Verwirrung um Samsung-Smartphone

Galaxy Note 3: Fragen und Antworten zu Region-Lock, eFuse und Co.

Samsung stattet das Galaxy Note 3 mit einer Reihe von Sicherheitsfunktionen aus. Die Themen Region-Lock, eFuse und eine Reaktivierungssperre sorgten jedoch für viele Schlagzeilen und Verwirrung. Netzwelt erklärt nachfolgend, was die Mechanismen im Alltag bewirken, was das für den Nutzer bedeutet und wie er sie deaktivieren kann.

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Hinter der Reaktivierungssperre des Note 3 verbirgt sich ein Diebstahlschutz. (Bild: netzwelt)
Hinter der Reaktivierungssperre des Note 3 verbirgt sich ein Diebstahlschutz. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Reaktivierungssperre
  2. 2eFuse
  3. 3Region-Lock/Regionalsperre

Reaktivierungssperre

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Bei der Reaktivierungssperre des Note 3 handelt es sich um eine Art Diebstahlschutz. Der Nutzer kann das Samsung-Smartphone beim Einrichten mit seinem Samsung-Konto verknüpfen. Wird das Note 3 geklaut und zurückgesetzt, kann der Dieb es nicht neu einrichten, denn er wird nach dem Neustart zur Eingabe der Daten des mit dem Gerät verknüpften Samsung-Kontos aufgefordert. Die Reaktivierungssperre lässt sich in den Einstellungen unter Allgemein > Sicherheit wahlweise aktivieren oder deaktivieren.

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eFuse

Zum Thema eFuse im Note 3 gibt es von Samsung noch kein offizielles Statement. (Bild: netzwelt)
Zum Thema eFuse im Note 3 gibt es von Samsung noch kein offizielles Statement. (Bild: netzwelt)

Durch einen eFuse genannten Chip soll es Samsung möglich sein, zu erkennen, ob der Nutzer sein Galaxy Note 3 gerootet hat. Setzt der Nutzer sein System in den Originalzustand zurück und gibt es in die Reparatur, könnte Samsung Garantieansprüche dennoch ablehnen, da das Gerät gerootet und mit fremder Software bespielt wurde, befürchtet der Entwickler Chainfire in einem Beitrag auf Google+.

Andere Experten glauben, dass Samsung den Chip eher in Verbindung mit dem Sicherheitssystem Knox verwendet, das Unternehmensdaten auf Android-Smartphones schützen soll. Aktuell gibt es kein offizielles Statement von Samsung zum Thema eFuse, ob und zu welchen Zweck der Hersteller die Technik einsetzt, bleibt daher ungewiss. Wer sein Note 3 rootet, muss also mit der Gefahr leben, seinen Garantieanspruch zu verlieren. 

Region-Lock/Regionalsperre

Samsung versieht seine Top-Smartphones wie das Galaxy Note 3 mit einem Region-Lock. (Bild: Clove.co.uk)
Samsung versieht seine Top-Smartphones wie das Galaxy Note 3 mit einem Region-Lock. (Bild: Clove.co.uk)

Samsung stattet seit Kurzem die Smartphones Galaxy Note 3, Galaxy Note 2, Galaxy S4, Galaxy S4 Mini und Galaxy S3 in Europa und Nordamerika mit einer Regionalsperre, neudeutsch auch Region-Lock genannt, aus. Diese bewirkt, dass sich in Europa gekaufte Smartphones nur mit einer europäischen SIM-Karte aktivieren lassen. Nutzer befürchteten daraufhin, dass sich mit den Geräten keine lokalen SIM-Karten auf Auslandsreisen mehr nutzen lassen.

Laut Samsung soll dies aber kein Problem sein, vorausgesetzt der Nutzer hat vorab das Gerät einmal mit einer SIM-Karte aus der vorgesehenen Region gestartet. Im Netz gab es dennoch Meldungen, dass europäische Note 3-Modelle den Dienst mit SIM-Karten aus Ägypten und anderen Ländern trotzt korrekter Aktivierung versagten. Ein neues Update soll das Problem nun endgültig beheben: Um die Regional-Sperre zu deaktivieren müssen Nutzer ihr Smartphone im Land, in dem es verkauft wurde, aktivieren und fünf Minuten mit dem Gerät telefonieren.

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