Abgespeckte Variante des Erfolgsmodells G2

Das "Kompakte" für die Hosentasche: LG G2 Mini im Kurztest

Im Rahmen des Mobile World Congress in Barcelona (MWC) konnte netzwelt das LG G2 Mini ausprobieren. Im kurzen Test hinterlässt das kleinere Schwestermodell des erfolgreichen LG G2 einen durchwachsenen Eindruck - was auch ein wenig am Preis liegt, der erstmalig verraten wurde.

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LG G2 Mini: Beim G2 Mini folgt LG einem Trend - kleinere Ableger von erfolgreichen Smartphones produzieren. Ob dies im vorliegenden Fall zutrifft, hat netzwelt in einem kurzen Test vom MWC in Barcelona überprüft. Zum Video: LG G2 Mini

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Das steckt drin
  2. 2So fühlt es sich an
  3. 3Netzwelt meint
  4. 4Preis und Verfügbarkeit

Mini-Varianten erfolgreicher Smartphones liegen nach wie vor im Trend. Was einer gewissen Logik folgt: Wem die inzwischen meist übergroßen Smartphones zu sperrig sind, der greift zur Mini-Variante. Beispiele, die diesem Prinzip folgen, sind etwa das Samsung Galaxy S4 Mini oder das HTC One mini. Nun stellt LG im Rahmen des ab Montag stattfindenden Mobile World Congress mit dem LG G2 Mini einen kompakten Ableger des hochgelobten G2 vor.

Wobei der südkoreanische Hersteller "kompakt" in seiner Produktankündigung richtigerweise in Anführungsstriche setzt. Denn mit einer Bildschirmdiagonale von 4,7 Zoll (11,4 Zentimeter) ist das Smartphone immer noch größer als beispielsweise das iPhone 5s.

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Das steckt drin

Beim LG G2 Mini handelt es sich um ein Mittelklasse-Modell. Als CPU kommt ein Quad-Core-Chip von Qualcomm (Snapdragon 400) mit einer Taktfrequenz von 1,2 Gigahertz zum Einsatz. Der Prozessor werkelt unter anderem auch im HTC Desire 500 - und stieß dort im Test bei 3D-Spielen an seine Grenzen.

Der Sensor der rückseitigen Hauptkamera löst mit acht Megapixeln auf. Acht Gigabyte ist der interne Flash-Speicher groß, er lässt sich durch das Einlegen einer Speicherkarte jedoch einfach um bis zu 64 weitere Gigabyte erweitern.

Viele Fans, so ist in einschlägigen Foren zu lesen, hätten sich vor allem ein höher auflösendes Display gewünscht. Der Touchscreen des G2 Mini bietet hier nur qHD-Auflösung (960 x 540 Pixel). Im kurzen Test fiel dies aber nicht dramatisch ins Auge, was auch am blickwinkelstarken IPS-Panel liegen dürfte. 

Positiv: Wie beim ebenfalls neuen LG G Pro 2 lässt sich der Akku mit einer Kapazität von 2.440 Milliamperestunden vom Nutzer selbst wechseln. Drahtlos nimmt die Neuvorstellung über WLAN (b/g/n), Bluetooth 4.0 und NFC Kontakt zu anderen Geräten auf. Auch ein A-GPS- sowie ein LTE-Chip sind an Bord. 

So fühlt es sich an

Das 129,6 x 66,0 x 9,8 Millimeter große Mittelklassen-Smartphone wiegt laut Datenblatt 125 Gramm - und fühlt sich in Wirklichkeit fast noch leichter an. Dies liegt hauptsächlich am Gehäuse, das vollständig aus Kunststoff besteht. Obwohl die Rückseite leicht genoppt ist, empfand netzwelt das Handy im Hands-on als recht rutschig. Insgesamt ist die Materialanmutung eher durchwachsen - was für ein Mittelklasse-Handy aber durchaus in Ordnung ist.

Beim Betriebssystem setzt LG nach wie vor auf Android. Zum Einsatz kommt das Google-OS in der Version 4.4.2 (KitKat). Wie schon beim G2 stülpt der südkoreanische Hersteller eine eigene Benutzer-Oberfäche über. So finden sich sinnvolle Funktionen wie etwa der Gastmodus oder das Entsperren per Klopfzeichen (Knock Code) auch auf dem Mittelklasse-Modell wieder.

Hierzulande wird es das LG G2 Mini vorerst in Schwarz und in Weiß, zum Preis von 350 Euro geben. (Bild: LG)
Hierzulande wird es das LG G2 Mini vorerst in Schwarz und in Weiß zum Preis von 350 Euro geben. (Bild: LG)

Netzwelt meint

Das LG G2 Mini will vor allem mit Softwarefunktionen punkten. Einen Hardwareüberflieger darf man weder bei der Leistung noch bei der Wertigkeit des Gehäuses erwarten. Hauptkritikpunkt dürfte für manch einen vor allem das im Vergleich zur Konkurrenz niedrig auflösende Display sein. Dies empfand netzwelt aber als weniger dramatisch, als befürchtet. 

Preis und Verfügbarkeit

Das LG G2 Mini wird ab März im deutschsprachigen Raum in den Farben Schwarz und Weiß verfügbar sein. Nach netzwelt-Informationen wird der Preis 350 Euro betragen. 

Weitere Neuigkeiten und Kurztests vom MWC finden Sie an dieser Stelle auf netzwelt.

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