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Lenovo IdeaPad U330 Touch Ultrabook im Test
Mit Touchscreen und Alu-Gehäuse

von Michael Knott
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Zum Preis von knapp 700 Euro schickt Lenovo das IdeaPad U330 Touch ins Rennen. Das Ultrabook bietet sich für Menschen an, die einen Alltagsbegleiter mit guten Eingabegeräten sowie mit Touchscreen suchen. Im Test patzt das IdeaPad jedoch gerade beim Thema Bildschirm.

Ja - beim IdeaPad U330 Touch ließ sich der chinesische Hersteller Lenovo eventuell vom MacBook inspirieren. Beim Design finden sich jedenfalls einige Parallelen. Dafür kostet es nur knapp halb so viel und hat einen 13,3 Zoll großen Touchscreen. Wie sich das Ultrabook im Alltag schlägt, klärt der ausführliche Testbericht.

Lenovo IdeaPad U330 Touch: Sieht auf den ersten, flüchtigen Blick aus wie aus Cupertino. Kostet aber nur halb so viel wie ein Macbook.

Ultrabooks begleiten viele Menschen tagtäglich. Daher sollten sie möglichst nicht zu groß und nicht zu schwer sein. Auch eine gute Tastatur ist wichtig. Wenn dann noch Leistung, Akkulaufzeit und Preis stimmen, fliegen dem mobilen Begleiter die Sympathien automatisch zu. Auf diese Mischung setzt Lenovo beim IdeaPad U330.

Ausstattung und technische Daten

Die Testkonfiguration mit der exakten Bezeichnung "IdeaPad U330 59372367" zum Preis von derzeit knapp 700 Euro verfügt über einen 13,3 Zoll großen Touchscreen mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten. Gegen Aufpreis ist auch ein Full HD-Display erhältlich. Als Prozessor dient dem Testmodell ein Intel Core i5-4200U der Haswell-Generation. Die Taktfrequenz beträgt 1,6 Gigahertz und bis zu 2.3 Gigahertz im Turbomodus.

Die Größe des Arbeitsspeichers misst acht Gigabyte. Hinzu kommt eine herkömmliche 500-Gigabyte-HDD, die zusätzlich über eine 16 Gigabyte große SSD-Partition verfügt. Letztere sollte unter anderem für schnelle Systemstarts und Bootzeiten sorgen. Für die Grafikausgabe zeichnet Intels HD 4400 verantwortlich.

Lenovo IdeaPad U330 Touch im Test

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699 Euro steht auf dem Preisschild des nett anzuschauenden Lenovo IdeaPad U330 Touch. (Bild: netzwelt)

Bei der Begutachtung der Schnittstellen fällt auf, dass Lenovo dem IdeaPad keine LAN-Buchse spendiert. Prinzipiell besteht natürlich die Möglichkeit, diese per USB-Adapter nachzurüsten. Insgesamt stehen drei USB-Ports zur Verfügung, wovon einer Daten nach dem USB 3.0-Standard überträgt. Auch über einen Kartenleser und einen HDMI-Augang verfügt das IdeaPad.

Verarbeitung

Lenovo setzt beim Gehäuse auf Metall - sowohl an der Oberseite als auch beim Boden findet sich kaum Kunststoff. Der Kratztest hinterlässt feine, aber bleibende Narben auf Display-Deckel und Unterboden. Eine gewisse Vorsicht beim alltäglichen Umgang ist also geboten. Das gesamte Gehäuse gibt keinen Laut von sich, wenn man es kräftig hin und her schüttelt - ein gutes Zeichen.

Im Innenraum breitet sich das silberfarbene Aluminium weiter aus. Zusammen mit den schwarzen Tasten ergibt sich der typische MacBook-Look. Zwischen durchgängigem Display-Scharnier und Base-Unit klafft eine bauartbedingte Lücke. Beim netzwelt zur Verfügung gestellten Rezensionsexemplar zeigen sich in diesem Bereich zudem Spaltmaße. Auch eine Gummileiste, die den zugeklappten Touchscreen aufnimmt, ist nicht perfekt angebracht. Die Testkonfiguration bringt 1.668 Gramm auf die geeichte Redaktionswaage.

Spaltmaße zeigen sich im Bereich des durchgängigen Display-Scharniers.

Display

Aufgrund der vergleichbar geringen Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten sind einzelne Pixel mit bloßem Auge auch aus der Entfernung erkennbar. Dies macht sich vor allem bei der Darstellung von Schrift negativ bemerkbar, da oft eine deutliche Treppenbildung zu erkennen ist.

Die Ausleuchtung des 13,3 Zoll (33,78 Zentimeter) großen Touchscreens ist gleichmäßig. Leider lässt die Farbtreue je nach Blickwinkel stark nach. Vor allem in der Horizontalen kommt es schnell zu Farbumkehrungen. Im Freien ist der Einsatz schwierig, da es hier zu störenden Spiegelungen kommt und die Maximalhelligkeit es nicht schafft, diese zu überstrahlen. Die Erkennung von bis zu zehn Fingern gleichzeitig funktioniert tadellos. Berührungen jeglicher Art quittiert die Anzeige jedoch mit sekundenlangem Nachwippen, was die Freude am Touchscreen dämpft.

Eingabegeräte

Die insgesamt 85 Tasten sind beleuchtet und lassen sich auch bei Dunkelheit gut ablesen. Bei manchen Tasten scheint das Licht jedoch an den seitlichen Rändern stärker durch, als bei anderen Tasten. Druckpunkt und Hub sind hervorragend und für Vielschreiber ausgelegt. Deutlich kleiner als der Standard fallen Rück- und rechte Shift-Taste aus.

Knackige Druckpunkte bietet auch das Trackpad. Mit einer Diagonalen von 10,5 Zentimetern bietet es ausreichend Platz. Es versteht sich zudem auf Multitouch-Gesten. Bewegt man etwa zwei Finger nach oben oder unten, blättert man entspannt auf Webseiten oder in Dokumenten. Eine physikalische Unterscheidung zwischen linker und rechter Maustaste besteht nicht. Lediglich eine Markierung weist auf die unterschiedlichen Bereiche hin.

Leistung und Akkulaufzeit

Die Kombination aus Intel Core i5-4200U und interner Intel-Grafik reißt keine Bäume aus. Für die typischen Ultrabook-Anwendungen reicht sie aber locker. Surfen, HD-Videowiedergabe und Spiele aus dem Windows Store - all das bereitet dem Testgerät keinerlei Probleme. Der Leistungsindex unter Windows 8 gibt für die getestete Konfiguration eine Gesamtbewertung von 4,9 Punkten aus. Limitierender Faktor ist die Desktopgrafikleistung.

Gut leben und arbeiten lässt es sich mit den Eingabegeräten. Die Tastatur ist beleuchtet.

Die Datentransferrate wird mit 5,9 Punkten bewertet, gefolgt von Spielegrafik (6,4 Punkte) und Prozessorleistung (6,9 Punkte). Die höchste Teilbewertung erhält mit 7,2 Punkten der Arbeitsspeicher. Unter Cinebench 11.5 schneidet das Lenovo IdeaPad U330 Touch eher unterdurchschnittlich ab: 13,72 Bildwiederholungen in der Sekunde im OpenGL-Test und 2,47 Punkte beim CPU-Test. Unter Cinebench 11.5 erreicht das Lenovo-Ultrabook 16,05 Bildwiederholungen im OpenGL-Test sowie 230 CPU-Punkte. Nach einem Kaltstart vergehen etwa 17 Sekunden, bis das Ultrabook wieder auf Eingaben reagiert - das können andere Laptops wesentlich schneller.

Im typischen Mix aus Surfen, Videowiedergabe und Office-Tätigkeiten verlangt das Testgerät nach etwas mehr als acht Stunden nach einer Steckdose. (Bildschirmhelligkeit im oberen Drittel, WLAN und Bluetooth aktiv, Energiesparprofil "Ausgeglichen"). Ein guter Wert, der nicht zuletzt dem Haswell-Chipsatz zuzuschreiben ist. 

Multimedia und Umwelt

Die im Boden eingelassenen Stereo-Lautsprecher tönen vergleichsweise kräftig. Zur gelegentlichen Musikuntermalung sowie zur Ausgabe von Systemtönen reichen sie vollkommen aus. Wer mehr will, muss Kopfhörer anschließen, da es den Mini-Treibern bauartbedingt an Resonanzraum mangelt.

Selbst im Leerlaufbetrieb ist der Lüfter des U330 Touch oft zu hören. Dafür dreht er unter Volllast nur so weit auf, dass eine normale Bürolautstärke ihn schon übertönt. Oft machen die Innereien wie die Festplatte durch Klickgeräusche auf sich aufmerksam. Zu den Leisetretern unter den aktuellen Ultrabooks gehört das Testgerät daher nicht.

Lenovo IdeaPad U330 Touch im Test

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699 Euro steht auf dem Preisschild des nett anzuschauenden Lenovo IdeaPad U330 Touch. (Bild: netzwelt)

Nach Lösen von zwölf Kreuzschlitz-Schrauben auf der Rückseite erhalten Besitzer Zugang zum Innenleben des Lenovo-Laptops. Komponenten wie HDD und Arbeitsspeicher lassen sich dann austauschen.

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netzwelt
5.9
Lenovo IdeaPad U330
Vorteile
  • Verarbeitung
  • Optik
Nachteile
  • geringe Auflösung
  • Blickwinkel eingeschränkt

MacBook-Klon mit Windows

Das Lenovo IdeaPad U330 Touch ist ein vernünftig ausgestattetes Ultrabook zu einem akzeptablen Preis. Die Verarbeitung ist gut, die Leistung für die meisten Anwender absolut ausreichend. Als störend empfand netzwelt im Test die geringe Bildschirmauflösung, die in Kombination mit den vor allem in der Horizontalen schnell auftretenden Farbumkehrungen zu Punktabzug führt. Auch ist das Gerät für ein Ultrabook vergleichsweise schwer. Mögliche Alternativen finden Sie in diesem Hintergrundartikel auf netzwelt.


Einzelergebnisse
Bereits bei der Auswahl eines Notebooks, Laptops oder Ultrabooks versuchen wir, die unterschiedlichen Anforderungen der Nutzer zu berücksichtigen. Über welches Modell wird gerade im Netz besonders eifrig diskutiert? Wo gibt es gerade ein besonders interessantes Sonderangebot? Zudem greifen wir immer wieder Testanregungen von Nutzern auf, die wir per Leserbrief, über die Sozialen Netzwerke oder über das netzwelt-Forum erhalten. Hier erfahren Sie, wie wir Notebooks testen.
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Design
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Display
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Eingabegeräte
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Leistung
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Ausstattung
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Multimedia
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Einsortierung
Lenovo IdeaPad U330 von Lenovo wurde als Notebook abgelegt. Es befindet sich auch in der Bestenliste "Alle Notebooks. Zusätzlich wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Computer, Testbericht, Notebook, Lenovo, Touchscreen, Laptop, Review, Lenovo IdeaPad, Ultrabook und Lenovo IdeaPad U330 Touch .
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Zum Preis von knapp 700 Euro schickt Lenovo das IdeaPad U330 Touch ins Rennen. Das Ultrabook bietet sich für Menschen an, die einen Alltagsbegleiter mit guten Eingabegeräten sowie mit Touchscreen suchen. Im Test patzt das IdeaPad jedoch gerade beim Thema Bildschirm.

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Lenovo IdeaPad U330 Touch Ultrabook im Test
Lenovo IdeaPad U330 Touch Ultrabook im Test
Das Lenovo IdeaPad bietet einen 13,3 Zoll großen Touchscreen, Metallgehäuse und brauchbare Eingabegeräte. Das alles gibt es zum Preis von knapp 700 Euro. Was das Gerät kann, zeigt der Test.
http://www.netzwelt.de/news/107111-lenovo-ideapad-u330-touch-ultrabook-test.html
2013-10-30 17:28:41
http://img.netzwelt.de/dw320_dh240_sw320_sh240_sx430_sy514_sr4x3_nu0/picture/original/2014/08/lonovo-ideapad-u330-produktbild-114709.png
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