Sie sind hier:
 

Asus Fonepad Note FHD 6 im Test: Galaxy Note 3-Konkurrent aus Taiwan
Stereo-Lautsprecher, Bedienstift und Intel-Chip

von Jan Kluczniok
Share
Tweet
+1
Share
SHARES

Das Asus PadFone ließ sich per Dockingstation in ein Tablet verwandeln. Das Fonepad Note FHD 6 ist gleich Smartphone und Tablet-PC in einem. Der Geräte-Mix ist mit einem Bedienstift ausgestattet, der sich im Gehäuse verbergen lässt. Nicht die einzige Parallele zur Galaxy Note-Serie. Macht Asus nun Samsung mit dem Fonepad Konkurrenz? Der netzwelt-Test liefert die Antwort.

Stift, Intel-Chip und Full HD-Display - das Asus Fonepad Note FHD 6 hat einiges zu bieten.

Design und Verarbeitung

Das Asus Fonepad Note FHD 6 ist in Schwarz oder Weiß erhältlich. Netzwelt stand für den Test die schwarze Variante des Smartphones zur Verfügung. Sie besitzt eine matte, raue Rückseite. Dies bietet dem Nutzer gleich mehrere Vorteile: Fingerabdrücke sind auf dem schwarzen Fonepad Note kaum zu sehen, das 6-Zoll-Smartphone ist äußerst rutschfest und fühlt sich in der Hand gut an.

  • Das FonePad Note 6 FHD ist eine von vielen Computex-Neuheiten von Asus. (Bild: netzwelt)
  • Wie beim Note 2 lässt sich der Stylus im Gehäuse verstauen. (Bild: netzwelt)
  • Das Display löst in Full HD auf. (Bild: netzwelt)
  • Angaben zu Preis und Markstart machte Asus auf der Computex im Juni noch nicht. (Bild: netzwelt)

In Sachen Maße und Gewicht gehört das Fonepad Note FHD 6 zur Spitzengruppe und siedelt sich zwischen HTC One Max, Sony Xperia Z Ultra und Samsung Galaxy Mega an. Das breite und tiefe Gehäuse macht das Halten des Smartphones mit einer Hand für Nutzer mit kleinen Händen schwierig. Das liegt auch daran, dass Asus die Lautstärkewippe und den Einschalter  am oberen rechten Rand des Smartphones platziert, sodass die Tasten mit dem Daumen kaum noch zu erreichen sind, wenn der Nutzer das Fonepad Note FHD 6 "normal" hält.

Modell Abmessungen Gewicht Displaygröße
HTC One 137,4 x 68,2 x 9,3 Millimneter 143 Gramm 4,7 Zoll
Samsung Galaxy S4 137 x 70 x 7,9 Millimeter 130 Gramm 5 Zoll
Sony Xperia Z1 144,4 x 73,9 x 8,5 Millimeter 169 Gramm 5 Zoll
Samsung Galaxy Note 3 151,2 x 79,2 x 8,3 Millimeter 168 Gramm 5,7 Zoll
HTC One Max 164,5 x 82,5 x 10,29 Millimeter 217 Gramm 5,9 Zoll
Nokia Lumia 1520 162,8 x 85,4 x 8,7 Millimeter 209 Gramm 6 Zoll
Asus FonePad Note FHD 6 164,8 x 88,8 x 10,3 Millimeter 214 Gramm 6 Zoll
Huawei Ascend Mate 163,5 x 85,7 x 9,9 Millimeter 198 Gramm 6,1 Zoll
Samsung Galaxy Mega 167,6 x 88 x 8 Millimeter 199 Gramm 6,3 Zoll
Sony Xperia Z Ultra 179 x 92 x 6,5 Millimeter 212 Gramm 6,4 Zoll
Google Nexus 7 (2013) 114 x 200 x 8,65 Millimeter 290 Gramm 7 Zoll
Nokia Lumia 1320 164,2 x 85,9 x 9,8 Millimeter 220 Gramm 6 Zoll

Hardware

Als Prozessor fungiert der Intel-Chip Atom Z2580. Es handelt sich hierbei um einen Dual-Core-Prozessor mit einer Taktfrequenz von zwei Gigahertz. Dem Chip stehen zwei Gigabyte Arbeitsspeicher zur Verfügung. Im Geekbench 3-Test erreicht der Chipsatz 529 Punkte (Single-Core) beziehungsweise 1.256 Punkte (Multi-Core) und liegt damit leistungstechnisch in etwa auf dem Niveau des Galaxy S3. Auch im Browser-Benchmark Sunspider schlägt sich das Fonepad Note FHD 6 achtsam. Für den Test braucht es durchschnittlich 909,6 Millisekunden und schließt damit zum Galaxy S4 (871,6 Millisekunden) auf.

  • Das Display des Asus Fonepad Note misst in der Diagonale sechs Zoll. (Bild: netzwelt)
  • Als Chip fungiert ein Intel-Prozessor. (Bild: netzwelt)
  • Wie das HTC One weist das Fonepad Note auf der Frontseite Lautsprecher auf. (Bild: netzwelt)
  • Die Kamera auf der Rückseite löst mit acht Megapixeln auf. (Bild: netzwelt)

Was bedeuten die Benchmark-Werte in der Praxis? Das Smartphone läuft ruckelfrei, Webseiten bauen sich flott auf, Apps werden zügig geladen und auch aktuelle Top-Spiele wie FIFA 14 oder Asphalt 8 sind spielbar. Nur bei Asphalt 8 muss der Nutzer gelegentlich mit kleineren Rucklern leben. Allerdings testete netzwelt das Spiel auch mit hohen Grafikeinstellungen. Reduziert man die Grafikqualität etwas, dürften Ruckler der Vergangenheit angehören.

Mit dem Intel x86-Chipsatz inkompatible Apps konnte neztwelt im Test nicht ausmachen. Selbst "Shazam" und "Firefox for Android", die auf dem ersten Intel-Smartphone in Deutschland, dem Motorola Razr i, Probleme machten, liefen im Test fehlerfrei.

Der Bildschirm des Fonepad Note FHD 6 misst, wie der Name schon sagt, in der Diagonale sechs Zoll und löst in Full HD auf (1.920 x 1.080 Pixeln). Der Screen begeisterte die Redaktion im Test. Die Darstellung ist nicht nur scharf, sondern auch sehr hell. Farben könnten aber etwas leuchtender sein. Weiße Flächen wirken zudem grau. Dafür ist die Darstellung nicht blickwinkelabhängig.

Der interne Speicher des Fonepad Note beträgt wahlweise 16 oder 32 Gigabyte. Beim Testgerät von netzwelt handelte es sich um die 16-Gigabyte-Version. Leider zeigt sich das Betriebssystem bei dieser sehr speicherhungrig. Im Werkzustand blieben dem Nutzer vom 16-Gigabyte-Speicher nur noch 9,9 Gigabyte zur freien Verfügung. Der interne Speicher kann per microSD-Karte um bis zu 64 Gigabyte erweitert werden. Apps kann der Nutzer aber nicht auf die Speicherkarte auslagern.

Überraschend: Asus verzichtet nicht nur auf die Integration eines LTE-Modems, sondern auch auf einen NFC-Chip.

Sprachqualität und Akkulaufzeit

Die Sprachqualität des Fonepad Note 6 FHD ist mittelmäßig und entspricht der günstiger Smartphones. Netzwelt machte im Test ein leichtes Grundrauschen aus. Eine Filterung von Nebengeräuschen findet praktisch nicht statt, und der Lautsprecher ist für den Freisprechmodus viel zu leise.

  • Das FonePad Note FHD 6 ist in der Redaktion eingetroffen. (Bild: netzwelt)
  • Im Lieferumfang befindet sich eine Kurzanleitung, Netzstecker, Datenkabel und Kopfhörer. (Bild: netzwelt)
  • Der Bedienstift befindet sich wie beim Note 3 direkt im Gehäuse. (Bild: netzwelt)
  • Den Größenvergleich mit dem Galaxy Note 3 (links) entscheidet das Asus FonePad Note FHD 6 für sich. (Bild: netzwelt)

Der Akku des Asus Fonepad Note 6 FHD ist fest verbaut. Er bietet eine Kapazität von 3.200 Milliamperestunden. Nutzer sollten damit problemlos durch den Tag kommen. Im Test verlangte der Akku unter Last schnell wieder nach Strom. Gerade für Power-Nutzer dürfte es daher nach ein bis anderthalb Tagen an der Zeit sein, den Akku wieder zu laden. Asus bietet einige Energiesparoptionen an. Mit ihnen ist eine etwas längere Laufzeit möglich.

Multimedia

Asus stattet das Fonepad Note FHD 6 mit einer 1,2-Megapixel-Frontkamera und einer 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite aus. Videos kann die 8-Megapixel-Kamera in Full HD aufnehmen. Allerdings fehlt ihr eine LED-Fotoleuchte. Im Dunkeln oder bei schwachen Lichtverhältnissen können Sie das FonePad Note also getrost in der Tasche lassen.

Das Fonepad Note liefert nur mittelmäßige Bilder.

Die Qualität der Fotos und Videos ist durchschnittlich. Ausreichend Licht vorausgesetzt macht das FonePad Note brauchbare Aufnahmen. Die Bilder sind jedoch wenig detailliert und die Farben wirken blass und ausgewaschen. Konturen verschwimmen teilweise ineinander, und ein leichtes Bildrauschen ist auch in der Verkleinerung noch zu erkennen.

Wie die HTC One-Familie ist auch das Asus Fonepad Note FHD 6 mit Stereo-Lautsprechern auf der Frontseite ausgestattet. Diese lieferten im Test einen deutlich besseren Klang als andere Smartphones und eignen sich hervorragend zur Hintergrundbeschallung mit MP3s oder Webradio. Im direkten Vergleich mit dem HTC One muss sich das FonePad Note allerdings mit dem zweiten Platz begnügen. Der BoomSound des HTC-Handys klingt insgesamt noch etwas klarer und voluminöser als der SonicMaster-Sound des Asus-Smartphones.

Mit angeschlossenen Kopfhörern ist der Klang ebenfalls gut. Das Headset kann als Wurfantenne genutzt werden, um UKW-Radioprogamme zu empfangen. Diese kann der Nutzer auf Wunsch auch über die Stereo-Lautsprecher ausgeben.

Software und Bedienung

Als Betriebssystem fungiert auf dem Fonepad Note FHD 6 Android 4.2 Jelly Bean. Zu einem Update auf Android 4.3 oder Android 4.4 macht Asus aktuell keine Angaben. Anders als bei seinen Tablet-PCs setzt Asus nicht auf pures Android, sondern hat das System hier und da angepasst. Die Asus-eigene Nutzeroberfläche wirkt jedoch optisch antiquiert. Unschön: Trotz der Displaygröße gibt es weder Hilfs-Tools für die Bedienung mit einer Hand noch sind die Menüs im Querformat verfügbar.

Der Hersteller hat einige mehr oder minder sinnvolle Apps vorinstalliert. Die App "Spiegel" fällt in letztere Kategorie. Sie aktiviert nur die Frontkamera, damit der Nutzer sich selbst betrachten kann. Praktisch ist dagegen der App Locker. Mit ihm lassen sich ausgewählte Apps mit einem Passwort schützen. Das Programm kann zudem Dateien wie Fotos oder Musik verbergen.

Die wohl wichtigste Ergänzung ist die App "Super Note". Sie öffnet sich automatisch, sobald der Nutzer den Bedienstift aus dem Gerät zieht. Mit ihr kann der Nutzer diverse Arten von Dokumenten erstellen - etwa Tagebücher, Aufgabenlisten oder einfache Notizen. Auf Wunsch kann die Handschrift des Nutzers in Text umgewandelt werden. Dies klappt im Test jedoch nur bei knapp 60 Prozent der Eingaben wirklich zuverlässig. Zudem muss die Texterkennung vor der Eingabe aktiviert werden. Ein nachträgliches Umwandeln von Handschrift in Text ist nicht möglich. Über das Stift-Symbol am linken Bildschirmrand können Sie jederzeit auch einen Screenshot machen und diesen dann mit Notizen versehen.

  • Netzwelt hat das Asus Fonepad Note FHD 6 für Sie getestet. (Bild: netzwelt)
  • Die Rückseite ist rau und matt. Sie fühlt sich in der Hand sehr gut an. (Bild: netzwelt)
  • Das Smartphone ist aber vergleichsweise dick und schwer. (Bild: netzwelt)
  • Unterhalb des Displays befindet sich ein Lautsprecher. (Bild: netzwelt)
  • Oberhalb des Displays liegt auch ein Lautsprecher. (Bild: netzwelt)
  • An der Seite befindet sich ein Schacht für SIM- und Speicherkarten. (Bild: netzwelt)
  • Der Einschalter und die Lautstärketasten sind weit oben angebracht und mit den Fingern nicht so leicht zu erreichen. (Bild: netzwelt)
  • Der Kamera fehlt eine LED-Fotoleuchte. (Bild: netzwelt)

Schön: Asus hat darauf geachtet, dass bei Stifteingaben nicht versehentlich auch Eingaben von den Fingern des Nutzers erkannt werden. Das Schreiben und Zeichnen mit dem Bedienstift fühlt sich sehr natürlich an. Allerdings ist der Bedienstift sehr kurz, das macht längeres Halten des Stylus unbequem.

Was können Sie neben Zeichnen und Schreiben noch mit dem Stylus machen? Scrollen und Ausschneiden. Bewegen Sie den Stift auf Webseiten oder in Mediengallerien an den Rand, scrollt das FonePad Note FHD 6 weiter. Halten Sie in einem beliebigen Bildschirm den Button auf dem Stift gedrückt, können Sie Bildschirminhalte ausschneiden und speichern - die Funktion erinnert an Samsungs Scrapbook.

Aktuelle Preise
Shop Preis Bewertung
Neu ab 299,00 €
Keine Bewertung
Gebraucht ab ?
Keine Bewertung
netzwelt
4.8
Asus FonePad Note 6 FHD
Vorteile
  • gute Verarbeitung
  • Bedienstift
  • großes, helles Display
  • Stereo-Lautsprecher auf der Frontseite
Nachteile
  • klobige Bauweise
  • keine Bedienhilfen für Einhandbedienung
  • Android nicht auf Querformatbedienung optimiert

Klobige Note 3-Alternative

Das Asus Fonepad Note FHD 6 punktet im Test mit seiner Verarbeitung, dem tollen Display und Sound sowie der praktischen Stiftbedienung. Softwareseitig hätte Asus aber Android für die Nutzung auf dem großen Bildschirm stärker optimieren können. Ein weiterer Minuspunkt ist die klobige Bauweise. Alles in allem ist das Fonepad Note FHD 6 eine preisgünstige Alternative zum Galaxy Note 3 - auch wenn das Smartphone in Sachen Bedienstift bei Weitem nicht den Bedienumfang bietet wie das Samungs-Handy.


Einzelergebnisse
Smartphones sind Gebrauchsgegenstände. Statt Leser mit Zahlen zu überschütten, haben wir uns für ein praxisnahes Testschema entschieden. Ziel ist es Stärken und Schwächen des Geräts zu ermitteln und eine Einschätzung zu geben, für welche Art von Nutzer das Smartphone geeignet ist. Unsere Wertung setzt sich aus fünf Einzelwertungen ("Design und Verarbeitung", "Ausstattung, Leistung und Bedienung", "Sprachqualität und Akkulaufzeit und "Multimedia") zusammen. Die Gesamtnote ergibt sich aus den Einzelnoten, der Tester kann jedoch eine Auf- beziehungsweise Abwertung um eine Note vornehmen. Falls eines der Kritieren im Vergleich mit anderen Geräten besonders herausragend ist.
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
Design und Verarbeitung
4
Ausstattung und Bedienung
6
Sprachqualität
4
Akkulaufzeit
4
Multimedia
6
Einsortierung
Asus FonePad Note 6 FHD von Asus wurde als Smartphone abgelegt. Zusätzlich wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Mobile, Testbericht, Handy, Android, Asus, Intel, Smartphone, Review, Android 4.2 Jelly Bean und Asus FonePad Note 6 FHD .
Kommentarfunktion derzeit deaktiviert