Tauschen ohne Frust
Workshop: Fakedateien vermeiden
Sascha Hottes
Fakedateien, dahinter verbergen sich Viren und Loopdateien oder anderer Datenschrott, der die Datenleitung blockiert und Filesharing zu einer Geduldsprobe oder zu einem Lottospiel werden lässt. Wir zeigen in einem Workshop, wie man das Netz sauber hält.
Fakedateien werden teilweise bewusst von der Musikindustrie oder anderen Organisationen ins Netz geschleust, um den Filesharern "den Spaß an der Piraterei zu nehmen".
Die Musikindustrie als Saboteur
Der Kampf der Musikindustrie gegen Filesharer hat viele Gesichter. Flexibel zeigt man sich bei RIAA und Co., wenn es darum geht, den Tauschbörsen die Nahrung zu nehmen. Immerhin hat die Musikindustrie über zwei Jahren gebraucht, um 1999 den technischen Ur-Vater der Tauschbörsen, Napster, gerichtlich in die Knie zu zwingen. Der Kampf erwies sich allerdings als ein Kampf gegen die Hydra. Andere Filesharing-Clients schossen innerhalb von kürzester Zeit wie Pilze aus dem Boden.
Mit Morpheus, Kazaa und Co. hatte die Musikindustrie neue Feinde, die heute weitaus populärer sind, als es Napster jemals war. Filesharing ist längst ein Massenphänomen geworden. Die Klagen der Musikindustrie dauern zwar an, sind aber kein All-Heilmittel gegen die Betreiber. Sinkende Festplattenpreise und DSL haben den Modesport Filesharing sogar noch praktikabler gemacht. Mittlerweile hat sogar schon die Filmindustrie ein großes Problem mit den digitalen Piraten. Filme sind teilweise Wochen vor Erscheinen in den Tauschbörsen, weshalb mittlerweile viele Filmgesellschaften zu drastischen Maßnahmen greifen, um ihr liebstes Gut zu schützen.
Neben Klagen in aller Welt gegen die Betreiber dieser Tauschbörsen nutzt die Musikindustrie schon längst andere Methoden, um P2P-Dienste zu sabotieren. Teilweise werden in Tonstudios hochwertige "Loopdateien" erstellt, die nach 30 Sekunden nur noch Musikschrott sind und den Anfang des Liedes immer wieder neu anspielen. Die Schleifen sind meist genauso lang wie das ursprüngliche Lied, sodass man auf den ersten Blick keinen Unterschied anhand der Dateigröße erkennen kann.
Viren als Gefahrenquelle
Und auch Viren tummeln sich in Tauschbörsen. Ob die nun von Taschbörsengegnern oder von unvorsichtigen Usern stammen, ist fraglich, ändert aber nichts am Problem. Neben der Gefahr, nicht die gewünschte Datei zu erhalten, bleibt das Risiko seinen PC zu infizieren.
Gegen all diese Probleme gibt es keine Wundermittel, aber es gibt Maßnahmen die man ergreifen kann, um sich vor Viren und Fakes zu schützen. Wir stellen in unserem Ratgeber die wichtigsten Infos zur Vermeidung von Fakedateien vor.
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