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Dell XPS 13 (Haswell) im Test: Premium-Ultrabook für viele Lebenslagen
Neuauflage mit Intel Core i5-4200U

von Michael Knott
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Wer auf der Suche nach einem robusten und dennoch edlen Alltags-Ultrabook ist und Wert auf eine lange Akkulaufzeit legt, sollte einen Blick auf das aktualisierte Dell XPS 13 werfen. Im Test hinterlässt das gut verarbeitete und nicht zu schwere Notebook einen durch die Bank weg guten Eindruck.

Dell hat mit dem XPS 13 ein stabiles, hochwertiges und nicht zu schweres Ultrabook im Programm, das sich gut für den täglichen Einsatz eignet. Im vorliegenden Exemplar verrichtet zudem ein Chipsatz aus Intels aktueller Haswell-Generation seinen Dienst. Wie sich dieser Mix im Alltag schlägt, verrät der ausführliche Test.

Dell bringt das XPS 13 mit Prozessoren aus Intels Haswell-Generation auf den Stand der Technik.

Das XPS 13 war das erste Dell-Ultrabook überhaupt. Am Äußeren des im Jahr 2012 vorgestellten Ultrabooks hat sich nichts verändert. Es sind die viel beschworenen "inneren Werte", die Dell mit dem vorliegenden Testgerät auf den aktuellen Stand der Technik bringt.

Das steckt drin: Technische Ausstattung

So verfügt das Dell XPS 13 über einen Intel Core i5-4200U-Prozessor der aktuellen Haswell-Generation. Dessen Standardtaktfrequenz liegt bei 1,6 Gigahertz. Im Turbomodus schraubt er sich auf 2,3 Gigahertz. Hinzu kommen acht Gigabyte Arbeitsspeicher, ein 128 Gigabyte fassender SSD-Massenspeicher sowie ein 13,3 Zoll (33,8 Zentimeter) großer Full HD-Touchscreen. Bei der an dieser Stelle getesteten Konfiguration handelt es sich um die mittlere von drei Basis-Linien zum Preis von 1.199 Euro.

Dell XPS 13 (Haswell) im Test

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Äußerlich nahezu unverändert, dafür hat sich im Inneren etwas getan. Das Dell XPS 13 verfügt nun über aktuelle Core i-Prozessoren der Haswell-Generation. (Bild: netzwelt)

Ebenfalls im Online-Konfigurator von Dell zu finden ist eine Grundversion, die bis auf einen auf vier Gigabyte reduzierten Arbeitsspeicher mit dem Rezensionsexemplar identisch ist und 1.099 Euro kostet. Für die Top-Version müssen Sie knapp 1.400 Euro einkalkulieren. Als Ausgleich gibt es dann jedoch 256 Gigabyte SSD-Kapazität und Intels Core i7-Prozessor der vierten Generation. Die Grafik übernimmt, dem Ultrabook-Standard entsprechend, Intels HD Graphics 4400.

Akkukapazität auf Knopfdruck anzeigen

Etwas dünn ist es beim XPS 13 um die Anschlussvielfalt bestellt. An der linken Gehäuseflanke verbaut der US-Hersteller Strom- und Kopfhöreranschluss sowie einen USB-Port. Gegenüberliegend gesellt sich ein MiniDisplay-Port sowie eine weitere USB-Schnittstelle hinzu. Beide USB-Anschlüsse übertragen Daten nach dem schnellen USB 3.0-Standard. Ebenfalls lassen sich über sie auch dann Gadgets mit Strom versorgen, wenn der Ultrabook-Deckel geschlossen ist. Praktisch zum Beispiel dann, wenn Nutzer ihre Digitalkamera oder ihr Smartphone nebenbei im Rucksack aufladen möchten.

Dem XPS 13 fehlt dafür ein LAN-Anschluss, der sich prinzipiell jedoch per Adapter nachrüsten lässt. Weiterhin schmerzlich vermisst wird zudem ein Speicherkartenleser. Beide Schwächen hat das aktuelle XPS 13 von seinem Urahn geerbt. Sinnvolles Detail: An der rechten Notebook-Seite befindet sich eine fünfstufige LED-Anzeige. Ein Druck auf den dazugehörigen Knopf gibt jederzeit Auskunft über die restliche Akkukapazität.

Verarbeitung: Edler Materialmix

Das Dell XPS 13 fühlt sich gut an - nach wie vor. Bei der Außenhaut setzt Dell genau wie Apple und andere Notebook-Hersteller großzügig auf Aluminium. Doch damit nicht genug: Der Ultrabook-Boden besteht aus mindestens ebenso edlem Kohlefaserverbundstoff, die Handballenauflage wiederum ist aus leichtem Magnesium gefertigt. Auf eine ähnliche Optik setzt Dell auch beim kürzlich von netzwelt getesteten Convertible XPS 11.

Die Front des XPS 13 besteht nach wie vor aus robustem Aluminium. Beim Unterboden kommt Kohlefaserstoff zum Einsatz.

Die geeichte Redaktionswaage attestiert der Testkonfiguration ein Gewicht von 1.373 Gramm. Weitere 273 Gramm bringt das schlanke Netzteil auf die Waage. Am gesamten Ultrabook finden sich keinerlei auffällige Spaltmaße oder sonstige Verarbeitungsschnitzer. Alles sitzt fest, auch wenn man das Gerät eifrig hin und her schüttelt, gibt es keinen Laut von sich - ein gutes Zeichen. Der netzwelt-Kratztest fällt mit unterschiedlichem Ergebnis aus. Leichter Druck spitzer Gegenstände lässt das XPS 13 kalt. Erhöht man den Druck auf die Aluminium-Haut, bleiben Narben zurück. Dennoch verdient sich die Verarbeitungsqualität ein Lob.

Display

Die Full HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) der 13,3 Zoll großen Anzeige führt zu einem stets scharfen Bild, der unbeliebte Treppeneffekt bleibt aus. Auf Eingaben von bis zu zehn Fingern reagierte der Touchscreen im Test stets zuverlässig. Der maximale Öffnungswinkel des Displays könnte nach Meinung von netzwelt höher ausfallen, genauso wie die Maximalhelligkeit. Letztere schafft es in bestimmten Situationen wie beim Einsatz im Freien nicht, auftretende Spiegelungen zu überstrahlen.

Die von Dell verwendeten Display-Scharniere haben die Anzeige fest im Griff. Das Nachwippen des Monitors nach der Berührung mit einem Finger unterbinden sie wirkungsvoll. Jedoch ist das Ultrabook schlecht ausbalanciert. Ruhen die Hände nicht auf der dafür vorgesehenen Ablage, hebt sich bei Berührung des Touchscreens die gesamte Tastatureinheit nach oben - im Zusammenspiel mit dem geringen Öffnungswinkel führt dies zu Abzügen bei der Ergonomie-Wertung.

Nichts auszusetzen gibt es bei Farben und Kontrast der Dell-Anzeige. Jedoch dürften die Blickwinkel auf die per LED hintergrundbeleuchtete Anzeige größer ausfallen. Gerade in der Vertikalen ist dies der Fall. Blickt man aus schrägem Winkel auf die XPS 13-Anzeige, invertieren Farben sichtbar.

Eingabegeräte: Gute Tastatur, gutes Trackpad

Die insgesamt 81 Tasten der XPS-Klaviatur bieten einen guten Druckpunkt und sind leicht gewölbt, was zu angenehm produktivem Schreiben beiträgt. Zudem sind sie recht leise - ein Pluspunkt in Büroumgebungen. Bei Dunkelheit schaltet sich automatisch eine weiße Hintergrundbeleuchtung ein, welche sämtliche Drücker gleichmäßig illuminiert. Nutzer können die Beleuchtungsintensität zweistufig regeln oder ganz deaktivieren. An leicht ungewöhnlicher Stelle findet sich der Ein- und Ausschalter des Ultrabooks. Um diesen zu erreichen, müssen Nutzer das Gerät zunächst öffnen. Den Betriebszustand signalisiert das XPS 13 mithilfe einer verschiedenfarbigen Status-LED am vorderen unteren Gehäuserand.

Ende der Fahnenstange: Weiter als abgebildet lässt sich der Bildschirm nicht aufklappen.

Dem guten Tastatureindruck steht das Trackpad in nichts nach. Mit einer Diagonalen von 11,5 Zentimetern und einer Höhe von rund sechs Zentimetern fällt es nicht sonderlich groß aus. Dennoch ermöglicht die multitouchfähige Eingabemöglichkeit frustfreies Arbeiten dank guter Druckpunkte. Dell verpasst der Tastatur einen Spritzwasserschutz, dessen Wirksamkeit netzwelt im Test nicht überprüfte.

Leistung und Akkulaufzeit

Nach einem Kaltstart benötigt die Testkonfiguration nur knapp elf Sekunden, um wieder auf Nutzereingaben zu reagieren. Ein sehr guter Wert und ein Mitverdienst der verbauten SSD. Auch sonst gibt es bei Alltagsaufgaben keinen Grund, über mangelnde Leistung zu klagen. Surfen im Netz, das Abspielen von HD-Videos oder auch die einfache Bildbearbeitung stellen die Konfiguration nicht ernsthaft vor Probleme. Sämtliche von netzwelt ausprobierte Spiele aus dem Windows Store liefen anstandslos.

Die ausreichende Alltagsleistung belegen die Benchmark-Ergebnisse. Unter Cinebench 11.5 erreichte das Dell XPS 13 im OpenGL-Test 20,32 Bildwiederholungen in der Sekunde. Der CPU-Test liefert ein Ergebnis von 2.46 Punkten. Testweise installierten wir auch Cinebench R15. Hierbei erreichte das Dell-Ultrabook im CPU-Test 229 Punkte.

Zum Vergleich: Das mit dem gleichen Chipsatz ausgestattete Sony Vaio Fit 13A brachte es auf 201 CB-Punkte, das Lenovo Yoga 2 Pro nur auf 144 Punkte. Damit liegt das Testgerät im oberen Mittelfeld vergleichbarer Notebooks.

Bei der Akkulaufzeit kann das System vom stromsparenden Haswell-Prozessor profitieren. Der fest verbaute Akku mit sechs Zellen und einer Kapazität von 55 Wattstunden hält einen Arbeitstag durch, solange es der Nutzer bei der Bildschirmhelligkeit und Leistung nicht übertreibt. Bei einer kontinuierlichen Wiedergabe eines YouTube-Films in 1.080p gingen erst nach knapp fünf Stunden die Lichter aus. (Mittlere Bildschirmhelligkeit, Funkverbindungen aktiv, Energiesparprofil "Ausgeglichen").

Umwelt

Die Kühlung des Dell XPS 13 arbeitet effektiv. Abluft befördert das Ultrabook über den Gehäuseboden ins Freie. Um einen ungehinderten Luftstrom zu garantieren, verbaut der Hersteller am Ultrabook-Boden anstelle von herkömmlichen Standfüßen zwei durchgängige Gummileisten. Diese heben das Ultrabook ein Stück weit vom Schreibtisch ab, und die Luft kann darunter ungehindert zirkulieren.

Den Lüfter bemerken XPS 13-Besitzer im Normalbetrieb kaum. Beim Surfen im Internet oder dem Verfassen von Text dreht er auf niedriger Stufe seine Runden. Man hört ihn dann nur, wenn man das Ohr an das Gehäuse legt. Unter Last sieht es natürlich anders aus. Fordert man das System, wird auch das Lüftergeräusch hörbar.

Versierte Nutzer gelangen nach dem Lösen einer Hand voll Schrauben an der Unterseite an die verbaute Technik. Einem Wechsel des Massenspeichers oder der CPU steht nichts im Wege. Dell beschreibt in seinem PDF-Handbuch sogar einige Wartungsvorgänge - vorbildlich.

Multimedia

Dell verpasst dem XPS 13 keine sichtbaren Lautsprecher-Auslässe. Der Klang dringt förmlich durch die Tastatureinheit an die Ohren des Nutzers. Das Ergebnis ist kein klanglicher Hochgenuss. Es fehlt an Bass, und die Abstimmung ist generell sehr blechern geraten. Lieber Kopfhörer anschließen.

Besser sieht es bei der verbauten Webcam aus. Die am oberen Bildschirmrand platzierte Optik ermöglicht auch unter nicht ganz perfekten Lichtverhältnissen noch halbwegs rauscharme Aufnahmen. Bei einem testweise durchgeführten Videochat hatte die Gegenseite weder am Bild noch an der Tonqualität der eingebauten Mikrofone etwas auszusetzen.

Dell XPS 13 (Haswell) im Test

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Äußerlich nahezu unverändert, dafür hat sich im Inneren etwas getan. Das Dell XPS 13 verfügt nun über aktuelle Core i-Prozessoren der Haswell-Generation. (Bild: netzwelt)

Alternativen zum Testgerät finden Sie in dieser Übersicht.

Aktuelle Preise
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netzwelt
6.9
Dell XPS 13
Vorteile
  • Eingabegeräte
  • Akkulaufzeit
  • Verarbeitung
Nachteile
  • SD-Karten-Slot fehlt
  • LAN-Port fehlt

Begleiter in vielen Lebenslagen

Das Dell XPS 13 mit Haswell-Chipsatz hinterlässt im Test einen durchweg guten Eindruck. Es verfügt über gelungene Eingabegeräte, ist leise, stellt ausreichend Leistung zur Verfügung und ist vorbildlich akkurat zusammengebaut. Bereits der Vorgänger verdiente sich eine Empfehlung. Beim aktualisierten Modell mit Haswell-Chipsatz darf sogar oft das Netzteil zu Hause bleiben. Was dem XPS 13 nach wie vor fehlt, sind ein Kartenleser und eine Ethernet-Buchse. Wer damit leben kann, findet in diesem Dell-Ultrabook einen fähigen Begleiter für viele Lebenslagen.


Einzelergebnisse
Bereits bei der Auswahl eines Notebooks, Laptops oder Ultrabooks versuchen wir, die unterschiedlichen Anforderungen der Nutzer zu berücksichtigen. Über welches Modell wird gerade im Netz besonders eifrig diskutiert? Wo gibt es gerade ein besonders interessantes Sonderangebot? Zudem greifen wir immer wieder Testanregungen von Nutzern auf, die wir per Leserbrief, über die Sozialen Netzwerke oder über das netzwelt-Forum erhalten. Hier erfahren Sie, wie wir Notebooks testen.
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Design
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Display
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Eingabegeräte
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Leistung
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Ausstattung
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Multimedia
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Einsortierung
Dell XPS 13 von Dell wurde als Notebook abgelegt. Das Produkt wurde in die Notebook-Bestenlisten Alle Notebooks, Die besten Notebooks und Windows-Laptops mit Touchscreen aufgenommen. Zusätzlich wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Computer, Testbericht, Notebook, Dell, Intel, Laptop, Dell XPS, Review, Ultrabook, Dell XPS 13 und Windows 8.1 .
Kommentare zu diesem Artikel

Wer auf der Suche nach einem robusten und dennoch edlen Alltags-Ultrabook ist und Wert auf eine lange Akkulaufzeit legt, sollte einen Blick auf das aktualisierte Dell XPS 13 werfen. Im Test hinterlässt das gut verarbeitete und nicht zu schwere Notebook einen durch die Bank weg guten Eindruck.

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  • m.wog schrieb Uhr
    AW: Dell XPS 13 (Haswell) im Test: Premium-Ultrabook für viele Lebenslagen

    Netzwerk und Display (Hdmi oder Display-port) fehlen schmerzlich. Könnte ja auch in mini oder sonstiger exotischer Ausführung sein, aber komplett weg, no go!!
  • Michael Knott schrieb Uhr
    AW: Dell XPS 13 (Haswell) im Test: Premium-Ultrabook für viele Lebenslagen

    ich kann gar nicht glauben das ich soeben gelesen habe dass das Display schlechte Blickwinkel haben soll... dachte es ist ein IPS-Panel verbaut, wie können da Farben invertieren?!? Hi Max, doch, das kann auch IPS-Panels treffen. Ist nur seltener. Gruß
  • max4464 schrieb Uhr
    AW: Dell XPS 13 (Haswell) im Test: Premium-Ultrabook für viele Lebenslagen

    ich kann gar nicht glauben das ich soeben gelesen habe dass das Display schlechte Blickwinkel haben soll... dachte es ist ein IPS-Panel verbaut, wie können da Farben invertieren?!?
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40564
Dell XPS 13 (Haswell) im Test: Premium-Ultrabook für viele Lebenslagen
Dell XPS 13 (Haswell) im Test: Premium-Ultrabook für viele Lebenslagen
Das Dell XPS 13 ist seit kurzer Zeit auch mit aktuellen Prozessoren aus Intels Haswell-Generation ausgestattet. Im Test stellt sich das Ultrabook als empfehlenswerter Alltags-Begleiter vor.
http://www.netzwelt.de/news/116631-dell-xps-13-haswell-test-premium-ultrabook-viele-lebenslagen.html
2014-01-21 18:02:03
http://img.netzwelt.de/dw320_dh240_sw320_sh240_sx430_sy514_sr4x3_nu0/picture/original/2014/08/dell-xps-13-produktbild-114697.png
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