Kompakt, leistungsstark und ausdauernd

Neo ist nicht Mini: Samsung Galaxy Note 3 Neo im Test

Samsung bringt mit dem Note 3 Neo eine kleinere Version des Note 3 in den Handel. Der Ableger entpuppt sich im Test jedoch keineswegs als "Schmalspur"-Note. Denn die Einschnitte bei Display, Leistung und Kamera fallen nicht so stark aus wie bei Samsungs "Mini"-Modellen, zudem glänzt das Note 3 Neo im Test mit seiner Kompaktheit und einem ausdauernden Akku.

?
?

Das Note 3 Neo stellt sich dem netzwelt-Test. (Bild: netzwelt)
Das Note 3 Neo stellt sich dem netzwelt-Test. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Design und Verarbeitung
  2. 2Ausstattung, Leistung und Bedienung
  3. 3Sprachqualität und Akkulaufzeit
  4. 4Multimedia
  5. 5Fazit

Design und Verarbeitung

Samsung wagt auch beim Note 3 Neo in Sachen Design keine Experimente - auch das Note Neo orientiert sich am mit dem Galaxy S3 eingeführten Samsung Design 2.0. Es besitzt aber wie das Note 3 eine Kunststoffrückseite, die mit einem Lederimitat veredelt wurde. Das sorgt nicht nur für eine bessere Haptik, sondern erhöht auch die Rutschfestigkeit des Smartphones deutlich.

Anzeige

Galaxy Note 3 Neo im Unboxing

  • Bild 1 von 16
  • Bild 2 von 16
  • Bild 3 von 16
  • Bild 4 von 16
  • Bild 5 von 16
  • Bild 6 von 16
  • Bild 7 von 16
  • Bild 8 von 16
  • Bild 9 von 16
  • Bild 10 von 16
  • Bild 11 von 16
  • Bild 12 von 16
  • Bild 13 von 16
  • Bild 14 von 16
  • Bild 15 von 16
  • Bild 16 von 16

Bemerkenswert ist das schlanke Format des Note 3 Neo. Mit den Abmessungen 148,4 x 77, 4 x 8,6 Millimeter ist es nur minimal größer als das Xperia Z1 oder das HTC One M8 - obwohl das Note 3 Neo ein mit einer Diagonale von 5,5 Zoll deutlich größeres Display bietet.

Werbung

Erhältlich ist das Note 3 Neo in den Farben Schwarz und Weiß.

Ausstattung, Leistung und Bedienung

Das Note 3 Neo markiert einen Meilenstein in Samsungs Produktportfolio. Erstmals seit über einem Jahr kommt in einem High-End-Modell des südkoreanischen Herstellers wieder ein Exynos-Prozessor aus eigener Herstellung statt eines Qualcomm-Chips zum Einsatz. Noch dazu handelt es sich um einen ganz speziellen Prozessor: nämlich den ersten Hexa-Core-Chip in einem Smartphone auf dem deutschen Markt.

Wer des Griechischen mächtig ist, weiß, dass "Hexa" sechs bedeutet. Tatsächlich besitzt der verbaute Exynos 5 Hexa sechs Rechenkerne, sie kommen aber nie alle zum Einsatz. Stattdessen wechselt das Smartphone laut Samsung je nach Anforderung zwischen einem sparsamen Dual-Core-Betrieb mit zwei Rechenkernen oder einem leistungsfähigen Quad-Core-Betrieb, in dem vier Rechenkerne aktiv sind.



Video

Samsung Galaxy Note 3 Neo im Hands-on: Samsung präsentiert mit dem Galaxy Note 3 Neo einen Ableger des Phablets mit Bedienstift. Gegenüber dem Original-Note 3 weist das Neo ein kleineres Display auf, bietet dafür aber einen 6-Kern-Prozessor. Netzwelt liefert erste Eindrücke vom neuen Samsung-Phablet. Zum Video: Samsung Galaxy Note 3 Neo im Hands-on

Der Wechsel erfolgt fließend, Verzögerungen oder Ruckler waren im Test kaum auszumachen - selbst aufwendige Spiele überfordern das Note 3 Neo nicht. Die Exynos-Reihe feiert im Note 3 Neo also ein achtsames Comeback. In einigen Benchmarks ließ das Smartphone sogar das neue Galaxy S5 hinter sich. Die grafisch aufwendigen Benchmarks GFxBench und 3DMark zeigen jedoch: Für einen Platz in der Spitzengruppe reicht es für den Samsung-Chip derzeit nicht ganz (siehe Tabelle).

Note 3 Neo im Benchmark-Vergleich
Benchmark* Galaxy S5 HTC One (M8) iPhone 5s Note 3 Neo
Geekbench 3 (Single-Core) 947 Punkte 996 Punkte 1.373 Punkte 892 Punkte
Geekbench 3 (Multi-Core) 2.840 Punkte 2.830 Punkte 2.348 Punkte 2.118 Punkte
Sunspider 396,4 Millisekunden 588 Millisekunden 409 Millisekunden 579,6 Millisekunden
3DMark IceStorm Unlimited 18.346 Punkte 20.436 Punkte 15.010 Punkte 9.475 Punkte
AnTuTu 29.791 Punkte 33.908 Punkte 29.768 Punkte 32.111 Punkte
Gfx Bench 1080p T-Rex Offscreen 1.546 Frames 1.585 Frames 1.472 Frames 825 Frames
Gfx Bench 1080p Alu Offscreen 8.885 Frames 9.034 Frames 4.451 Frames 960 Frames
Gfx Bench 1080p Alpha Blending Offscreen 7.751 MB/s 8.142 MB/s 5.834 MB/s 2.171 MB/s
Gfx Bench 1080p Driver Overhead Offscreen 1.594 Frames 1.596 Frames 6.097 Fames 2.156 Frames
Gfx Bench 1080p Fill Offscreen 4.080 MTexel/s 4.048 MTexel/s 2.568 MTexel/s 1.213 MTexel/s
*In allen Benchmarks bis auf Sunspider bedeuten höhere Werte bessere Werte

Gegenüber dem Note 3 hat sich aber nicht nur der Prozessor verändert, auch das Display hat Samsung ausgetauscht. Es handelt sich weiterhin um ein Super AMOLED-Screen - dieser löst allerdings nur in HD und nicht in Full HD auf. Im Alltag dürfte dies aber kaum auffallen, schließlich ist die Bilddiagonale mit 5,5 Zoll auch etwas geringer als beim Schwestermodell. An Schärfe mangelt es dem Bildschirm also nicht und auch die Farben sind AMOLED-typisch knackig. Lediglich weiße Flächen wirken je nach Helligkeitseinstellungen leicht gräu- oder bläulich.

Der interne Speicher ist mit 16 Gigabyte ausreichend dimensioniert, knapp elf Gigabyte stehen dem Nutzer im Werkszustand davon zur Verfügung. Bei Bedarf lässt sich der Speicher sogar noch per microSD-Karte erweitern. Auf diese können auch Apps ausgelagert werden.

Galaxy Note 3 Neo

  • Bild 1 von 6
  • Bild 2 von 6
  • Bild 3 von 6
  • Bild 4 von 6
  • Bild 5 von 6
  • Bild 6 von 6

Als Betriebssystem kommt auf dem Note 3 Neo Googles Handy-OS Android zum Einsatz und zwar in der nicht mehr ganz aktuellen Version 4.3 Jelly Bean. In Südkorea verteilt Samsung aber bereits ein Update für die aktuelle Version 4.4 KitKat. Die Aktualisierung dürfte in einigen Wochen auch hierzulande verfügbar sein.

Überzogen ist das Android-System mit Samsungs hauseigener Nutzeroberfläche TouchWiz. Es handelt sich hierbei noch nicht um die neue mit dem Galaxy S5 enthüllte Version im Flat-Design, sondern um die Nutzeroberfläche des Note 3 - inklusive der praktischen Air Command-Funktion des Schwestermodells. Auch der beigefügte Bedienstift S Pen entspricht exakt dem Stylus des Note 3.

Links zum Thema