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Asus Zenbook UX301 im Test: Im Design liegt die Kraft
Überteuertes Werkzeug oder Kunstwerk?

von Michael Knott
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Das Asus Zenbook UX301 ist ein wahres Design-Highlight. Die glitzernde, tiefblaue Front wird etwa durch edles Gorilla Glass geschützt, der 13,3 Zoll große Bildschirm reagiert auch auf Fingereingaben. Im Test zeigt sich: Dieses Zenbook sieht nicht nur gut aus, es hinterlässt auch im Produktiv-Einsatz eine gute Figur.

Design, Design, Design - was Apples MacBook-Reihe seit jeher Verkaufserfolge garantiert, könnte auch beim Asus Zenbook UX301 funktionieren. Das sehr auffällig gestaltete Ultrabook mit einer Oberfläche aus Glas beherbergt einen Touchscreen und einen aktuellen Intel Core i7-Chipsatz der Haswell-Generation. Netzwelt testet eines der Top-Modelle unter den aktuellen Asus-Ultrabooks.

Die tiefblaue Front des aktuellen Asus Zenbook wird durch Gorilla Glass geschützt.

Schon auf der vergangenen Computermesse Computex in Taiwan erregte Asus mit dem Edel-Ultrabook Aufsehen, damals noch unter der Produktbezeichnung "Zenbook Infinity". Nun tritt das Serienmodell mit der Bezeichnung "UX301LA-C4006H" zum ausführlichen Test an.

Das steckt drin

Die Testkonfiguration befeuert ein Intel Core i7-4500U-Prozessor der Haswell-Generation. Die Taktfrequenz liegt bei 1,8 Gigahertz, im Turbomodus erreicht sie bis zu 2,4 Gighahertz. Acht Gigabyte DDR3-Arbeitsspeicher sowie zwei jeweils 128 Gigabyte fassende SSD-Speicher im RAID0-Verbund kommen hinzu. Drahtlos nimmt das Zenbook über WLAN (802.11a/ac/b/g/n) sowie über Bluetooth 4.0 Kontakt zu anderen Geräten auf. Für die Grafikausgabe zeichnet Intels HD Grafik 4400 verantwortlich.

Ein weiteres Highlight in der Ausstattungsliste ist das Display. Es bietet je nach Ausstattungslinie bis zu 2.560 x 1.440 Bildpunkte, verteilt auf 13,3 Zoll, und reagiert auch auf Eingaben von bis zu zehn Fingern gleichzeitig. Die Anzeige des vorliegenden Testgerätes löst jedoch nur mit Full HD (1.920 x 1.080) auf. Schön: Das Herstellerlogo auf der Rückseite ist im Betrieb beleuchtet - Cupertino lässt grüßen. Die Anschlüsse verteilt Asus an der rechten und linken Gehäuseflanke. Links finden Nutzer USB-, HDMI-, Kopfhörer- und Stromanschluss vor. Gegenüber gesellen sich DisplayPort, ein weiterer USB-Anschluss sowie Multikartenleser hinzu. Was fehlt, ist ein klassischer LAN-Port.

Asus Zenbook UX301 im Test

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Zenbox: Schon die Verpackung des Zenbook von Asus gefällt. Innen findet sich... (Bild: netzwelt)

Dieser findet sich jedoch in Form eines USB-auf-LAN-Adapters im recht üppigen Lieferumfang des Zenbooks. Ebenso legt der Hersteller einen VGA-Adapter, das Netzteil, Kabelbinder sowie eine brauchbare aber nur spärlich gepolsterte Transporthülle bei. Für die Testkonfiguration werden derzeit Online-Preise von rund 1.600 Euro aufgerufen.

So fühlt es sich an

Bestnoten gibt es für die Verarbeitungsqualität des Zenbook UX301. Das beginnt bereits beim ersten Öffnen des formschönen Kartons. Sogleich sticht das Zenbook mit seiner tiefblauen Effektlackierung hervor. Aus frischgebackenen werden umgehend frisch verliebte Besitzer, denn auch das erste Anfassen vermittelt das Gefühl: alles richtig gemacht. Asus setzt auf den großzügigen Einsatz von Aluminium, was zum vergleichsweise niedrigen Gesamtgewicht von 1,2 Kilogramm beiträgt.

Die Oberfläche veredelt der taiwanische Hersteller zusätzlich mit Gorilla Glass 3. Der Werkstoff bietet gleichzeitig Schutz vor bleibenden Narben, wie der netzwelt-Kratztest beweist. Leider sammelt er neben dem Lob auch Fingerabdrücke ein. Ein Putztuch sollte also im besten Fall immer zur Hand sein.

Spaltmaße finden sich keine am Rezensionsexemplar. Als einzigen Kritikpunkt in Sachen Verarbeitung lässt sich daher der Umstand festhalten, dass sich der Ultrabook-Deckel nach Geschmack von netzwelt im geschlossenen Zustand zu tief eindrücken lässt. Auswirkungen auf den Praxis-Einsatz hat dies jedoch nicht. Und wenn wir schon beim Meckern auf hohem Niveau sind: Die auf der Unterseite angebrachten Gummistopfen könnten rutschfester sein.

Display

In der Testausstattung löst die Anzeige mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten auf. Wer nichts davon weiß, dass Asus das gleiche Chassis auch mit einem WQHD-Display anbietet, wird an der Auflösung nicht viel auszusetzen haben. Zumal eine extrem hohe Auflösung unter Windows 8 derzeit noch zu Problemen in Form von zu kleinen Icons führen kann. Beim Testgerät werden Inhalte überaus scharf dargestellt, einzelne Bildpunkte sind kaum sichtbar. Sehr gut gefallen auch die Farben, der Kontrast und die maximale Helligkeit.

Der Touchscreen lässt sich maximal so weit wie abgebildet öffnen. Die Tastatur wird leicht angehoben.

Wie die meisten aktuellen Touchscreens spiegelt jedoch auch der 13,3-Zoll-Monitor des Asus Zenbook. Im Freien gelingt es dem Panel nicht, dieses Manko mit schierer Helligkeit auszubügeln. Fingereingaben interpretierte die Anzeige im Testzeitraum stets zuverlässig. Nach Berührung wippt das Display jedoch einige Zeit nach.

Eingabegeräte

Die insgesamt 93 Tasten verfügen über einen exzellenten Druckpunkt. Sie lassen sich im Vergleich zur MacBook-Tastatur etwas schwerer drücken, was dem Schreibfluss aber nicht hinderlich ist. Sämtliche Tasten lassen sich in drei Helligkeitsstufen gleichmäßig beleuchten. Für einen separaten Nummernblock fand der Hersteller bauartbedingt keinen Platz mehr. Dafür sind die Pfeiltasten mit ausreichendem Abstand zum übrigen Tastenfeld positioniert, was Gelegenheitsspielern entgegenkommt.

Viel Lob heimst auch das mittig platzierte Trackpad ein. Es bietet sehr gute Gleiteigenschaften. Mit einem Durchmesser von zwölf Zentimetern bietet es auch mehreren Fingern gleichzeitig Platz - gut so, unterstützt es doch Multitouch-Gesten. Eine Unterteilung zwischen rechter und linker Maustaste gibt es lediglich in Form einer optischen Trennung.

 Leistung

Aus dem Tiefschlaf erwacht das Asus Zenbook innerhalb von elf Sekunden und reagiert anschließend umgehend auf Nutzereingaben - ein sehr guter Wert und mit ein Verdienst des verbauten SSD-Verbundes.

In der getesteten Konfiguration laufen viele Spiele aus dem Windows Store flüssig. Bei grafisch aufwendigen Gaming-Blockbustern müssen Nutzer die Detail-Auflösungen zurücknehmen. Ansonsten kommt es zu Rucklern und Aussetzern und die Intel-Grafik an ihre Grenzen. Nein, ein Notebook für ambitionierte Spieler ist das Zenbook nicht. Aber das sind Ultrabooks im Allgemeinen nicht.

Die Anschlüsse verteilt Asus rechts und links am Gehäuse.

Im Alltag stellt sich selten der Wunsch nach mehr Leistung ein. Surfen im Netz, Office-Tätigkeiten aber auch der Video-Schnitt stellen das System vor keine unlösbaren Aufgaben. Etwas länger als gedacht benötigt das es unter Photoshop bei der Bildbearbeitung. Der Windows 8-eigene Leistungsindex attestiert der getesteten Konfiguration eine Gesamtpunktzahl von 5,9 Punkten. Niedrigste Teilbewertung ist erwartungsgemäß die Desktopgrafikleistung.

Deutlich höhere Punktzahlen erzielen CPU (7,2), Arbeitsspeicher (7,7), Spielegrafik (6,5) sowie der Massenspeicher (8,2). Im OpenGL-Test des Benchmark-Tools Cinebench R15 erzielt das Asus Zenbook UX301 21,27 Bildwiederholungen in der Sekunde. Nach Abschluss des CPU-Tests stehen 264 Punkte an. Das zuletzt von netzwelt getestete Lenovo Yoga 2 Pro schnitt etwas schlechter ab.

Ergonomie und Umwelt

Den Handballen steht beim Tippen genügend Platz auf den ebenfalls mit (angerautem) Gorilla Glass überzogenen Ablagen zu Verfügung. Praktisch: Klappt man das Display weiter als 90 Grad auf, hebt sich der Tastatur-Bereich automatisch ein klein wenig an, was Ermüdungserscheinungen in den Handgelenken verhindern kann. Weiter als 140 Grad lässt sich die Anzeige des Zenbooks jedoch nicht aufklappen.

Im Betrieb wird der Unterboden des Zenbook nur mäßig warm, bleibt stets im erträglichen Rahmen. Die verbauten Lüfter kommen mit dem Hitzemanagement gut klar und arbeiten erfreulicherweise angenehm leise. Beim Surfen im Netz sind sie nahezu gar nicht hörbar und drehen nur unter anhaltender Last merklich auf. Der Akku ist fest verbaut und kann nicht vom Nutzer selbst gewechselt werden. Ohnehin ist der Zugang zum Innenraum erschwert, da Asus nicht auf eine handelsübliche Verschraubung des Unterbodens setzt.

Multimedia

Die am oberen Bildschirmrand verbaute Webcam lieferte bei einem zu Testzwecken gestarteten Videoanruf gute Ergebnisse. Sie ist jedoch auf ausreichend Umgebungslicht angewiesen - ansonsten kritisiert das Gegenüber ein sehr grobkörniges Bild. Keine Negativ-Kritik gibt es hingegen für die links und rechts neben der Webcam platzierten Mikrofone, die Stimmen bis zu einem gewissen Grad auch aus lauteren Umgebungen herausfiltern können.

Asus Zenbook UX301 im Test

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Zenbox: Schon die Verpackung des Zenbook von Asus gefällt. Innen findet sich... (Bild: netzwelt)

Überdurchschnittlich kräftig tönen die verbauten Lautsprecher im Zenbook. Sie übersteuern auch auf Maximallautstärke nicht und sind für die klangliche Untermalung kurzer Videoclips brauchbar. Da sie mit großem Abstand zueinander positioniert wurden, entsteht sogar ein minimal wahrnehmbarer Stereo-Effekt. Gute Kopfhörer können sie bauartbedingt natürlich dennoch nicht ersetzen.

Als Alternative bietet sich etwa das Apple MacBook Pro mit oder ohne Retina-Display an. Ebenso sollten Sie einen Blick auf das Acer Aspire S7 werfen, dessen Oberfläche ebenfalls durch Gorilla Glass geschützt wird. Eine Übersicht verfügbarer Ultrabooks mit Touchscreen hat netzwelt an dieser Stelle veröffentlicht.

Aktuelle Preise
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netzwelt
6.6
Asus Zenbook UX301
Vorteile
  • nahezu perfekte Verarbeitung
  • Display hochauflösend
  • Optik
Nachteile
  • Komponenten schwer zugänglich
  • Display wippt nach

Design-König

Den Titel "nahezu perfektes Notebook" kann Apple schon länger nicht mehr für sich allein beanspruchen. Das Asus Zenbook UX 301 ist perfekt durchgestylt, akkurat zusammengebaut und kommt dazu noch mit einer Menge sinnvollem Zubehör ins Haus. Handfeste Kritikpunkte muss man mit Argusaugen suchen, findet sie höchstens im etwas zu stark nachwippendem Display oder in der erschwerten Zugänglichkeit der Komponenten. Und natürlich im Preis - denn ein Schnäppchen ist das Zenbook nicht. Nutzer sollten überlegen, ob sie den Aufpreis für das hochauflösende Display zahlen wollen. Denn die getestete Variante mit Full HD-Auflösung überzeugte unter Windows 8 ebenso und ist deutlich günstiger.


Einzelergebnisse
Bereits bei der Auswahl eines Notebooks, Laptops oder Ultrabooks versuchen wir, die unterschiedlichen Anforderungen der Nutzer zu berücksichtigen. Über welches Modell wird gerade im Netz besonders eifrig diskutiert? Wo gibt es gerade ein besonders interessantes Sonderangebot? Zudem greifen wir immer wieder Testanregungen von Nutzern auf, die wir per Leserbrief, über die Sozialen Netzwerke oder über das netzwelt-Forum erhalten. Hier erfahren Sie, wie wir Notebooks testen.
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Design
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Display
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Eingabegeräte
7
Leistung
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Ausstattung
7
Multimedia
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Einsortierung
Asus Zenbook UX301 von Asus wurde als Notebook abgelegt. Das Produkt wurde in die Notebook-Bestenlisten Alle Notebooks, Die besten Notebooks und Windows-Laptops mit Touchscreen aufgenommen. Zusätzlich wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Computer, Testbericht, Notebook, Asus, Touchscreen, Laptop, Windows 8, Review, Ultrabook und Asus Zenbook Infinity .
Kommentare zu diesem Artikel

Das Asus Zenbook UX301 ist ein wahres Design-Highlight. Die glitzernde, tiefblaue Front wird etwa durch edles Gorilla Glass geschützt, der 13,3 Zoll große Bildschirm reagiert auch auf Fingereingaben. Im Test zeigt sich: Dieses Zenbook sieht nicht nur gut aus, es hinterlässt auch im Produktiv-Einsatz eine gute Figur.

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  • King W. schrieb Uhr
    AW: Asus Zenbook UX301 im Test: Im Design liegt die Kraft

    Sagen wir mal, es war nicht als B-Ware bzw. Ausschuß deklariert.
  • Plasmodino schrieb Uhr
    AW: Asus Zenbook UX301 im Test: Im Design liegt die Kraft

    Nun ja... ist wie eine Schachtel Pralinen: Man weiß nie, was man kriegt ;) Nachdem ich das erste UX301LA-C0006 wieder zurückgeschickt hatte, weil der Displayrahmen links S-förmig verbogen war, der linke Lüfter mit einem Lagerschaden ein elektrisch klingendes Geräusch bei Last (der andere aber angenehm leise) von sich gab, Schatten auf dem Display hatte und man die LEDs der Displaybeleuchtung zählen konnte, die F2- und Powertaste jeweils rechts leicht hochstanden, stand das Ersatzgerät zunächst nur auf drei Füßen und kippelte beim Tippen (Schrauben gelöst und wieder gleichmäßig festgezogen half dann). Außerdem ist das Display leicht gebogen und liegt nicht plan auf dem Body auf. Die Bildqualität ist aber jetzt einwandfrei. Dafür sirren jetzt die Lüfter mit hoher Frequenz. Die Ö-Taste ist leicht tiefer gelegt. Beide Geräte kamen übrigens mit unbeschädigter Verpackung, das war keine B-Ware.
  • Peter1802 schrieb Uhr
    AW: Asus Zenbook UX301 im Test: Im Design liegt die Kraft

    Erst vor kurzen mein Macbook Air verkauft um mir ein Asus Zenbook zu holen. Bereue es überhaupt nicht. Sehr zufrieden.
article
40119
Asus Zenbook UX301 im Test: Im Design liegt die Kraft
Asus Zenbook UX301 im Test: Im Design liegt die Kraft
Mit dem Zenbook UX301 hat der taiwanische Hersteller Asus ein echtes Ultrabook-Schmuckstück im Programm. Der Test klärt, ob Nutzer vom schicken Äußeren nur geblendet werden oder ob das Ultrabook auch für den Produktiveinsatz taugt.
http://www.netzwelt.de/news/111911-asus-zenbook-ux301-test-design-liegt-kraft.html
2013-12-11 12:52:58
http://img.netzwelt.de/dw320_dh240_sw320_sh240_sx430_sy514_sr4x3_nu0/picture/original/2014/08/asus-zenbook-ux301-produktbild-114707.png
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