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Asus N750JV im Test: Mattes Multimedia-Schwergewicht
Ab etwa 1.200 Euro

von Michael Knott
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Mit Intel Core i7-CPU, leistungsfähiger Nvidia-Grafik und mattem 17-Zoll-Display empfiehlt sich das Asus N750JV als klassischer Desktop-Ersatz. Im Test hinterlässt es einen guten Eindruck. Nur der Klang bleibt hinter den Erwartungen von netzwelt zurück.

Desktop-Replacement und Entertainer-Talent: Das Asus N750JV ist ein echter Brocken, muss dafür aber weder bei der Ausstattung noch bei der Leistung zurückstecken. Mit einem matten 17-Zoll-Bildschirm, Blu-ray-Laufwerk, Core i7-Prozessor und Nvidia-Grafik ist es auch anspruchsvollen Multimedia-Anforderungen gewachsen. Im Test fand netzwelt dennoch ein paar Schwächen.

Gute Verarbeitung und der großzügige Einsatz von Aluminium bescheren dem Asus N750JV einen Teil der guten Gesamtnote.

Dieses Notebook wird wohl selten in einen Rucksack oder in eine Tasche gesteckt: Mit einem Gewicht von 3.200 Gramm - hinzu kommt ein mächtiges Netzteil mit weiteren 540 Gramm - dürften es die meisten Besitzer nur innerhalb der eigenen vier Wände bewegen. Und genau dafür ist es auch gemacht: Nutzern soll ein vollwertiger Rechner mit ausreichend Leistung für sämtliche anfallenden Aufgaben an die Hand gegeben oder besser gesagt auf den Tisch gestellt werden. Und auch der Spaß soll dabei bitte nicht zu kurz kommen. Online verlangen Händler zum Testzeitpunkt knapp 1.200 Euro für die Konfiguration.

Ausstattung

Beim Testgerät von netzwelt mit der exakten Bezeichnung "Asus N750JV-T4109H" handelt es sich um die Top-Ausstattungslinie. Als Prozessor kommt ein Intel Core i7-4700HQ der Haswell-Generation mit einer Taktfrequenz von 2,4 Gigahertz zum Einsatz. Die Größe des DDR3L-Arbeitsspeichers beträgt acht Gigabyte. Für die Grafikausgabe ist hauptsächlich Nvidias Mittelklasse-GPU GeForce 750M zuständig. Ist diese inaktiv, springt die interne Intel HD Graphics 4600 ein. Als Massenspeicher dient eine HDD mit einer Kapazität von einem Terabyte. Im Auslieferungszustand waren davon rund 900 Gigabyte frei.

Ausreichend bestückt zeigt sich das Asus-Notebook auch bei den Anschlüssen. Links finden Nutzer Strom-, Ethernet-, HDMI-, miniDisplay- sowie zwei USB 3.0-Schnittstellen. Auch der nicht vor Staub geschützte 4-in-1-Kartenleser ist an der linken Flanke untergebracht. Die hintere Seite bleibt anschlussfrei, weiter geht es daher auf der gegenüberliegenden rechten Seite.

Asus N750JV im Test

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Mit umfangreicher Ausstattung und mattem 17-Zoll-Display tritt das Asus N750JV zum Test an. (Bild: netzwelt)

Dort warten zunächst zwei weitere USB 3.0-Ports auf Anschluss. Im Testgerät ist zudem ein Blu-ray-Laufwerk verbaut. Kensington-Lock, Mikrofon-Buchse, SPDIF-Ausgang und ein weiterer Klinkenanschluss zum Verbinden des im Lieferumfang enthaltenen Subwoofers findet man ebenfalls rechts. Das entspiegelte Display mit einer Diagonalen von 17,3 Zoll (43,94 Zentimeter) bietet eine Auflösung von 1.600 x 900 Bildpunkten und beherbergt gleichzeitig auch eine Webcam.

Design und Verarbeitung

Das Asus N750JV versucht sich durch ein umlaufendes silberfarbenes Band optisch von der grauen Notebook-Masse abzusetzen. Deckel und Boden bestehen aus kühlem, eingefärbtem Aluminium und lassen sich etwas eindrücken. Der Kratztest hinterlässt zwar feine, aber bleibende Narben auf der Oberseite. Da Asus das Aluminium aber "durchfärbt", fallen diese nur bei ungünstigem Lichteinfall wirklich auf. Deutlicher springen da schon die Hand- und Fingerabdrücke empfindlich ins Auge. Trägt man den Desktop-Ersatz durch die Wohnung, bleiben am Gehäuse deutlich sichtbare Abdrücke zurück. Diese lassen sich jedoch durch ein Tuch leicht wieder entfernen.

Zum Aufklappen des Displays reicht eine Hand aus. Ist der deutlich spürbare Anfangswiderstand erst einmal überwunden, lässt sich der Notebook-Deckel bis zu einem maximalen Öffnungswinkel von etwa 120 Grad weit aufklappen. Das durchgängige Scharnier hat dabei keinerlei Probleme, die große Anzeige sicher in der gewünschten Position zu arretieren. Selbst wenn der Besitzer den Laptop auf den Knien balanciert und sich dabei stark bewegt, bleibt es in Position.

Der silberfarbene Innenraum des N750JV ist in edles Aluminium gehüllt - Fingerabdrücke sind hier zum Glück nicht sichtbar. Asus nutzt den üppig vorhandenen Raum für ein großzügiges, leicht nach links versetztes Trackpad sowie für einen in die Tastatur eingebundenen Ziffernblock.

Auffallend ist auch der beleuchtete Einschaltknopf auf der rechten Seite, doch ins Auge des Betrachters springt zunächst ein Design-Kniff der Ingenieure: Der hintere Gehäuseteil wird scheinbar komplett von Lautsprecherauslässen eingenommen, die mächtig viel Dampf suggerieren. Dazwischen schraubt der Schriftzug "Audio by Bang & Olufsen ICEpower" die Klangerwartung audiophiler Nutzer weiter in die Höhe. Der Schein trügt jedoch: Die vermeintlichen Lautsprechergitter sind bloß aufgedruckt. Töne spuckt das Testgerät an ganz anderer Stelle aus, aber dazu später mehr.

Wie es sich für einen Desktop-Ersatz gehört: Alle wichtigen Anschlüsse inklusive Kartenleser sind an Bord.

An der Verarbeitungsqualität des Rezensionsexemplars gibt es bis auf den nach Geschmack von netzwelt etwas zu weichen Deckel nichts auszusetzen. Asus hat hier längst einen sehr guten Standard erreicht. Folgerichtig konnte netzwelt auch keine auffälligen Spaltmaße am Testgerät entdecken.

Display

Das Asus N750JV ist ein Multimedia-Notebook mit mattem Display. Schaut man sich in den bekannten Elektronikmärkten um, sind nicht spiegelnde Anzeigen die absolute Ausnahme. Letztere bieten aber den klaren Vorteil, dass sie auch im Freien noch Filmwiedergabe oder Internet-Surfen erlauben. So auch das Asus-Notebook. Die Maximalhelligkeit könnte ein wenig höher liegen, reicht aber aus, sofern die Sonne nicht direkt auf die Anzeige strahlt.

An Kontrast und Farbwiedergabe werden die meisten Besitzer nichts auszusetzen haben - hier sticht das Multimedia-Notebook von Asus weder positiv noch negativ hervor. Gleiches gilt für die Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten. Wer sich etwa bei der Filmwiedergabe lebendigere Farben wünscht, kann dies über die installierte Asus-App "Splendid" schnell und komfortabel erreichen. Sowohl horizontal als auch vertikal fallen die Blickwinkel großzügig aus, bevor es zu störenden Farbumkehrungen kommt.

Tastatur und Trackpad

Viel Platz zum Arbeiten und Spielen finden die Hände vor. Einen sehr guten Eindruck hinterlässt im Test die Tastatur dank ihres angenehmen Hubs, der flüssiges Schreiben ohne lange Eingewöhnungszeit erlaubt. Während sich Excel-Tabellen-Pfleger jedoch über den separaten Ziffernblock freuen, monieren Gelegenheitsspieler die nicht von diesem abgesetzten Pfeiltasten. Im Spiel kann es so leicht vorkommen, dass man in der Hitze des Gefechts den falschen Drücker erwischt. Dafür sind sämtliche 103 Tasten hintergrundbeleuchtet, also auch im Dunkeln leicht zu treffen.

Das Trackpad mit einer Diagonalen von 12,5 Zentimetern versteht sich auf Multitouch-Eingaben und bietet gute Gleiteigenschaften. Rechte und linke Maustaste sind physikalisch nicht voneinander getrennt und lediglich durch eine Markierung unterscheidbar. Im Alltag stellt dies aber aufgrund der großzügigen Abmessungen des Eingabegeräts kein Problem dar. Zum üppigen Lieferumfang gehört auch eine kabelgebundene Maus, die zwar nicht durch hochwertige Materialien, dafür aber mit bloßer Anwesenheit überzeugen kann.

Leistung und Akkulaufzeit

Der verbaute Intel Core i5 4700HQ-Prozessor mit einer Standard-Taktrate von 2,4 Gigahertz erzielt bei der Benchmark-Prüfung gute Werte. Seine Leistung im Zusammenspiel mit den übrigen Komponenten, vor allem mit Blick auf die verbaute Nvidia-Grafik, reicht locker für sämtliche anfallenden Alltagsaufgaben aus. Videowiedergabe in Full HD-Auflösung, Surfen im Netz, einfachere Bildbearbeitung - all das stellt das System vor keine große Herausforderung. Aber auch anspruchsvolleren Multimedia-Aufgaben wie dem Videoschnitt ist die Testkonfiguration gewachsen.

Unter Cinebench 11.5 erzielt das Asus N750JV 6,49 Punkte. Nach Abschluss des OpenGL-Testdurchlaufs gibt das Benchmark-Programm gute 53,23 Bildwiederholungen in der Sekunde an. Der Windows-eigene Leistungsindex attestiert der Testkonfiguration einen Wert von 5,9. Als Bremsklotz erweist sich hierbei die im Vergleich zu einer SSD langsame HDD mit der niedrigsten Teilbewertung. Die übrigen Werte für Prozessor (7,9 Punkte), Arbeitsspeicher (7,9 Punkte), Desktopgrafik (6,8 Punkte) und Spielegrafik (6,8 Punkte) liegen deutlich darüber.

Der Klang enttäuscht - ansonsten hinterlässt das Asus-Notebook einen guten Eindruck im Test.

Die Akkulaufzeit des Multimedia-Notebooks liegt im Mittelfeld. Wer die Energieeinstellungen mit etwas Bedacht wählt, kann im Mischbetrieb (Bildschirmhelligkeit im oberen Drittel, WLAN aktiv, Bluetooth-Verbindung deaktiviert, Energiespar-Profil "Ausgeglichen") mit Laufzeiten zwischen vier und fünf Stunden rechnen. Bei kontinuierlicher Blu-ray-Wiedergabe gingen im Test nach knapp über drei Stunden die Lichter aus.

Multimedia und Umwelt

Zum Lieferumfang des N750JV gehört tatsächlich eine Art Subwoofer. Die zylinderförmige Zugabe wird über einen Extra-Anschluss mit dem Rechner verbunden und sorgt fortan für die Wiedergabe tiefer Frequenzen. Insgesamt kann sich das Asus-Notebook klanglich von anderen Multimedia-Notebooks nur bedingt absetzen. Der kräftige und auch bei Maximallautstärke nicht übersteuernde Ton gelangt über Schlitze an der Gehäusefront ins Freie. Wenn der Laptop auf einem Tisch steht, hat dies eine Dämpfung zur Folge. Hohe Lautstärken bei basslastiger Wiedergabe bringen den leichtgewichtigen Subwoofer schnell an seine Grenzen. Netzwelt hatte sich vom Klang des Asus-Notebooks mehr versprochen.

Abluft gelangt über Öffnungen unterhalb des Displays, vornehmlich über die linke Seite ins Freie. Hier wird der Laptop auch am ehesten warm. Der verbaute Lüfter ist auch im Leerlauf oft deutlich hörbar. Zum Glück sind dem Abluftsystem hohe Frequenzen weitestgehend fremd, sodass sich die Geräuschkulisse beim Videoschauen, Arbeiten und Surfen im Netz meistens im Rahmen hält. Unter Last macht sich der Lüfter spürbarer bemerkbar, bewegt sich aber noch immer im Rahmen des Erträglichen. Nach dem Lösen von 14 Schrauben auf der Gehäuseunterseite erhalten Nutzer Zugang zum aufgeräumten Innenraum des Notebooks. Der Austausch von Komponenten wie Massenspeicher oder Arbeitsspeicher ist dann prinzipiell möglich.

Weitere Testberichte zu Notebooks, Ultrabooks und Convertibles finden Sie an dieser Stelle auf netzwelt.

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netzwelt
7.1
Asus N750JV
Vorteile
  • mattes Display
  • gute Verarbeitung
Nachteile
  • Klang hinter den Erwartungen
  • Gewicht

Entertainer

Mit dem Asus N750JV lässt sich sehr gut arbeiten und auch spielen - wie es sich für ein Multimedia-Notebook gehört. Lob verdient die gute Tastatur, die tadellose Verarbeitung sowie die leistungsfähige Grafik. Trotz Subwoofer und Bang&Olufsen-Technik bleibt der Klang hinter den Erwartungen von netzwelt zurück. Eher selten in dieser Geräteklasse ist ein mattes Display. Wer darauf besonderen Wert legt, kann bedenkenlos beim Asus N750JV zugreifen.


Einzelergebnisse
Bereits bei der Auswahl eines Notebooks, Laptops oder Ultrabooks versuchen wir, die unterschiedlichen Anforderungen der Nutzer zu berücksichtigen. Über welches Modell wird gerade im Netz besonders eifrig diskutiert? Wo gibt es gerade ein besonders interessantes Sonderangebot? Zudem greifen wir immer wieder Testanregungen von Nutzern auf, die wir per Leserbrief, über die Sozialen Netzwerke oder über das netzwelt-Forum erhalten. Hier erfahren Sie, wie wir Notebooks testen.
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Design
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Display
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Eingabegeräte
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Leistung
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Ausstattung
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Multimedia
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Einsortierung
Asus N750JV von Asus wurde als Notebook abgelegt. Es befindet sich auch in der Bestenliste "Alle Notebooks. Zusätzlich wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Computer, Testbericht, Multimedia, Notebook, Asus, Laptop, Review und Ultrabook .
Kommentare zu diesem Artikel

Mit Intel Core i7-CPU, leistungsfähiger Nvidia-Grafik und mattem 17-Zoll-Display empfiehlt sich das Asus N750JV als klassischer Desktop-Ersatz. Im Test hinterlässt es einen guten Eindruck. Nur der Klang bleibt hinter den Erwartungen von netzwelt zurück.

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  • jow schrieb Uhr
    AW: Asus N750JV im Test: Mattes Multimedia-Schwergewicht

    @Zuben: asus console(button links an der box):audio manager : asus maxx audiomaster volle bassregelung-es wäre natürlich noch besser wenn mehrere so kleine basswoxen statt nur einer vorhanden wären,zwecks audioverteilung.
  • Zuben schrieb Uhr
    AW: Asus N750JV im Test: Mattes Multimedia-Schwergewicht

    Kann man die Lautsprecher ersetzen, durch bessere? Ich bin total enttäuscht von den Klangwelten, trotz des mitgelieferten Subwoofer! Verarbeitung war zumindest bei meinem Kauf ,sehr wünschenswert! Verzogenes Gehäuse und das Kombolaufwerk hatte ein sehr hohes Spaltmaß! Mein Fazit: Einmal bisher getauscht und jetzt eingeschickt wegen schlechten Einbau des Kombolaufwerks! Gruß Zuben
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Asus N750JV im Test: Mattes Multimedia-Schwergewicht
Asus N750JV im Test: Mattes Multimedia-Schwergewicht
Das Asus N750JV ist ein gut ausgestattetes Multimedia-Notebook mit kräftigem Prozessor, externer Nvidia-Grafik und guter Tastatur. Unterm Strich hinterlässt es im Test einen guten Eindruck.
http://www.netzwelt.de/news/104881-asus-n750jv-test-mattes-multimedia-schwergewicht.html
2013-10-10 17:44:35
http://img.netzwelt.de/dw320_dh240_sw320_sh240_sx430_sy514_sr4x3_nu0/picture/original/2014/08/asus-n750jv-produktbild-114710.png
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Asus N750JV im Test: Mattes Multimedia-Schwergewicht