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Business-Convertible: HP Elitebook Revolve 810 G2 im Test
Mit Chips der Haswell-Generation

von Michael Knott
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Edle Verarbeitung, Magnesium-Gehäuse, dreh- und klappbares Display: Mit dem HP Elitebook Revolve 810 G2 tritt ein teurer, aber auch edler Vertreter der Convertible-Gattung zum Test an. Obwohl HP Business-Kunden im Auge hat, dürften auch viele Privatnutzer Gefallen am Gerät finden.

Hewlett-Packard zielt mit dem Convertible Elitebook Revolve 810 auf Geschäftskunden. Doch auch Studenten oder Pendler finden schnell Gefallen am 11-Zöller mit stromsparendem Hasswell-Chipsatz. Denn das mobile Notebook mit Windows 8 Pro lässt sich zum Beispiel auch als Tablet nutzen und ist hochwertig verarbeitet. Was es noch alles drauf hat, verrät der ausführliche Test.

Verdreht sicherlich nicht nur Geschäftsleuten den Kopf: HP-Convertible Elitebook Revolve 810 G2.

Wer auf der Homepage von Hewlett-Packard (HP) im Geschäftskundenbereich landet, staunt nicht schlecht. Kurioserweise unter dem Punkt "Tablets" listet der US-Hersteller den Convertible Revolve 810 G2. Ein robustes, durch eine hochwertige Magnesium-Legierung veredeltes Alltags-Notebook, das dank dreh- und klappbarem Touchscreen gleichzeitig auch als Tablet-PC verwendet werden kann. Vergleichbares bietet HP Privatkunden nicht an.

Das steckt drin

Zum Glück muss man nicht erst eine Firma gründen, um das Revolve zu erwerben. Der Geschäftskundenbereich auf der HP-Homepage steht jedem offen, außerdem wird das Revolve 810 G2 auch über Onlinehändler wie Amazon angeboten. Die mindestens 1.675 Euro für die getestete Version mit Intel Core i5-4200U-Prozessor muss man aber so oder so erst einmal aufbringen.

Technische Daten (Auszug)

  • CPU: Intel Core i5-4200U, 1,6 Gigahertz (2,3 Gigahertz im Turbomodus)
  • RAM: acht Gigabyte (maximal zwölf Gigabyte)
  • SSD: 180 Gigabyte
  • Display: 11,6 Zoll großer Touchscreen
  • Auflösung: 1.366 x 768 Pixel
  • OS: Windows 8.1 Pro 64 Bit
  • Anschlüsse: zwei USB 3.0, DisplayPort, Kopfhörer/Mikrofon, RJ-45, Dockinganschluss
  • Drahtlos: HSDPAplus-Modem, Bluetooth 4.0, WLAN (a/b/g/n)

Verarbeitung

Keinen Anlass zur Kritik gibt das tadellos verarbeitete Gehäuse. HP setzt großzügig auf eine Magnesium-Legierung. Mit einem Gewicht von 1.366 Gramm zählt das Revolve trotzdem nicht zu den Leichtgewichten. Zusätzliche 370 Gramm bringt das Netzteil auf die Waage, das mit einem sehr langen Kabel (insgesamt 3,65 Meter) ausgestattet ist.

Das Gehäuse erweist sich im Kratztest von netzwelt als robuster Vertreter. Bleibende Spuren zeigen sich erst nach Einwirkung von hohem Druck mit spitzen Gegenständen. Sollte es einmal zu Kratzern kommen, sind diese auf dem silberfarbenen Gehäuse aber kaum wahrnehmbar. Der Deckel lässt sich punktuell leicht, aber unkritisch eindrücken.

Die in Schwarz gehaltene Unterseite ist gummiert - zusätzlich mit Gummi versehene Standfüße ermöglichen dem Convertible einen rutschfesten Halt auf der Schreibtischoberfläche. Ebenfalls auf der dunklen Seite des Revolve 810 anzutreffen, sind Aufnahmen für einen im Zubehörprogramm erhältlichen Zusatzakku oder Dockingstation sowie ein Schiebeschalter. Betätigt der Nutzer diesen, lässt sich der Unterboden aufklappen und der wechselbare Akku sowie der SIM-Kartenschacht kommen zum Vorschein.

Sehr gut gefällt das zentrale Einzelscharnier, an dem der Touchscreen befestigt ist. Das Drehen und Neigen erfolgt reibungslos und mit dem subjektiv perfekten Widerstand. Eine Drehung des Displays ist nur rechtsherum möglich. In einem ungünstigen Winkel kann es dennoch vorkommen, dass das Display beim Drehen über die Tastatur schleift. Im Alltag stellt dies aber kein wirkliches Problem dar.

Display

Der 11,6 Zoll (29,46 Zentimeter) große Touchscreen wird per stromsparender LED-Technik illuminiert und bietet eine Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten. Auf dem Papier löst das Testgerät damit vergleichsweise gering auf. Doch in den Augen schmerzenden Pixelbrei müssen Käufer des HP-Convertible nicht befürchten.

HP Elitebook Revolve 810 G2 im Test

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Das 11,6 Zoll große Display überzeugt unter anderem dank großzügiger Blickwinkel. (Bild: netzwelt)

Im Praxiseinsatz sind aufgrund der vergleichsweisen kleinen Anzeigefläche einzelne Bildpunkte nur schwer auszumachen - dafür fallen die (vergrößerbaren) Schaltflächen von Windows 8 auch in der Desktop-Ansicht angenehm groß aus. Auch wenn HP das Display mit dem Zusatz "blendfrei" bewirbt - bei ungünstigem Lichteinfall ist auf der spiegelnden Anzeige kaum mehr etwas zu entziffern. Unterhalb des Touchscreens positioniert HP die Windows-Taste. Sehr groß fallen die Blickwinkel auf die Anzeige aus. Es ist egal, aus welchem Winkel man auf den Touchscreen blickt, zu Farbverfälschungen kommt es dabei nicht.

Eingabegeräte

Die Tastatur des Testgeräts ist spritzwassergeschützt. Obwohl wir es nicht explizit getestet haben: Die berühmte, verschüttete Tasse Kaffee im Büro sollte kein Problem darstellen. Auch wenn der Rand zwischen Tastatur und Gehäuse mit einem halben Zentimeter äußerst knapp ausfällt, finden die Hände eine recht großzügig bemessene Auflagefläche vor. Noch dazu können Druckpunkt und Hub der Tastatur subjektiv überzeugen. Sämtliche 83 Drücker sind hintergrundbeleuchtet, was die Arbeit im Dunkeln sehr vereinfacht.

Mit einer Diagonale von knapp zehn Zentimetern fällt das multitouchfähige Trackpad vergleichsweise klein aus (Höhe: 4,8 Zentimeter). Dennoch lässt es sich im Alltag problemlos bedienen, man gewöhnt sich schnell an den zur Verfügung stehenden Platz. Der Bildschirm registriert Eingaben von bis zu zehn Fingern gleichzeitig. Im Testzeitraum funktionierte dies stets zuverlässig. Angenehm: Nach Berührung wippt die Anzeige nicht nach.

Leistung

Der bereits aus anderen Ultrabooks und Notebooks bekannte Intel Core i5-4200U ist im Zusammenspiel mit den acht Gigabyte RAM des Testgeräts ausreichend kräftig, um Alltagsaufgaben locker entgegenzusehen. Surfen im Netz, das Anschauen von HD-Videomaterial, das Bearbeiten von umfangreichen Tabellen - all das stellt ihn nicht vor größere Probleme.

Das belegen auch die Benchmark-Ergebnisse: Im OpenGL-Test unter Cinebench 11.5 erreicht das Testgerät 20,17 Bildwiederholungen in der Sekunde. Nach Abschluss des CPU-Tests stehen 2,47 (Multicore) Punkte auf der Uhr. Unter Cinebench R15 erreicht das Revolve 810 G2 229 Punkte - und übertrifft damit beispielsweise das Lenovo Yoga 2 Pro.

Subjektiv gefallen Druck und Hub der hintergrundbeleuchteten Tastatur.

Aus dem Ruhezustand erwacht das Revolve 810, indem der Nutzer einen seitlich angebrachten Schalter betätigt. Dann dauert es etwa zwei Sekunden, bis es auf Nutzereingaben reagiert. Nach einem kompletten Kaltstart vergehen im Schnitt knapp 17 Sekunden, bis Eingaben möglich sind - ein durchnschnittlicher Wert.

In einem typischen Mix aus Surfen, Spielen, Textbearbeitung und Videobetrachtung hält der wechselbare 6-Zellen-Akku (44 Wattstunden) einen vollen Arbeitsalltag durch. Nach knapp acht Stunden gingen im Test die Lichter aus. (Energiesparprofil ausgeglichen, Bildschirmhelligkeit 75 Prozent, Funkverbindungen deaktiviert). Bei aktiven WLAN- oder HSDPA-Verbindungen sinkt dieser Wert jedoch rapide.

Umwelt

Nach Betätigen eines Schiebers auf der Unterseite erhält der Nutzer Zugang zum wechselbaren Akku. Hat der Energiespeicher seinen Zenit überschritten, lässt sich einfach ein neuer Akku einsetzen. Nach dem Entfernen einiger Gummistopfen kommen handelsübliche Kreuzschlitzschrauben zum Vorschein. Löst man diese, ist der Weg zum Innenleben und zu weiteren Komponenten frei.

Im Testzeitraum konnte netzwelt keine auffällige Hitze-Entwicklung feststellen. Selbst wenn man das System mehr als üblich fordert, behält es einen kühlen Kopf. Dass das Kühlsystem effizient arbeitet, zeigt sich auch an anderer Stelle. Der Lüfter ist nur unter Last wirklich hörbar und verhält sich ansonsten sehr unauffällig. Oft schaltet er sich auch komplett aus.

Alternativen zum Testgerät

Wer besonderen Wert auf ein robustes Gehäuse legt, wird etwa bei Panasonic fündig. Seit Jahren schon stehen die Geräte der Tough-Serie für extreme Robustheit. Wer sich nicht auf Baustellen, sondern eher in den eigenen vier Wänden sieht, sollte einen Blick auf das Lenovo Yoga 2 Pro werfen.

Einen großen Vergleichstest mit aktuellen Convertible-Ultrabooks finden Sie an dieser Stelle auf netzwelt.

Aktuelle Preise
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netzwelt
7.2
HP Elitebook Revolve 810 G2
Vorteile
  • Verarbeitung
  • Mobilfunkmodem
  • effiziente Kühlung
Nachteile
  • geringe Auflösung
  • Business-Aufpreis

Business-Convertible

HP sieht das Revolve 810 G2 in erster Linie in der Hand von Business-Nutzern. Viele Studenten, Pendler und andere potenzielle Zielgruppen dürften sich am hohen Preis stören. Wer das Kleingeld für ein Gerät dieser Kategorie aufbringen möchte, erhält im Gegenzug einen tadellos verarbeiteten Convertible, der den Tag über produktives Arbeiten und Abends, im Tablet-Modus, entspanntes Surfen ermöglicht.


Einzelergebnisse
Bereits bei der Auswahl eines Notebooks, Laptops oder Ultrabooks versuchen wir, die unterschiedlichen Anforderungen der Nutzer zu berücksichtigen. Über welches Modell wird gerade im Netz besonders eifrig diskutiert? Wo gibt es gerade ein besonders interessantes Sonderangebot? Zudem greifen wir immer wieder Testanregungen von Nutzern auf, die wir per Leserbrief, über die Sozialen Netzwerke oder über das netzwelt-Forum erhalten. Hier erfahren Sie, wie wir Notebooks testen.
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Design
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Display
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Eingabegeräte
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Leistung
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Ausstattung
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Multimedia
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Einsortierung
HP Elitebook Revolve 810 G2 von Hewlett Packard wurde als Notebook abgelegt. Das Produkt wurde in die Notebook-Bestenlisten Alle Notebooks und Die besten Convertibles aufgenommen. Zusätzlich wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Computer, Business, Testbericht, Notebook, HP, Tablet-PC, Laptop, Hewlett Packard, Convertible, Ultrabook und Windows 8.1 .
Kommentare zu diesem Artikel

Edle Verarbeitung, Magnesium-Gehäuse, dreh- und klappbares Display: Mit dem HP Elitebook Revolve 810 G2 tritt ein teurer, aber auch edler Vertreter der Convertible-Gattung zum Test an. Obwohl HP Business-Kunden im Auge hat, dürften auch viele Privatnutzer Gefallen am Gerät finden.

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  • Michael Knott schrieb Uhr
    AW: Business-Convertible: HP Elitebook Revolve 810 G2 im Test

    Artikel wurde soeben um das Video-Review ergänzt. Viele Grüße aus der Redaktion.
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41494
Business-Convertible: HP Elitebook Revolve 810 G2 im Test
Business-Convertible: HP Elitebook Revolve 810 G2 im Test
Mit dem HP Elitebook Revolve 810 G2 tritt ein edler Magnesium-Convertible zum Test an. Obwohl HP offenbar Geschäftskunden als Zielgruppe sieht, dürften auch viele Privatpersonen Gefallen am Gerät finden.
http://www.netzwelt.de/news/126291-business-convertible-hp-elitebook-revolve-810-g2-test.html
2014-04-09 15:26:17
http://img.netzwelt.de/dw320_dh240_sw320_sh240_sx430_sy514_sr4x3_nu0/picture/original/2014/08/hp-elitebook-revolve-810-g2-produktbild-114702.png
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