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Acer Iconia A1-830 im Test: Das günstigere iPad mini
Gute Verarbeitung, schwacher Touchscreen

von Michael Knott
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Der Preis für das Acer Iconia A1-830 klingt verlockend: Aktuell geht das 7,9-Zoll-Tablet für knapp 170 Euro über die Ladentheke. Konnte der Vorgänger nicht vollends überzeugen, zeigt sich die aktuelle Generation des Android-Tablets im Test von seiner besseren Seite - mit einer Ausnahme.

Das Acer Iconia A1-830 kostet aktuell 170 Euro. Ein vergleichbar ausgestattetes iPad mini von Apple gibt es nicht unter 290 Euro. Der Fall scheint klar, denn beide Geräte sehen sich auf den ersten Blick auch noch sehr ähnlich. Ob das Geld in das Acer-Tablet gut angelegt ist, oder ob man besser auf das Apple-Tablet spart, verrät der Testbericht.

So sieht kein Billig-Tablet aus: Die Verarbeitung ist auf hohem Niveau. Beim Design hat Acer sich Inspiration bei Apple geholt - wie etwa bei den geschliffenen Gehäusekanten.

Die Ähnlichkeit zwischen dem neuen Acer Iconia A1, das die Zusatzbezeichnung "830" trägt, um sich vom Vorgänger abzugrenzen, und dem iPad mini ist offensichtlich. Abmessungen, Gewicht, Bildschirmrand, Lage der Bedienelemente, Materialwahl - bei fast allen Punkten fand der taiwanische Hersteller Inspiration bei Apple. Dies muss nicht schlecht sein, zumal Apples iPad mini - egal ob mit oder ohne hochauflösendem Retina Display - nach wie vor zum Benchmark in dieser Größenklasse gezählt werden darf.

Technische Ausstattung des Testgeräts

  • CPU: Intel Atom Z2560 (1,6 Gigahertz)
  • Speicher: 16 Gigabyte (davon ab Werk 11,24 Gigabyte verfügbar)
  • RAM: ein Gigabyte 
  • Display: 7,9 Zoll (20,1 Zentimeter) IPS-Panel
  • Auflösung: 1.024 x 768 Pixel
  • OS: Android 4.2.2 Jelly Bean
  • Anschlüsse: microUSB, Kopfhörer, Kartenleser
  • Kamera: fünf Megapixel auf der Rückseite, zwei Megapixel auf der Vorderseite
  • Drahtlos: WLAN (b/g/n), Bluetooth 3.0
  • Sonstiges: GPS-Sensor

Verarbeitung

Das Iconia A1-830 fühlt sich beim Erstkontakt hochwertig an. Zu diesem Eindruck trägt das vergleichsweise hohe Gewicht von 379 Gramm bei. Acer setzt großzügig auf robustes und kratzfestes Aluminium auf der Rückseite - genau wie Apple beim iPad mini. Welch ein Unterschied im Vergleich zum stark verbesserungswürdigen Vorgängermodell, das netzwelt im Sommer letzten Jahres unter die Lupe nahm.

Nicht ganz so gut ins Bild passt die obere Gehäuseeinfassung aus Kunststoff.

Auffällige Spaltmaße finden sich am Testgerät nicht. Peniblen Zeitgenossen werden vielleicht die seitlich angebrachten Kunststofftasten zur Lautstärkeregelung und der Einschaltknopf missfallen, die aus recht weichem Kunststoff gefertigt sind. Die nun deutlich verringerten Bildschirmränder tragen dafür dazu bei, dass man das A1 nun mit einer Hand umschließen kann. Die andere Hand bleibt frei für das Bedienen des Touchscreens.

Display

Dreht man den Helligkeitsregler ins obere Drittel, lässt sich mit der Display-Ausleuchtung im Alltag gut leben. Angesichts des günstigen Preises müssen Nutzer aber gerade beim Display ein paar Abstriche in Kauf nehmen. Dies beginnt bei der Auflösung. Die insgesamt 786.432 Bildpunkte schaffen es nicht immer, einen pixelfreien Gesamteindruck zu liefern. Wer genauer hinschaut, entdeckt also stets einzelne Bildpunkte.

Acer Iconia A1-830 im Test

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Die Stromversorgung erfolgt über den USB-Anschluss. Im Lieferumfang ist ein passendes Netzteil enthalten. (Bild: netzwelt)

Leider ist auch der Kontrast und die Farbtreue des Acer-Tablets zu kritisieren. Weiß wird stets etwas gräulich dargestellt und Farben sehen leicht verwaschen aus. Damit lässt sich im Alltag jedoch noch leben. Störender: Beim netzwelt vorliegenden Rezensionsexemplar wollte der Touchscreen stets mit ein wenig Nachdruck bedient werden. Oft musste der Finger die entsprechende Schaltfläche zwei-bis dreimal berühren, um einen Befehl auszulösen.

Trotz IPS-Technik kommt es zu leichten Farbverfälschungen, wenn man aus spitzem Winkel auf die Iconia-Anzeige blickt. Die Ausleuchtung in den Bildschirmecken ist nicht gleichmäßig. Damit lässt sich im Alltag aber genauso gut leben wie mit dem Umstand, dass auch dieser Touchscreen im Freien und bei ungünstigem Lichteinfall spiegelt.

Leistung

Der verbaute Intel Atom Z2560 verfügt über zwei Rechenkerne mit einer Taktfrequenz von 1,60 Gigahertz. Die meisten Alltagsaufgaben wie Surfen im Netz, Abspielen hochauflösender Videos, Videotelefonate oder das Verfassen von E-Mails stellt ihn vor keine sonderlich große Aufgabe. Das gilt auch für viele, aber nicht alle Spiele aus Google Play.

Bei sehr grafikintensiven Titeln wie Asphalt 8: Airborne kommt es zu Rucklern. Kurze Aussetzer zeigen sich bereits in der Anfangssequenz und setzen sich auch im eigentlichen Spiel fort. Der Titel ist dennoch spielbar.

Acer Iconia A1-830 (Pressebilder)

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Gerade in Weiß sieht das Acer Iconia A1-830 dem iPad mini von Apple sehr ähnlich. (Bild: Acer)

Im Benchmark-Tool Geekbench 3 für Android erzielt das Acer Iconia A1-830 460 Punkte im Single-Core-Mode. Sind beide Kerne aktiv, attestiert Geekbench dem Flachcomputer 1.059 Punkte. Der AnTuTu-Benchmark fördert ein Gesamtergebnis von 18.481 Punkten zu Tage. Zum Vergleich: Die Vorgängergeneration schnitt hier mit einer Gesamtpunktzahl von 12.359 Punkten eine ganze Ecke schlechter ab. Unterm Strich gibt es an der generellen Leistungsbereitschaft des Acer-Tablets nicht viel auszusetzen - gerade mit Blick auf das günstige Preisschild. Jeglichen Vergleich mit Top-Tablets wie dem Apple iPad Air oder dem Samsung Galaxy Tab Pro verliert das Testgerät allerdings deutlich.

Multimedia und Akkulaufzeit

Stereolautsprecher findet man am Acer-Tablet an ungewöhnlicher Stelle, nämlich auf der Geräterückseite. Die Folge: Liegt das Tablet flach auf dem Tisch, strahlen die Mini-Speaker die Tischplatte an und der Klang wird dumpf. Apple macht es besser - beim iPad mini sind die Lautsprecher nach vorn ausgerichtet.

Allzu viel Ausdruck darf man vom Klang ohnehin nicht erwarten. Den Tablet-Lautsprechern fehlt es an Puste, dafür übersteuern sie auch auf maximaler Lautstärke nicht. Wer Musik hören möchte, schließt besser gute Kopfhörer an.

Für Schnappschüsse ist die rückseitig verbaute Hauptkamera des Acer Iconia A1-830 zu gebrauchen.

Die rückseitige Kamera muss ohne Hilfslicht auskommen, taugt für Schnappschüsse - aber nicht für viel mehr. Ein mit dem Acer Iconia A1-830 aufgenommenes Testfoto in voller Auflösung können Sie an dieser Stelle herunterladen. Im Schnitt erreichte das Testgerät eine Akkulaufzeit von rund neun Stunden. Spielt man ein Video in voller Auflösung und mit maximaler Bildschirmhelligkeit ab, muss man spätestens nach knapp sieben Stunden mit einem leeren Akku rechnen. Hier schafft die ebenso kompakte Konkurrenz oft mehr.

Alternativen zum Testgerätliefert dieser Vergleichstest auf netzwelt. Weitere Neuigkeiten und Testberichte zum Thema Tablet-PC finden Sie stets aktuell an dieser Stelle.

Aktuelle Preise
Shop Preis Bewertung
Neu ab 129,00 €
Keine Bewertung
netzwelt
7.0
Acer Iconia Tab A1-830
Vorteile
  • Verarbeitung
  • IPS-Panel
  • Alu-Gehäuse
Nachteile
  • Akkulaufzeit
  • leichte Blickwinkelabhängigkeit

Günstige Alternative zum iPad mini

Hochwertige Verarbeitung, Aluminiumgehäuse und sinnvolle Ausstattung gehen nicht automatisch mit einem hohen Preis einher. Das beweist einmal mehr Acer mit dem Iconia Tab A1-830.


Einzelergebnisse
Design, Display, Leistung, Ausstattung, Multimedia: Nach diesen fünf Hauptkriterien bewerten wir Tablet-Computer. Für jede Unterkategorie vergeben wir Punkte, maximal 10. Die Summe der Einzelbewertungen teilen wir durch 5 und erhalten so die Endnote. Diese spiegelt nicht zwangsweise auch das Endresultat. Der testende Redakteur kann am Ende noch eine individuelle Auf- oder Abwertung vornehmen. Wie wir Tablet-Computer im Detail testen, können Sie an dieser Stelle nachlesen.
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Display
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Leistung
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Ausstattung
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Multimedia
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Einsortierung
Acer Iconia Tab A1-830 von Acer wurde als Tablet-PC abgelegt. Es befindet sich auch in der Bestenliste "Die besten Kompakt-Tablets. Zusätzlich wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Mobile, Testbericht, Mobile Computing, Acer, Android, Tablet-PC, Acer Iconia, Apple iPad Mini, Acer Iconia A1-830 und Android 4.4 KitKat .
Kommentare zu diesem Artikel

Der Preis für das Acer Iconia A1-830 klingt verlockend: Aktuell geht das 7,9-Zoll-Tablet für knapp 170 Euro über die Ladentheke. Konnte der Vorgänger nicht vollends überzeugen, zeigt sich die aktuelle Generation des Android-Tablets im Test von seiner besseren Seite - mit einer Ausnahme.

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  • Michael Knott schrieb Uhr
    AW: Acer Iconia A1-830 im Test: Das günstigere iPad mini

    Ruhig Blut und vielleicht auch in einem freiundlicheren Ton saunders... Ich hatte bei Acer direkt angefragt, ob der microUSB-Anschluss MHL-fähig ist. Bislang habe ich jedoch noch keine Antwort erhalten. Daher gehe ich davon aus, dass es keine Möglichkeit gibt, HDMI oder VGA "anzuschließen".

    Gruß aus der netzwelt
  • saunders schrieb Uhr
    AW: Acer Iconia A1-830 im Test: Das günstigere iPad mini

    liest eigentlich irgendjemand von @netzwelt die Kommentare und findet es womöglich auch der Rede wert, dazu irgendeine Reaktion zu zeigen?
  • saunders schrieb Uhr
    AW: Acer Iconia A1-830 im Test: Das günstigere iPad mini

    gibt es eine Möglichkeit VGA anzuschließen oder eine HDMI Schnittstelle?
  • Juppdich schrieb Uhr
    AW: Acer Iconia A1-830 im Test: Das günstigere iPad mini

    Wieso ist hier die Rede von einem günstigeren iPad mini? Läuft da etwa iOS 'drauf? Was schreibt Ihr nur wieder für einen Unsinn? :(
article
41727
Acer Iconia A1-830 im Test: Das günstigere iPad mini
Acer Iconia A1-830 im Test: Das günstigere iPad mini
Zum Preis von 170 Euro gibt es bei Acer ein 7,9-Zoll-Tablet, das Apples iPad mini zum Verwechseln ähnlich sieht. Das Acer Iconia A1-830 merzt zudem eine große Schwäche des Vorgängers aus.
http://www.netzwelt.de/news/128721-acer-iconia-a1-830-test-guenstigere-ipad-mini.html
2014-04-25 17:07:28
http://img.netzwelt.de/dw320_dh240_sw320_sh240_sx430_sy514_sr4x3_nu0/picture/original/2014/08/acer-iconia-tab-a1-830-produktbild-114842.png
ReviewHardwareTablet
Acer Iconia A1-830 im Test: Das günstigere iPad mini