Kompaktkamera und Smartphone in einem

Nokia Lumia 1020 im Test: Smartphone mit 41-Megapixel-Kamera

Das Nokia 808 PureView begeisterte Fotografen mit seiner 41-Megapixel-Kamera. Als Smartphone war es im Alltag aber wegen seines klobigen Gehäuses und des in die Jahre gekommenen Symbian-Systems nur bedingt zu gebrauchen. Das Lumia 1020 paart nun die Kamera des 808 mit dem modernen Handy-OS Windows Phone 8 verpackt in einem schlankeren Design. Der Test verrät, ob Nokia damit die perfekte Mischung aus Smartphone und Kompaktkamera schafft.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Design und Verarbeitung
  2. 2Hardware
  3. 3Sprachqualität und Akkulaufzeit
  4. 4Multimedia
  5. 5Software
  6. 6Zubehör
  7. 7Fazit

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Design und Verarbeitung

Das Lumia 1020 ist im typischen Lumia-Design gehalten. Das bedeutet: ein Unibody-Gehäuse aus Polycarbonat im Bauklotz-Look. Das Display geht wie beim Lumia 800 nahtlos in die Kunststoffhülle über, sodass das Lumia 1020 wie aus einem Guss gefertigt wirkt. Die Rückseite ist im Vergleich zum Lumia 920 gerade und nicht gewölbt. Typisch für die Lumia-Reihe ist das 1020 in zahlreichen Farben erhältlich. In Deutschland haben Nutzer die Wahl zwischen Weiß, Gelb und Schwarz.

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Die Unterseite weist als Besonderheit eine Befestigung für eine Schlaufe auf. Etwas ungünstig platziert ist der SIM-Kartenschacht. Er befindet sich Lumia-typisch an der Oberseite und muss durch einen Nadelstich in ein kleines Loch geöffnet werden. Dieses Loch ähnelt aber frappierend dem Mikrofon, das Nokia in unmittelbarer Nähe platziert. Ein Nadelstich an der falschen Stelle, und das Lumia 1020 ist ein Fall für den Kundenservice Nokia Care.

Unboxing Nokia Lumia 1020

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Wer das Nokia 808 kennt, der dürfte beim Anblick des Lumia 1020 aus dem Staunen kaum herauskommen. Zwar steht auch beim neuen 41-Megapixel-Smartphone von Nokia die Kamera deutlich aus dem Gehäuse hervor, im Vergleich zum 808 ist das Lumia 1020 aber äußerst schlank: An der dicksten Stelle misst das Lumia 1020 nur noch 10,4 Millimeter, das 808 war 13,9 Millimeter dick. In der Hosentasche trägt das Lumia 1020 damit zwar noch etwas auf, daran hat sich der Nutzer aber schnell gewöhnt, sodass einem Transport in der Jeans nichts im Wege steht. Dafür sorgt auch das geringe Gewicht. Das Lumia 1020 wiegt nur noch 158 Gramm - 11 Gramm weniger als das 808 PureView.

Die hervorstehende Kamera stört aber immer dann, wenn der Nutzer das Smartphone auf einem Tisch oder einer anderen Oberfläche ablegt. Hier liegt das 1020 nicht plan auf, sodass es wackelt, wenn der Nutzer es bedient. Dafür ist das Lumia 1020 eines der wenigen Smartphones, die der Nutzer auch Hochkant auf einem Tisch abstellen kann.

Wenn das Lumia 1020 geschüttelt wird, ist unweigerlich ein Klackern zu hören. Hat Nokia etwa vergessen, im Inneren des Smartphones alle Schrauben festzuziehen? Keine Sorge - Chips, Antennen und Speicherriegel sind allesamt festgezurrt, das Klackern stammt von der Kameraoptik, die beweglich gelagert ist. Durch diese Lagerung werden Bewegungen der Hand ausgeglichen und die Gefahr verwackelter Aufnahmen minimiert. Nokia weist auf einem beigelegten Zettel extra noch einmal darauf  hin.

An der Verarbeitung gibt es also insgesamt wenig zu meckern: Das Polycarbonat-Gehäuse lässt sich anders als beim Lumia 925 nicht eindrücken, die aus Keramik gefertigten Tasten wirken äußerst solide, und das Gehäuse lässt nicht so schnell Kratzer erkennen. Die Haptik des Kunststoffs ist deutlich hochwertiger als etwa bei Samsungs Galaxy-Modellen. Rutschfest ist aber das Lumia 1020 nicht, besonders die Seiten des Gehäuses sind glatt. Vor allem wenn der Nutzer das Smartphone aus der Hosentasche zieht, gleitet es leicht aus den Fingern.

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