Sie sind hier:
 

Apple iPhone 5s im Test
Mehr Komfort und bessere Low-Light-Aufnahmen

von Jan Kluczniok
Share
Tweet
+1
Share
SHARES

Ein Prozessor mit mehr Megahertz, eine verbesserte Kamera und ein bis zwei für kurze Zeit exklusive Software-Funktionen - die "S"-Modelle des Apple-iPhone boten bislang keine spektakulären Neuerungen. Das iPhone 5s ist anders: Fingerabdrucksensor im Home-Button, Prozessor mit 64-Bit-Architektur und eine neue Nutzeroberfläche. Der Test verrät, ob Apple damit die Mobilfunkbranche wieder einmal verändert.

Design und Verarbeitung

Das iPhone 5s gibt es in Silber (Weiß), Spacegrau (Schwarz) und Gold. Aus der Ferne sind iPhone 5 und iPhone 5s, die neue goldene Farbvariante einmal außer Acht gelassen, nicht voneinander zu unterscheiden. Apple hat das 2012 eingeführte Design nahezu komplett für das 2013er-Modell übernommen. Unterschiede gibt es nur im Detail: Statt einer gibt es nun zwei LED-Fotoleuchten neben der 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite. Das hintere Mikrofon ist zudem nun rund und nicht mehr oval.

Ebenfalls neu gestaltet ist der Home-Button. Er besteht jetzt aus lasergeschnittenem Saphirkristall und wird von einem Ring aus Edelstahl umgeben. Das neue Design hat einen Grund: Touch ID. Hierbei handelt es sich um einen Fingerabdruckscanner, mit dem sich das iPhone 5s nur durch Auflegen des Fingers entsperren lässt. Dazu später mehr.

Eine gute Nachricht für alle iPhone 5-Besitzer, die einen Umstieg auf das 5s planen: Die Abmessungen beider Modelle sind identisch. Das heißt, Schutzhüllen und Displayfolien für das iPhone 5 passen auch beim 5s. Ein Neukauf ist also nicht notwendig.

  • Auf den ersten Blick sind die Rückseiten von iPhone 5s und iPhone 5 (rechts) identisch. (Bild: netzwelt)
  • Tatsächlich gibt es Unterschiede: So weist das iPhone 5s neben der Kamera zwei LED-Fotoleuchten auf. (Bild: netzwelt)
  • Das iPhone 5 besitzt nur eine Foto-LED. (Bild: netzwelt)
  • Auch der iPhone-Schriftzug unterscheidet sich: Er ist beim 5s dünner. (Bild: netzwelt)
  • Hier zum Vergleich der Schriftzug beim iPhone 5. (Bild: netzwelt)
  • Auch auf der Frontseite gibt es zwischen iPhone 5s (links) und iPhone 5 Unterschiede. (Bild: netzwelt)
  • Der Home-Button des iPhone 5s ist anders gestaltet... (Bild: netzwelt)
  • ...als der des iPhone 5. (Bild: netzwelt)
  • Die Abmessungen beider Telefone sind dagegen identisch. (Bild: netzwelt)
  • Beide iPhone-Modelle weisen an der Unterseite Lautsprecher, Lightning- sowie Kopfhöreranschluss auf. (Bild: netzwelt)
  • An der rechten Seite befindet sich bei 5s (oben) und iPhone 5 der SIM-Kartenschacht. (Bild: netzwelt)
  • An der Oberseite ist der Power-Button zu finden. (Bild: netzwelt)
  • Links am Gehäuse finden sich die Tasten zur Lautstärkeregelung und zur Sperrung der Display-Ausrichtung. (Bild: netzwelt)

Die Verarbeitung ist wie von Apple gewohnt hochwertig. Langzeittests beim iPhone 5 zeigten jedoch, dass das Aluminiumgehäuse anfällig für Macken und Kratzer ist. Selbst bei vorsichtigen Nutzern hinterließ der Alltag Spuren im Gehäuse. Apple will die Kratzfestigkeit des iPhone 5s verbessert haben. Ein Langzeittest muss zeigen, ob in Cupertino die Hausaufgaben hierzu gemacht wurden.

Hardware: Touch ID

Touch ID nennt Apple den Fingerabdruckscanner im Home-Button des iPhone 5s. Er kann zum Entsperren des Smartphones und/oder Einkaufen im App Store verwendet werden. Er soll die Sicherheit erhöhen und lässt sich nicht so einfach überlisten. Denn der Fingerabdruck wird durch einen Scan unterer Hautschichten ermittelt und nicht aus der Oberhaut. Selbst mit dem abgeschnittenen Finger des Besitzers könnte ein iPhone-Dieb nicht das Smartphone entsperren, berichteten US-Medien vorab stolz.

Dass die Technik aber keine hundertprozentige Sicherheit der Telefondaten gewährt, zeigt die Praxis. Eine Sicherheitslücke in iOS 7 ermöglicht Hackern aktuell, trotz aktivierter Touch ID auf Fotos und Kontakte des Nutzers zuzugreifen. Apple hat bereits ein Bugfix in Aussicht gestellt.

Der Fall zeigt jedoch, Touch ID macht das iPhone nicht zu Fort Knox, sondern ist mehr als Komfortgewinn zu sehen. Beim Entsperren spart der Nutzer jedes Mal mehrere Sekunden und er muss sich ein Passwort weniger merken. Aktiviert der Nutzer Touch ID, werden PIN-Code und Apple ID-Passwort aber nicht gänzlich überflüssig, der Nutzer muss sie trotzdem anlegen für den Fall, dass die Technik einmal versagt.

  • Als Betriebssystem läuft auf dem iPhone 5s iOS 7. (Bild: netzwelt)
  • Das Display misst in der Diagonale unverändert vier Zoll. (Bild: netzwelt)
  • Im Home-Button des iPhone 5s steckt ein Fingerabdruckscanner namens Touch ID. (Bild: netzwelt)
  • Der Scanner kann bis zu fünf verschiedene Fingerabdrücke speichern. (Bild: netzwelt)
  • Touch ID ermöglicht es, das Gerät per Fingerabdruck zu entsperren oder Einkäufe im App Store zu tätigen. (Bild: netzwelt)
  • Die Kamera besitzt nun zwei LED-Fotoleuchten. Eine ist weiß, die andere bernsteinfarben. (Bild: netzwelt)
  • Die beiden Leuchtdioden sollen gemeinsam für eine homogene Ausleuchtung von Motiven sorgen. (Bild: netzwelt)
  • Für Videoaufnahmen bietet die Kamera jetzt auch einen Zeitlupen-Modus. (Bild: netzwelt)
  • Die Kamera-App bietet nun ebenfalls Fotofilter. (Bild: netzwelt)

Die Einrichtung von Touch ID ist schnell erledigt. Der Nutzer muss nur mehrmals den Finger auf dem Home-Button ablegen, rollen und wieder anheben. Nach knapp 30 Sekunden ist der Vorgang dann abgeschlossen und der Finger gescannt. Bis zu fünf Finger können hinterlegt werden, sodass Nutzer nicht immer mit demselben Finger das Telefon entsperren müssen. In der Praxis arbeitet der Scanner sehr zuverlässig. Nur selten erkennt er den Finger nicht. Vor allem Wasser und Schmutz machten Touch ID im Test zu schaffen.

Wer übrigens Angst hat, die NSA oder sonst ein US-Geheimdienst könnte künftig in den Besitz seiner Fingerabdrücke gelangen, den versucht Apple zu beruhigen. Die Daten werden nicht auf den Servern des Herstellers gespeichert, sondern nur in einem abgetrennten Teil des A7-Prozessors. Die Antworten auf die dringendsten Fragen zu Datenschutz und Sicherheit bei Touch ID hat netzwelt hier für Sie zusammengestellt.

Hardware: A7- und M7-Chip

Apple stattet das iPhone 5s mit einem A7 genannten Prozessor aus. Es ist der erste Smartphone-Prozessor mit einer 64-Bit-Architektur. Diese könnte es in Zukunft ermöglichen, aufwendige und stark Arbeitsspeicher-intensive Anwendungen auf dem Smartphone laufen zu lassen. Aktuell bringt sie aber nur wenig, da bis auf die Apple-eigenen Apps alle Anwendungen noch auf einer 32-Bit-Architektur basieren.

  • Das iPhone 5s kommt Apple-typisch in einem weißen Pappkarton in den Handel. (Bild: netzwelt)
  • Nur an der schematischen Darstellung auf dem Karton und dem Schriftzug ist zu erkennen, dass es sich hierbei um das neue iPhone handelt. (Bild: netzwelt)
  • Öffnet der Nutzer den Karton, erblickt er sofort das iPhone 5s. (Bild: netzwelt)
  • Dabei fällt direkt der neu gestaltete Home-Button ins Auge. Er besitzt nun einen Touch ID genannten Fingerabdruckscanner. (Bild: netzwelt)
  • Im Lieferumfang befinden sich Netzteil, Datenkabel, Kurzanleitung und EarPods. (Bild: netzwelt)
  • Mit der ebenfalls beiliegenden Nadel lässt sich der SIM-Kartenschacht öffnen. (Bild: netzwelt)
  • Nutzer benötigen eine Nano-SIM-Karte für das iPhone 5s. (Bild: netzwelt)

In Benchmarks deutet das iPhone 5s aber sein Potenzial an. Für das Browserbenchmark Sunspider brauchte der A7 nur durchschnittlich 409 Millisekunden - zum Vergleich: Das Samsung Galaxy S4 braucht 871,6 Millisekunden.

Dem A7 zur Seite steht ein Co-Prozessor namens M7. Er ist für die Erfassung von Bewegungsdaten von Beschleunigungssensor, Gyrosensor und Kompass verantwortlich. Diese soll er Fitness- und Navigationsapps zur Verfügung stellen und dabei den Akku schonen. Ob der M7 spürbare Verbesserungen bei der Laufzeit bringt, muss ein Langzeittest zeigen.

Hardware: Retina-Display

Das Display misst wie beim iPhone 5 in der Diagonalen vier Zoll und löst mit 1.136 x 640 Pixeln auf. Dies ergibt eine Pixeldichte von 326 Pixeln per Inch (ppi) oder einfacher gesprochen: ein gestochen scharfes Bild. Apple spricht hier von einer Retina-Auflösung. Die Auflösung ist so hoch, dass das menschliche Auge keine einzelnen Pixel mehr wahrnehmen kann.

Das iPhone-Display gehört ohne Frage zu den besten Smartphone-Displays am Markt. Begeisterungsstürme mag es aber im Test nicht mehr entfachen. War das iPhone-Display bis 2011 noch deutlich schärfer als das seiner Konkurrenten, übertreffen diese trotz größeren Bildschirms mittlerweile die Retina-Pixeldichte um Längen: Das HTC One bietet etwa bei einer Bilddiagonalen von 4,7 Zoll eine Pixeldichte von 468 ppi.

Hardware: Speicher, LTE und Co.

Fans des neuen Mobilfunkstandards Long Term Evolution (LTE) können sich freuen. Während Apple im iPhone 5 den schnellen mobilen Datenfunk nur eingeschränkt im Netz der Deutschen Telekom unterstützte, ist das iPhone 5s kompatibel zu allen drei deutschen LTE-Netzen. Zum Marktstart können aber nur Telekom- und Vodafone-Kunden den LTE-Schalter in den Systemeinstellungen umlegen, das O2-Netz wird zwar technisch unterstützt, Apple hat dies aber noch nicht in den ersten Release von iOS 7 eingebunden. Mit dem nächsten Software-Update dürften dann aber auch O2-Kunden in den Genuss von LTE auf dem iPhone kommen.

iPhone 5S und iPhone 5C unterstützen vorerst LTE in Deutschland nur im Netz der Telekom und Vodafone. Technisch ist das O2-LTE-Netz aber ebenfalls kompatibel.

Wer sein iPhone aus dem Ausland importiert, sollte zudem auf die Modellnummer achten: Apple verkauft weltweit insgesamt fünf verschiedene Ausführungen des iPhone 5s, die sich in den unterstützten LTE-Frequenzen unterscheiden. Importgeräte aus den USA oder Asien sind daher in der Regel nicht kompatibel mit deutschen LTE-Netzen.

Der Speicher des iPhone 5s lässt sich Apple-typisch nicht erweitern. Der Hersteller aus Cupertino bietet das Smartphone wie gehabt wahlweise mit 16, 32 oder 64 Gigabyte großem internen Speicher an. Eine 128-Gigabyte-Ausführung wie beim Tablet-PC iPad gibt es nicht. Einen NFC-Chip weist das iPhone 5s ebenfalls nicht auf.

Sprachqualität und Akkulaufzeit

In Sachen Sprachqualität gibt es beim iPhone 5s nichts zu meckern. Im Test waren Gesprächspartner klar und deutlich zu verstehen und klangen natürlich. Nebengeräusche wurden effezient gefiltert, ohne dass dies die Sprachqualität beeinträchtigte. Aussetzer gab es im Freisprechmodus nicht.

Das iPhone 5s verfügt über eine wiederaufladbare Lithium-Ionen-Batterie. Zur Kapazität des Akkus macht Apple traditionell keine Angaben. Dem US-Reparaturdienst iFixit zufolge beträgt sie 1.560 Milliamperestunden und fällt damit leicht höher aus als beim iPhone 5 (1.440 Milliamperstunden). Da das Testgerät erst wenige Stunden in der Redaktion ist, kann netzwelt noch keine Aussagen zur Akkulaufzeit treffen. Sie werden nach einem Langzeittest nachgereicht.

Laut Apple soll eine Akkuladung für bis zu zehn Stunden Telefonieren in einem 3G-Netz, bis zu zehn Stunden Surfen im Internet und bis zu zehn Stunden Videowiedergabe reichen. Wechseln kann der Nutzer den Akku nicht, er ist fest verbaut.

Multimedia

Das iPhone 5 gehört nach wie vor zu den besten Kamera-Smartphones. Kein Wunder, dass Apple beim iPhone 5s also nur kleinere Änderungen an der iSight genannten Hauptkamera vorgenommen hat. Statt mehr Megapixel setzt Apple auf eine verbesserte Bildqualität bei schwachen Lichtverhältnissen. Ein Problem aktueller Smartphone-Kameras, dem sich bereits Nokia (optischer Bildstabilisator) und HTC (größere Pixel) auf unterschiedliche Weise angenommen haben.

Apple wählt den HTC-Weg und vergrößert beim iPhone 5s die Megapixel. Statt wie üblich 1,4 Mikrometer messen diese beim iPhone 5s 1,5 Mikrometer. Bei HTCs Ultrapixel-Kamera sind die Pixel zwei Mikrometer groß, dafür beträgt die Bildauflösung auch nur vier Megapixel. Zusätzlich hat Apple die Blende der Kamera vergrößert von F2.4 auf F2.2, sodass mehr Licht zum Sensor dringen kann.

  • Das HTC One liefert im Redaktionskeller nur eine verrauschte Aufnahme. (Bild: netzwelt)
  • Heller aber immer noch total verrauscht - diese Aufnahme wurde mit dem iPhone 5 gemacht. (Bild: netzwelt)
  • Kein Rauschen und deutlich besser ausgeleuchtet - diese Aufnahme stammt vom iPhone 5s. (Bild: netzwelt)
  • Kein Rauschen und natürlicherer Farben: Das Lumia 1020 entscheidet den Low Light-Wettkampf knapp für sich. (Bild: netzwelt)

Des Weiteren verfügt das iPhone 5s nun über eine Dual-LED-Fotoleuchte. Apple nennt die Technik "True Tone"-Blitz. Die beiden LEDs besitzen unterschiedliche Farben (Weiß und Bernstein). Durch Variation von Farben und Intenstität des Lichts sollen sich daraus bis zu 1.000 verschiedene Farbkombinationen ergeben. Je nach Motiv und Lichtsituation wählt die iSight-Kamera die passende Kombi aus. In den Aufnahmen soll sich dies durch realistischere Farbkombinationen ergeben.

Was liefern diese Änderungen in der Praxis? Die Low-Light-Qualität des iPhone 5s hat sich deutlich verbessert (s. Mediengalerie). Bei einem Vergleichsfotoshooting im Keller der Redaktion lieferte das iPhone 5s mit eingeschaltetem True Tone-Blitz noch ein weitestgehend klares und schönes Bild, wo das iPhone 5 selbst mit Blitz nur eine stark verrauschte Aufnahme zustande brachte. Im Testszenario konnte lediglich das Lumia 1020 dem iPhone 5s die Stirn bieten, das HTC One hatte klar das Nachsehen.

Bei normalen Lichtverhältnissen liefert das iPhone 5s mit True Tone-Blitz ebenfalls bessere Aufnahmen. Der Blitz sorgt insgesamt für eine homogenere Ausleuchtung der Szenen, die Farben wirken aber teils einen Tick zu kräftig. Ohne Blitz unterscheiden sich die Bilder von iPhone 5s und iPhone 5 lediglich in Nuancen.

Verbessert hat Apple auch die Videofunktionen des iPhone 5s: Diese bietet nun die Möglichkeit, in Zeitlupe aufzunehmen. Der Effekt kommt auf dem iPhone-Display dabei voll zum Tragen und machte im Test Spaß. Am PC wird der Clip aber leider mit normaler Geschwindigkeit wiedergegeben. Um den Zeitlupen-Effekt zu erhalten, können Sie die App TruSloMo verwenden. Eine Anleitung um die Clips auf den PC zu exportieren, finden Sie hier.

Software

Das iPhone 5s wird natürlich mit iOS 7 ausgeliefert - der aktuellen Version von Apples Betriebssystem für iPhone, iPad und iPod touch. Sechs Jahre nach dem ersten iPhone führt der Hersteller aus Cupertino nun bei diesem eine neue Design-Sprache ein. Apple setzt künftig auf ein "Flat UI". Icons, Buttons und Symbole sind ab iOS 7 zweidimensional und auf die wesentlichen Umrisse reduziert. Schmuck-Elemente wie etwa das Bücherregal beim Zeitungskiosk wurden entfernt.

Flache Nutzeroberflächen liegen im Trend. Microsoft hat es mit Windows 8 vorgemacht, Apple macht es nun bei iOS 7 nach. Chef-Designer Jonathan Ive dürfte dabei jedoch nicht jedermanns Geschmack getroffen haben. Apples iOS wirkt trotz aller Einfachheit viel verspielter als Windows Phone oder die ebenfalls im "Flat-Design" gestaltete Nutzeroberflächen des PRADAphone by LG 3.0. Dies liegt an der äußerst farbenfrohen Gestaltung. Diese korrespondiert zwar gut mit dem ebenfalls bunten Design des Schwestermodells iPhone 5c, beim iPhone 5s wirkt sie dagegen eher aufgesetzt.

Während das neue Design Geschmackssache ist, gibt es beim Bedienkonzept keine zwei Meinungen. iOS bleibt auch in der Version 7 intuitiv und eingängig. Das neue Kontrollzentrum und die Benachrichtungsleiste sorgen sogar für noch mehr Komfort und machen etwa eine Taschenlampen-App überflüssig.

Allerdings ist iOS langsam der Zahn der Zeit anzumerken. Der Home-Button hat mittlerweile vier Einsatzzwecke: Siri, Touch ID, Wechsel zur Multitasking-Ansicht und Zurück zum Startbildschirm. Welche Funktion der Nutzer aufruft, hängt nicht nur vom Kontext ab, sondern auch davon, wie lange er mit dem Finger auf dem Home-Button verweilt. Ungewollt kann da des Öfteren einmal der Sprachassistent aufgerufen werden.

Gleiches gilt für das Kontrollzentrum. Es wird mit einem Fingerwisch vom unteren Bildschirmrand aufgerufen. Surft der Nutzer im Netz, ruft er beim Scrollen auf Webseiten mitunter öfters versehentlich die Kommandozentrale auf. Das nervt. Besonders bullige Schutzhüllen verhinderten im Test zudem das Aufrufen des Kontrollzentrums. Einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen von iOS 7 finden Sie hier.

Exklusive Funktionen für das iPhone 5s gibt es bei iOS 7 nicht. Käufer eines iPhone 5s erhalten aber die Apps: Pages, Numbers, iMovie, Keynote und iPhoto gratis und sparen so rund 30 Euro. Apple reagiert hiermit offenbar auf Microsoft, das in sein Handy-OS Windows Phone eine kostenlose Office-Version integriert hat.

Preis und Verfügbarkeit

Das Apple iPhone 5s ist ab sofort in Deutschland erhältlich. Nutzer haben die Wahl zwischen den Farben Silber, Spacegrau und Gold. Die unverbindliche Preisempfehlung von Apple lautet 699 Euro für die 16 Gigabyte-Version, 799 Euro für die 32 Gigabyte-Version und 899 Euro für die 64-Gigabyte-Version. Subventioniert kann das iPhone 5s bei den Mobilfunkanbietern Deutsche Telekom, Vodafone und O2 erworben werden, die Preise finden Sie hier.

Aktuelle Preise
Shop Preis Bewertung
Neu ab 765,00 €
Keine Bewertung
Gebraucht ab ?
Keine Bewertung
netzwelt
7.8
Apple iPhone 5S
Vorteile
  • kompakt gebaut
  • Fingerabdruckscanner beschleunigt entsperren
  • flotter 64-Bit-Prozessor
  • tolle Kamera
Nachteile
  • kleines Display
  • Speicher nicht erweiterbar
  • Akku fest verbaut
  • Nano-SIM-Karte

Eines der besten, aber nicht das beste.

Das iPhone 5s liefert unter Low-Light-Bedingungen bessere Bilder als das iPhone 5. Touch ID macht Nutzern den Alltag leichter. Das macht das iPhone 5s zum derzeit besten iPhone. Aber ist es auch das beste Smartphone? Nein. Es ist eines der besten. Lohnt sich der Umstieg vom iPhone 5? Nur, wenn Sie LTE auch im Vodafone- oder O2-Netz nutzen wollen.


Einzelergebnisse
Smartphones sind Gebrauchsgegenstände. Statt Leser mit Zahlen zu überschütten, haben wir uns für ein praxisnahes Testschema entschieden. Ziel ist es Stärken und Schwächen des Geräts zu ermitteln und eine Einschätzung zu geben, für welche Art von Nutzer das Smartphone geeignet ist. Unsere Wertung setzt sich aus fünf Einzelwertungen ("Design und Verarbeitung", "Ausstattung, Leistung und Bedienung", "Sprachqualität und Akkulaufzeit und "Multimedia") zusammen. Die Gesamtnote ergibt sich aus den Einzelnoten, der Tester kann jedoch eine Auf- beziehungsweise Abwertung um eine Note vornehmen. Falls eines der Kritieren im Vergleich mit anderen Geräten besonders herausragend ist.
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
Design und Verarbeitung
7
Ausstattung und Bedienung
8
Sprachqualität
9
Akkulaufzeit
6
Multimedia
8
Einsortierung
Apple iPhone 5S von Apple wurde als Smartphone abgelegt. Das Produkt wurde in die Smartphone-Bestenlisten Die besten Kamera-Smartphones und Die besten Smartphones 2014 aufgenommen. Zusätzlich wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Mobile, Testbericht, Apple iPhone, Handy, Apple, Smartphone, Kurztest, Apple iOS, Review, Apple iPhone 5S und Apple iOS 7 .
Kommentarfunktion derzeit deaktiviert