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Sony Xperia M dual im Test: Dual-SIM-Smartphone mit Speichermangel
Schickes Design, kleiner interner Speicher

von Jan Kluczniok Uhr veröffentlicht

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Das Sony Xperia M dual ist ein schickes Dual-SIM-Smartphone mit gutem Display für knapp 200 Euro. Bevor Sie sich jedoch zum Elektronikfachmarkt Ihres Vertrauens aufmachen, um das Sony-Smartphone zu erwerben, lesen Sie den Test. Denn das Modell hat gerade für App-Liebhaber einen entscheidenden Haken.

Schickes Design, handliches Format und ein gutes Display - das Sony Xperia M hat für ein 200-Euro-Smartphone diverse Vorzüge. Das Modell gibt es sowohl in einer Single- als auch in einer Dual-SIM-Variante. Für Gamer und App-Liebhaber hat das Sony-Smartphone aber einen entscheidenden Haken.

Das Sony Xperia M ist aktuell bereits für weniger als 200 Euro erhältlich.

Design und Verarbeitung

Das Design des Xperia M ist an das Top-Modell Sony Xperia Z1 angelehnt. So besitzt das Modell an der rechten Gehäuseseite einen silbernen Einschaltknopf, der aus dem Gehäuse leicht hervorsteht, darunter befindet sich eine scharfkantige Lautstärkewippe und eine Taste zum Auslösen der Kamera. Die Anordnung entspricht exakt der der Tasten beim Xperia Z1. Auch die ovalen Elemente im Rahmen des Gehäuse sind aus der Z-Serie entlehnt.

Sony Xperia M dual

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Das Xperia M gibt es als Dual-SIM oder Single-SIM-Version. Netzwelt hat die Dual-SIM-Variante getestet. (Bild: netzwelt)

Das Gehäuse besteht jedoch nicht wie beim Z1 aus Glas und Aluminium, sondern rein aus Kunststoff. Im direkten Vergleich mit anderen Modellen in dieser Preisklasse besitzt das Xperia M aber dennoch eine höhere Wertigkeit. Die Oberfläche der Rückseite ist aufgeschäumt, wodurch sie sich sanft anfühlt. Fingerabdrücke sind auf ihr kaum zu sehen. Leicht hervorgehoben ist der Schriftzug "Sony". Den Fingern werden also weitere Orientierungspunkte neben den gut erfühlbaren Tasten an der Gehäuseseite geboten.

Die Rückschale sitzt eng und fest auf dem Smartphone auf, selbst wenn das Telefon zu Boden fällt, löste sie sich im Test zumeist nicht ab. Beim Auspacken fragt sich der Nutzer unweigerlich, wo er die SIM-Karte einsetzen kann. Tatsächlich lässt sich das Cover aber mit ein wenig Druck auf eine der Ecken abziehen.

Hardware

Das Display des Xperia M misst in der Diagonale vier Zoll (10,2 Zentimeter) und löst mit 854 x 480 Pixeln auf. Die Pixeldichte liegt bei 244 Pixeln per Inch (ppi) und damit noch deutlich unter der Grenze von 320 ppi, ab der das menschliche Auge keine einzelnen Pixel mehr wahrnehmen kann. Dennoch ist die Darstellung sehr scharf. Einzelne Pixel oder einen Treppcheneffekt bei Schriften konnte netzwelt im Test kaum ausmachen.

Der Bildschirm begeisterte im Test mit einer knackigen Farbwiedergabe. Schwarz, Rot, Blau und Co. wirken satt und kräftig, nur in weiße Flächen mischt sich ein gelbgrauer Unterton, weshalb diese auf dem Xperia M schmutzig aussehen. Das Display zeigt eine sehr geringe Blickwinkelabhängigkeit und passt die Helligkeit auf Wunsch automatisch an die Umgebung an. Allerdings sollten Nutzer den Bildschirm regelmäßig abwischen, Fingerabdrücke sorgen sonst für störende Reflexionen. Aber auch ohne Fingerabdrücke spiegelt das Display stark, was die Ablesbarkeit im Freien mindert.

Als Herzstück fungiert ein Dual-Core-Chip von Qualcomm mit einer Taktfrequenz von einem Gigahertz. Der Prozessor sorgt für eine weitestgehend flüssige Bedienung, gelegentliche Ruckler lassen sich aber nicht vermeiden - vor allem bei grafisch aufwendigeren Spielen wie Dead Trigger 2 treten sie zutage. Diese lassen sich jedoch zumeist gar nicht installieren, denn das Xperia M bietet nur zwei Gigabyte internen Speicher. Zwar lässt sich dieser per microSD um bis zu 32 Gigabyte erweitern, ein Verschieben von Apps auf die Speicherkarte lässt das Xperia M aber nicht zu. Im Test ließ sich daher etwa Real Racing 3 gar nicht erst installieren. Ein NFC-Chip ist an Bord, für den neuen Mobilfunkstandard LTE ist das Xperia M aber noch nicht ausgelegt.

Sprachqualität, Dual-SIM-Betrieb und Akkulaufzeit

Die Sprachqualität des Xperia M ist befriedigend. Telefonieren Sie mit dem Smartphone, merken Ihre Gesprächspartner sofort, dass Sie von einem Mobiltelefon anrufen. Die eigene Stimme klingt dumpf, die der Gegenseite kommt auf dem Xperia M sehr gedämpft an. Zudem konnte netzwelt im Test ein leichtes Grundrauschen ausmachen. Dafür werden Nebengeräusche gut gefiltert.

Sony Xperia M Dual-SIM-Einstellungen

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In den Einstellungen kann der Nutzer unter anderem auswählen, mit welcher der beiden SIM-Karten er online gehen möchte. (Bild: Screenshot Xperia M dual)

Der Dual-SIM-Betrieb ist ordentlich gelöst, bietet jedoch nur wenige Einstellungsmöglichkeiten. In den Einstellungen kann der Nutzer nur eine bevorzugte SIM-Karte für den Datenverkehr festlegen, eine SIM-Karte aktivieren beziehungsweise deaktivieren und die Karte benennen. Das Abschalten einer Karte zu einem bestimmten Zeitpunkt ist nicht vorgesehen. Telefonate und SMS kann der Nutzer aus der jeweiligen App bequem wahlweise über SIM 1 oder SIM 2 tätigen beziehungsweise versenden.

Beide SIM-Karten sind nicht ständig aktiv, telefoniert der Nutzer auf der einen SIM-Karte, ist er auf der anderen nicht erreichbar, außer er lässt sich die Anrufe an die andere Nummer weiterleiten. Er wird aber auch per SMS über verpasste Anrufe auf der anderen SIM-Karte informiert. Eine Trennung der Kontakte im Adressbuch nach SIM-Karten ist leider nicht möglich.

Der Akku des Xperia M lässt sich leicht wechseln und bietet eine Kapazität von 1.700 Milliamperestunden. Im Durchschnitt sollte der Nutzer damit anderthalb Tage ohne Stromzufuhr auskommen.

Multimedia

Die Kamera auf der Rückseite des Xperia M löst mit fünf Megapixeln auf. Die Bildqualität ist jedoch unterdurchschnittlich. Die Aufnahmen zeigen gerade bei Aufnahmen in Innenräumen ein starkes Farbrauschen und teils sogar Farbstiche. Auch bei ausreichendem Licht wirken die Fotos körnig und wenig detailliert. Das Fotografieren sich bewegender Objekte ist nahezu unmöglich, da der Autofokus sehr langsam arbeitet. Videoclips nimmt das Xperia M mit maximal 720p auf. Die Qualität der HD-Clips ist okay, allerdings zieht die Kamera deutlich sichtbar nach.

Sony Xperia M: Beispielfotos

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Gerade bei Aufnahmen in Innenräumen tritt beim Xperia M oftmals ein starkes Farbrauschen auf. Teilweise waren auf Aufnahmen im Test sogar Farbstiche erkennbar. (Bild: netzwelt)

Wenig Begeisterung kommt auch beim Musikhören auf. Der Lautsprecher übersteuert auf voller Power, reguliert der Nutzer das Volumen jedoch herunter, dann ist der Sound so dünn und leise, dass er kaum zu verstehen ist. Mit angeschlossenen Kopfhörern ist die Lautstärke okay, allerdings klingen Lieder nur gedämpft und teils auch rauschig aus den In-Ear-Kopfhörern. Mit angeschlossenen Kopfhörern kann der Nutzer auch UKW-Radioprogramme empfangen und sie auch über den Lautsprecher wiedergeben. Ein nettes Gimmick am Rande: Beim Betrachten von Fotos und Videos sowie beim Musikhören blinkt die Status-LED unter dem Display passend zum Inhalt.

Sony Xperia M dual

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Das Xperia M gibt es als Dual-SIM oder Single-SIM-Version. Netzwelt hat die Dual-SIM-Variante getestet. (Bild: netzwelt)

Software

Als Betriebssystem fungiert Android 4.1 Jelly Bean (Single-SIM-Version) beziehungsweise Android 4.2 Jelly Bean (Dual-SIM-Version). Ein Update auf Android 4.3 oder neuer ist bislang nicht angekündigt. Sony hat Googles Handy-OS seine eigene Nutzeroberfläche übergestülpt. Sie soll den Nutzer stärker an den Konzern binden und bietet etwa Zugriff auf die Streaming-Dienste Music Unlimited und Video Unlimited, auch der Gaming-Store PlayStation Mobile ist bereits vorinstalliert.

Fazit

Pro Contra
schickes Design kleiner interner Speicher
Display mit brillanter Farbwiedergabe Apps können nicht auf Speicherkarte ausgelagert werden
Kamera liefert schlechte Aufnahmen
schlechter Klang beim Musik hören

Das Xperia M glänzt in seiner Preisklasse mit einem schicken Design, guten Display und ausreichend Rechenpower für Alltagsaufgaben. Die schwache Audioqualiät und die schlechte Bildqualität der Kamera trüben jedoch den Spaß am Sony-Smartphone. Könnte man darüber vielleicht noch angesichts des Preises hinwegschauen, disqualifizieren der kleine interne Speicher und die fehlende Möglichkeit, Apps auf die Speicherkarte auszulagern, das Xperia M endgültig für eine Kaufempfehlung.

Die unverbindliche Preisempfehlung für das Sony Xperia M lautet 249 Euro, inzwischen bietet Sony es aber bereits für 199 Euro an. Im Internet gibt es das Xperia M bereits ab rund 180 Euro zu kaufen. Für die von netzwelt getestete Dual-SIM-Variante Xperia M dual verlangen Online-Händler aktuell knapp 200 Euro.

Alternativen zum Xperia M für rund 200 Euro finden Sie in dieser Kaufberatung von netzwelt. Suchen Sie ein Dual-SIM-Smartphone, hilft Ihnen diese Kaufberatung weiter.

Kommentare zu diesem Artikel

Das Sony Xperia M dual ist ein schickes Dual-SIM-Smartphone mit gutem Display für knapp 200 Euro. Bevor Sie sich jedoch zum Elektronikfachmarkt Ihres Vertrauens aufmachen, um das Sony-Smartphone zu erwerben, lesen Sie den Test. Denn das Modell hat gerade für App-Liebhaber einen entscheidenden Haken.

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  • Jan K. schrieb Uhr
    AW: Sony Xperia M dual im Test: Dual-SIM-Smartphone mit Speichermangel

    @Christian12345 / MKL: Danke für euer Feedback. @Christian: Der Speicher wird vor allem dann knapp wenn du Spiele installierst.

    Grüße aus der Redaktion.
  • MKL schrieb Uhr
    AW: Sony Xperia M dual im Test: Dual-SIM-Smartphone mit Speichermangel

    Ich finde den Klang auch erstaunlich gut. Die Qualität der Fotos ist aber in der Tat mäßig. Ich habe das Telefon nun 4 Monate, immer wieder kommen neue Apps dazu und dennoch habe ich genug Platz im internen Speicher (760MB frei). Preis/Leistung ist top und daher eine klare Kaufempfehlung.
  • Christian12345 schrieb Uhr
    AW: Sony Xperia M dual im Test: Dual-SIM-Smartphone mit Speichermangel

    Guter Artikel und sehr gute Kritik. Bezüglich des Musikklangs kann ich dem Autor nicht zustimmen. Im Vergleich zu anderen Smartphones dieser Preisklasse ist der Sound top! Ein Smartphone ist keine Stereoanlage und über Kopfhörer finde ich den Klang sogar erstklassig.

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Sony Xperia M dual im Test: Dual-SIM-Smartphone mit Speichermangel
Sony Xperia M dual im Test: Dual-SIM-Smartphone mit Speichermangel
Das Xperia M dual glänzt im netzwelt-Test mit seinem schicken Design und guten Display. Für Gamer und App-Liebhaber ist das Modell dennoch nicht zu empfehlen.
http://www.netzwelt.de/news/111881-sony-xperia-m-dual-test-dual-sim-smartphone-speichermangel.html
2013-12-11 11:47:51
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Sony Xperia M dual im Test: Dual-SIM-Smartphone mit Speichermangel