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Acer Switch 10 im Test: Convertible zum Tablet-Preis
Ab 349 Euro erhältlich

von Michael Knott
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Mit dem Aspire Switch 10 hat Acer ein heißes Convertible-Eisen im Feuer. Denn bereits beim ersten Kontakt mit dem Hybrid-Gerät, bei der internationalen Pressekonferenz in New York, hinterließ es Eindruck. Mittlerweile ist das Windows 8-Tablet mit ansteckbarer Magnettastatur in der netzwelt-Redaktion eingetroffen. Der Test klärt, wie gut das Switch 10 im Alltag ist.

Magnetophil: Das An- und Abstecken der Tastatur macht dank kräftiger Magnete Laune.

Kompakte Tablets mit speziell auf das Gerät abgestimmten und abnehmbaren Tastaturen erleben zur Zeit einen wahren Boom. Kaum ein Hersteller, der nicht mindestens ein solches Hybrid-Gerät im Programm hätte. Wenn dann auch noch - wie im Falle des Acer Switch 10 - ein vollwertiges Windows 8.1 installiert ist, bieten sich die cleveren Kleinen fast schon als Notebook-Ersatz an.

Technische Daten Acer Aspire Switch 10

  • CPU: Intel Atom Z3745 (Quadcore, 1,33 Gigahertz)
  • Display: IPS, 10,1 Zoll (25,7 Zentimeter)
  • Auflösung: 1.366 x 768
  • Grafik: Intel HD Graphics
  • RAM: 2 Gigabyte LPDDR3
  • Speicher: 32/64 Gigabyte (500 Gigabyte-Dock optional)
  • Kamera: Full HD-Webcam
  • Gewicht Tablet: 585 Gramm
  • Gewicht Tastatur-Dock: 1,17 Kilogramm
  • Anschlüsse: microUSB, microHDMI, Speicherkartenleser, Kopfhörer, Mikrofon
  • Drahtlos: WLAN (a/b/g/n), Bluetooth 4.0
  • Preis (UVP): 349 Euro / Testgerät: 399 Euro

Verarbeitung

Die Technik verpackt Acer größtenteils in Kunstoff, das wie ein Aluminiumgehäuse aussieht. Beim Anfasstest hinterlassen Verarbeitung und Materialanmutung einen robusten und hochwertigen Eindruck. Besonders gut hat der taiwanische Hersteller nach Meinung von netzwelt die Verbindung zwischen Tablet und Tastatur-Dock gelöst. Um die beiden Einheiten voneinander zu trennen, müssen Nutzer das Tablet mit Nachdruck einfach von der Tastatur abziehen.

Die Magneten sind so stark, dass beide Komponenten im umgekehrten Fall fast von selbst wieder zueinander finden und anschließend fest aneinander kleben. Egal wie sehr man das Tablet mit angesteckter Tastatur auch schüttelt - ungewollt lösen sie sich nicht voneinander. Dadurch ist auch ein sicherer Notebook-Betrieb auf dem Schoß möglich. Nicht so gut: Platziert man das Switch 10 auf einem Tisch und klappt das Tablet-Display auf, kippt die gesamte Konstruktion nach hinten, sobald man den Touchscreen berührt.

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Das Acer Aspire Switch 10 ist in der Redaktion eingetroffen. Im Idealfall entpuppt er sich als kompakter, flexibel einsetzbarer Convertible. (Bild: netzwelt)

Sind Tablet und Tastatur miteinander verbunden, fällt kaum auf, dass es sich um ein Hybrid-Gerät handelt - ein großes Lob für die noch immer vergleichsweise junge Produktgattung. Auffällige Spaltmaße finden sich am netzwelt vorliegenden Rezensionsexemplar nicht.

Display

Die 10,1 Zoll große Anzeige bietet eine vergleichsweise schwache Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten. Dennoch wirkt das Bild nicht verpixelt. Lediglich bei den kleinen Programm-Icons auf dem Windows-Desktop zeigen sich ausgefranste Ecken. Sehr gut gefällt die Farb-Darstellung auf dem Acer-Display. Touchscreen und Panel sind nahtlos miteinander verbunden (Zero Air Gap), sodass Inhalte sehr nahe am Betrachter erscheinen.

Auch wenn Acer das Aspire Switch 10-Display als blendfrei bezeichnet, treten bei ungünstigem Lichteinfall oder im Freien starke Spiegelungen auf. Diesen vermag auch die ansonsten ausreichend kräftige LED-Bildschirmbeleuchtung nicht viel entgegenzusetzen. Sehr groß fallen die Blickwinkel aus. Selbst wenn Nutzer aus sehr spitzem Winkel auf das Tablet-Display schauen, kommt es nicht zu störenden Farbverfälschungen.

Vier verschiedene Betriebsmodi

Ähnlich wie der Trendsetter Lenovo bei seinen Yoga-Modellen kann auch das Acer Aspire Switch 10 vier verschiedene Grund-Positionen einnehmen. Der Hersteller nennt diese Notebook-, Tent-, Pad- und Display-Modus. Im Notebook-Modus fungiert die Kombination, wie der Name bereits andeutet, als kompakter Laptop. Nutzer können in diesem Modus sowohl auf den Touchscreen als auch auf das in der Tastatur eingearbeitete Trackpad zugreifen. Im Display-Modus wird die Tablet-Einheit verkehrt herum in die Tastatur gesteckt. Auf diese Weise lassen sich Präsentationen gut realisieren.

Im Notebook-Modus wirkt und verhält sich das Switch 10 wie ein Netbook.

Im Tent-Modus hingegen wird das Hybrid-Gerät wie ein Zelt auf eine ebene Fläche gestellt - praktisch auf dem Schreibtisch. Im Pad-Modus schließlich lässt sich das Tablet getrennt von der Tastatur verwenden. Alle Modi sind praktisch und haben ihre Daseinsberechtigung, wenngleich im Test von netzwelt Tent- und Display-Modus am wenigsten eingesetzt wurden.

Leistung und Akkulaufzeit

Der verbaute Intel Atom-Chip zählt nicht zu den kräftigsten CPUs. Die installierten Spiele aus dem Windows Store  wie Asphalt 8 liefen jedoch weitestgehend flüssig, Apps unter Windows 8.1 öffneten sich ohne nennenswerte Verzögerungen. Für anspruchsvollere Arbeiten wie den Videoschnitt ist dieses Aspire-Modell hingegen nicht geeignet. Das Benchmarkprogramm Cinebench 11.5 attestiert dem Testgerät im OpenGL-Test 6,75 Bildwiederholungen in der Sekunde. Der CPU-Test ergibt 1,23 Punkte.

Beim Öffnen umfangreicher Tabellen mit Hilfe des installierten Microsoft Office Home & Student genehmigt sich das System eine lange Gendenkpause. Laut Acer beträgt die Akkulaufzeit des Switch 10 bis zu acht Stunden. Im Test von netzwelt lag die Akkulaufzeit jedoch weit darunter. Bei einem typischen Mix aus Surfen im Netz, Videowiedergabe und Textverarbeitung gingen im Schnitt nach knapp über sechs Stunden die Lichter aus - ein eher unterdurchschnittlicher Wert für ein Tablet.

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Der Clou am Switch 10: Abnehmbare Tastatur und Tablet finden den Weg von ganz allein zueinander. Um die starken Magneten voneinander zu trennen...(Bild: netzwelt)

Je nach Modellausführung beträgt der interne Speicher 32 oder 64 Gigabyte. Wem dies nicht ausreicht, kann per SD-Karte nachrüsten. Alternativ bietet Acer auch eine Modellversion mit 500 Gigabyte Speicher an. Die traditionelle HDD ist dann im Tastatur-Dock verbaut.

Tastaturdock 

Für eine solch kompakte Tastatur fallen Druckpunkt und Hub sehr gut aus. Mit der Tastatur lassen sich auch längere Texte halbwegs stressfrei bewältigen, sodass sich das Switch 10 durchaus als Reiseschreibmaschine anbietet. Auf eine Tastaturbleuchtung müssen Kunden jedoch genauso verzichten, wie auf einen im Dock verbauten Akku. Dafür nimmt der eingebaute USB 2.0-Port Maus oder anderes Zubehör entgegen (USB-OTG).

Die von einigen Nutzern beschriebenen Aussetzer des eingebauten Trackpads kann netzwelt nur zum Teil bestätigen. Beim uns vorliegenden Testgerät "holpert" der Mauzeiger zwar ab und zu etwas - zu Aussetzern kam es im Testzeitraum aber nicht. Nervig hingegen: Beim Abziehen der Tastatur moniert Windows 8 desöfteren, dass die Hardware nicht ordnungsgemäß ausgeworfen wurde.

Multimedia

Als einer der wenigen aktuellen Tablets bietet das Acer Aspire Switch 10 keine Hauptkamera auf der Rückseite. Doch damit werden viele potentielle Käufer sicherlich leben können. Die eingebaute Frontkamera liefert dafür brauchbare Ergebnisse, auch wenn der Raum nicht optimal ausgeleuchtet ist. Die zum Nutzer hin ausgerichteten Front-Lautsprecher vermögen es tatsächlich, einen minimalen Stereo-Effekt zu erzeugen, könnten aber lauter klingen. Bauartbedingt fehlt es ihnen wie bei allen anderen derzeit erhältlichen Tablet-Computern jedoch an Bass.

Das ist uns sonst noch aufgefallen

Der Sensor des Windows-Button im unteren Bildschirmbereich reagiert oft nicht richtig, sodass der Nutzer diesen mehrmals betätigen muss, um auf den Startbildschirm zu gelangen.

Einen Vergleichstest mit weiteren Windows 8-Tablets samt abnehmbarer Tastatur finden Sie an dieser Stelle auf netzwelt.

Aktuelle Preise
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Neu ab 399,00 €
Keine Bewertung
netzwelt
6.5
Acer Switch 10
Vorteile
  • Tastatur im Preis inbegriffen
  • Magnetverschluss
  • Praxiseinsatz
  • Windows 8 (64-Bit)
Nachteile
  • kippelt
  • Spiegelungen

Guter Wurf

In Zeiten, in denen Nutzer immer mehr Flexibilität von ihren Geräten erwarten, ist Acer mit dem Aspire Switch 10 ein sehr guter Wurf gelungen. Die Hardware ist solide und hinterlässt einen hochwertigen Eindruck. Der Preis ist für das Gebotene mehr als fair - zumal andere Hersteller diesen Preis für reine Tablets anrechnen und die Tastatur separat verkaufen. Im Preis enthalten ist Office Home & Student 2013.


Einzelergebnisse
Design, Display, Leistung, Ausstattung, Multimedia: Nach diesen fünf Hauptkriterien bewerten wir Tablet-Computer. Für jede Unterkategorie vergeben wir Punkte, maximal 10. Die Summe der Einzelbewertungen teilen wir durch 5 und erhalten so die Endnote. Diese spiegelt nicht zwangsweise auch das Endresultat. Der testende Redakteur kann am Ende noch eine individuelle Auf- oder Abwertung vornehmen. Wie wir Tablet-Computer im Detail testen, können Sie an dieser Stelle nachlesen.
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Einsortierung
Acer Switch 10 von Acer wurde als Tablet-PC abgelegt. Es befindet sich auch in der Bestenliste "Windows-Tablets mit Tastatur". Zusätzlich wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Mobile, Testbericht, Mobile Computing, Notebook, Acer, Subnotebook, Tablet-PC, Convertible, Acer Aspire, Acer Aspire, Hybrid und Windows 8.1 .
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Acer Switch 10 im Test: Convertible zum Tablet-Preis
Acer Switch 10 im Test: Convertible zum Tablet-Preis
Kompaktes Notebook, Tablet mit Windows 8 und eine Mischung aus beidem will das Acer Aspire Switch 10 sein. Dieser Spagat ist machbar. Ob dies auch für das Switch 10 gilt, zeigt der Test.
http://www.netzwelt.de/news/129271-ersteindruck-convertible-acer-aspire-switch-10-kurztest.html
2014-07-02 09:30:28
http://img.netzwelt.de/dw320_dh240_sw320_sh240_sx430_sy514_sr4x3_nu0/picture/original/2014/08/acer-switch-10-produktbild-114757.png
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