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Tablet-Tastatur-Kombi: Asus Transformer Pad TF103C im Test
Ab 279 Euro mit Tastatur erhältlich

von Michael Knott
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Mit dem Transformer Pad TF103 hat Asus ein neues Hybridmodell, eine Mischung aus Tablet und Notebook, ab Anfang Juli im Angebot. Zusammen mit einer passenden, abnehmbaren Tastatur wird es zu vergleichsweise günstigen 279 Euro verkauft. Netzwelt hat sich noch vor Marktstart ein Testgerät besorgt und verrät, wie sich das KitKat-Tablet im Alltag schlägt.

Ohne Schirm, dafür mit Charme angesichts des Preises: Asus Transformer Pad TF103C.

Hybridmodelle sollen ähnlich wie Convertibles das Beste aus Tablet-PC und Notebook zusammenführen. So auch das Transformer Pad TF103C (K010). Das Android-Tablet mit Intel Bay Trail-Prozessor (Z3745), IPS-Panel und 16 Gigabyte internem Speicher gibt es wahlweise mit oder ohne passender Docking-Tastatur. Das reine Tablet wird zum Marktstart im Juli 229 Euro kosten. Die Tastatur kostet 50 Euro Aufpreis.

Technische Daten Asus TF103C-1A028A

  • CPU: Intel Atom Z3745 (Quadcore, 1,86 Gigahertz)
  • Grafik: Gen7 LP
  • RAM: ein Gigabyte (1.066 Megahertz)
  • SSD: 16 Gigabyte (11,13 Gigabyte ab Werk verfügbar)
  • Display: 10,1 Zoll (25,7 Zentimeter) IPS-Panel
  • Auflösung: 1.280 x 800 Pixel
  • OS: Android 4.4.2 (KitKat)
  • Anschlüsse: microUSB, Kopfhörer/Mikrofon kombiniert, SD-Kartenleser
  • Drahtlos: WLAN (a/b/g/n), Bluetooth 4.0, NFC, GPS
  • Gewicht ohne Tastatur: 563 Gramm 
  • Gewicht mit Dock: 1.120 Gramm
  • Kameras: Front - 0,3 Megapixel, Rückseite - zwei Megapixel
  • Sonstiges: 16 Gigabyte Cloud-Speicher für ein Jahr kostenlos
  • Preis: 229 Euro, Paket mit Tastatur 279 Euro

Verarbeitung

Kunststoffrückseite und Displayeinfassung liegen beim Testgerät nicht zu einhundert Prozent passgenau aufeinander. Dadurch entsteht rundum ein feines, aber sichtbares Spaltmaß. Keine Sorge: Dieses wird nur entdeck, wenn man genau hinsieht oder das Tablet mit zwei Händen zusammendrückt. Mit zwei Händen lässt sich das Gehäuse minimal verwinden - unbedenklich.

Asus nimmt beim Transformer Pad TF103C eine optische Dreiteilung vor. Displayeinfassung und Rückseite sind weiß, unterbrochen von einem umlaufenden Silberband in Metalloptik. Das Tablet besteht zu weiten Teilen aus Kunststoff. Das gilt auch für die optionale Tastatur, die im Gegensatz dazu auf Metalloptik setzt. Grobe Schnitzer in der Verarbeitung leistet sich Asus weder beim Tablet noch beim zugehörigen Tastatur-Dock. Verwendetes Material und Anfasstest verdeutlichen jedoch schnell, dass es sich um ein günstiges Einsteigergerät handelt. Ebenfalls fiel uns auf, dass sich das rückseitig angebrachte Intel-Logo mit bloßen Händen wegwischen lässt.

Display

Der 10,1 Zoll große Touchscreen bietet eine Auflösung von 1.280 x 800 Bildpunkten. Das ist nicht die höchste Auflösung, für den Alltag aber noch angemessen. Leider wirken die Farben auf dem netzwelt zur Verfügung gestellten Testgerät etwas verwaschen. Die von Asus bekannte App Splendid zur Regelung der Farbtemperatur vermag diesen Umstand ein wenig auszugleichen. Die im Vergleich zu anderen Android-Tablets niedrige Auflösung führt zu einer leicht pixeligen Darstellung von Symbolen, etwa auf dem Startbildschirm.

Die maximale Helligkeit fällt praxisgerecht aus, kann aber im Freien nervige Spiegelungen bei Weitem nicht ausgleichen. Angenehm groß fallen die Blickwinkel aus - dem IPS-Panel sei dank. Zu störenden Farbverfälschungen kommt es auch dann nicht, wenn Nutzer aus spitzem Winkel auf den Zehnzöller blicken.

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Das Transformer Pad TF103C gibt es wahlweise in Schwarz oder in Weiß. (Bild: netzwelt)

Ein spezieller Lesemodus, der praktischerweise direkt aus dem Pulldown-Menü aktiviert werden kann, soll die Farbabstimmung bei Text optimieren. Die Farben driften dann ins Bernstein-gelbliche ab. Einen Gewinn an Lesbarkeit konnte netzwelt nicht feststellen.

Tastatur

Wird das Transformer Pad TF103C aus der schlanken Verpackung genommen, bilden Tastatur und Tablet eine Einheit. Nicht so gelungen: Die im Falle von netzwelt weiße Oberfläche des Tablets steht im farblichen Kontrast zur Tastaturrückseite in Aluminiumoptik, was unrund wirkt. Gut gemachte Metallscharniere übernehmen die Verbindung zwischen den beiden Einheiten. Das kennen wir bereits von anderen Asus Transformer-Modellen. Mit einem satten Klack rasten sie ineinander. Weitere (Pairing)-Einstellungen muss der Nutzer nicht vornehmen.

Leider findet sich zwar eine USB 2.0-Schnittstelle zum Anschluss einer Maus, doch steckt in der Tastatur kein separater Akku, der den im Tablet verbauten Energiespeicher unterstützt. Dafür gefällt der Tastenhub auf Anhieb, sodass es sich trotz der kompakten Bauweise recht flüssig schreiben lässt. Dazu trägt bei, dass sich die Tastatur beim Aufklappen des eingesteckten Tablets leicht anhebt. Eine Tastaturbeleuchtung ist nicht eingebaut. Auch das fingerlange Trackpad punktet mit einem angenehmen Hub und knackiger Rückmeldung. Die Verbindung zwischen beiden Einheiten ist so stabil, dass Nutzer das Hybridgerät als eine Art Mini-Notebook auf dem Schoß bedienen können.

Leistung und Software

Der verbaute Intel Atom-Prozessor gehört nicht zu den leistungsfähigsten CPUs, hat in der Praxis aber keine Probleme, Programme zügig zu öffnen. Beim Schreiben von Nachrichten, Surfen im Netz oder Abspielen von hochauflösenden Videos kommt es nicht zu auffälligen Verzögerungen.

Zu Testzwecken ließen wir das Benchmark-Tool Geekbench 3 die Leistung des Asus Transformer Pad TF103C bewerten: 769 Punkte sind es im Single Core-Test, 2.312 Punkte standen nach Abschluss des Multicore-Tests an. Zum Vergleich: Das kürzlich aktualisierte Lenovo Yoga Tablet 10 HD+ erzielte im netzwelt-Test 438 beziehungsweise 1.499 Punkte. Tablets vom Schlag eines Samsung Galaxy Tab Pro erreichen im gleichen Test 913/2.811 Punkte. Angesichts des günstigen Preises steht das Testgerät auf dem Papier nicht schlecht dar. Und auch grafiklastige Spiele wie Asphalt 8 starten zügig und lassen sich flüssig spielen.

Über das aktualisierte Android 4.4.2 (KitKat) stülpt Asus eine angepasste Oberfläche. Auch eigene Anwendungen installiert der taiwanische Hersteller ab Werk. Besonders heraus sticht eine App zum Energiesparen mit dem Namen "Intelligentes Sparen". Entweder übernehmen Nutzer hier die von Asus vorgegebenen Einstellungen oder legen ein eigenes Preset an. Für viele Aufgaben wie das Surfen im Netz, das Musikhören oder die Videowiedergabe kann dann die Bildschirmeinstellung geregelt werden.

Darüber hinaus finden sich Apps zur Aufgabenverwaltung, ein Dateimanager und eine Asus-eigene Wetter-App.

Multimedia

Die auf der Front verbaute Webcam liefert ein unterdurchschnittliches Bild. Nur in sehr gut ausgeleuchteten Räumen sind rauscharme Videotelefonate möglich. Das Pendant auf der Rückseite löst höher auf, ist aber nur für Schnappschüsse zu gebrauchen. Auch hier sind die Aufnahmen stark verrauscht. Ein Testbild in voller Auflösung können Sie an dieser Stelle herunterladen.

Der Mono-Lautsprecher ist sehr leise und reicht bestenfalls zur Ausgabe von Systemklängen. Dafür übersteuert er auch bei Maximallautstärke nicht. Für die Videowiedergabe empfiehlt es sich, gute Kopfhörer anzuschließen. Dann geht auch der Klang des Testgeräts in Ordnung.

Mögliche Alternativen hat netzwelt an dieser Stelle für Sie zusammengefasst.

Aktuelle Preise
Shop Preis Bewertung
Neu ab 279,00 €
Keine Bewertung
netzwelt
4.9
Asus Transformer Pad TF103C
Vorteile
  • günstig
  • Tastatur enthalten
  • Akkulaufzeit
Nachteile
  • kaum Alleinstellungsmerkmale
  • Verarbeitung
  • Haptik

Mit Abstrichen

Als Hauptargument wirft das Asus Transformer Pad TF103C seinen Preis in den Ring: Für 279 Euro können zukünftige Käufer ein Tablet mit aktueller Android-Version erwarten, welches sich bei der Verarbeitung nur verschmerzbare Schnitzer leistet und eine abnehmbare Tastatur enthält - dafür aber weder den stärksten Prozessor noch kaum andere Ausstattungs-Highlights bietet.


Einzelergebnisse
Design, Display, Leistung, Ausstattung, Multimedia: Nach diesen fünf Hauptkriterien bewerten wir Tablet-Computer. Für jede Unterkategorie vergeben wir Punkte, maximal 10. Die Summe der Einzelbewertungen teilen wir durch 5 und erhalten so die Endnote. Diese spiegelt nicht zwangsweise auch das Endresultat. Der testende Redakteur kann am Ende noch eine individuelle Auf- oder Abwertung vornehmen. Wie wir Tablet-Computer im Detail testen, können Sie an dieser Stelle nachlesen.
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Design
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Einsortierung
Asus Transformer Pad TF103C von Asus wurde als Tablet-PC abgelegt. Zusätzlich wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Mobile, Testbericht, Mobile Computing, Android, Asus, Tablet-PC, Convertible, Hybrid, Asus Transformer Pad TF300T und Android 4.4 KitKat .
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http://www.netzwelt.de/news/135611-asus-transformer-pad-tf103c-kurztest-tablet-tastatur.html
2014-06-25 17:39:40
http://img.netzwelt.de/dw320_dh240_sw320_sh240_sx430_sy514_sr4x3_nu0/picture/original/2014/08/asus-transformer-pad-tf103c-produktbild-114929.jpeg
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