Diese Liste zeigt deutlich: die Wertschöpfungskette verkürzt sich also keinesfalls.

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