Windows 8.1-Tablet für unter 300 Euro

Toshiba Encore im Kurztest: Kompaktes Windows 8.1-Tablet für 299 Euro

Nach Acer präsentiert auch Toshiba ein handliches Tablet im 8-Zoll-Format mit vollwertigem Windows. Im Rahmen der IFA in Berlin konnte netzwelt das Toshiba Encore, das zum Marktstart bereits mit Windows 8.1 ausgeliefert wird, kurz testen. Das Tablet, das noch über einen "geheimen" Intel-Prozessor verfügt, hinterließ dabei einen guten Eindruck und soll weniger als 300 Euro kosten.

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Toshiba Encore - Toshiba stellte den Tablet-PC mit dem Namen Encore erstmalig auf der IFA in Berlin vor. (Bild: Toshiba)
Toshiba stellte den Tablet-PC mit dem Namen Encore erstmalig auf der IFA in Berlin vor. (Bild: Toshiba)
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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Das steckt drin
  2. 2So fühlt es sich an
  3. 3Netzwelt meint

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Handliche Windows-Tablets bieten sich zum Beispiel für Schüler, Studenten und Pendler an. Alle Programme, die der Nutzer vom heimischen Desktop oder vom Notebook her kennt, laufen ohne Einschränkungen auch auf dem Tablet. Dies gilt allerdings nur, wenn auf dem Tablet Windows 8 und nicht etwa Windows RT installiert ist. Auf dem ganz neuen Toshiba-Tablet mit dem noch nicht offiziellen Namen "Encore" wird zum Marktstart bereits Windows 8.1 installiert sein. 

Das steckt drin

Besonders interessant ist die Preisgestaltung. Eine offizielle unverbindliche Preisempfehlung für den deutschen Markt steht zwar noch aus, jedoch sprachen die Toshiba-Verantwortlichen auf der IFA gegenüber netzwelt von 299 Euro. Dann verfügt das Toshiba Encore bereits über einen 64 Gigabyte großen Flashspeicher, zwei Gigabyte Arbeitsspeicher, GPS und Bluetooth. 

Bei den Anschlüssen kann die Neuvorstellung einen Micro-USB-Port, Kopfhörereingang, HDMI-Ausgang sowie einen Schacht für microSD-Karten vorweisen. Zwei eingebaute Digitalkameras, deren Sensoren mit jeweils zwei und acht Megapixeln auflösen, gehören ebenfalls zur Serienausstattung. Das Toshiba Encore ist Skype-zertifiziert, eine entsprechende App ist ab Werk ebenso installiert wie Microsoft Office Home & Student. Eventuell wird später im Jahr noch eine Variante mit eingebautem UMTS-Modem folgen. 

Das Display mit einer Diagonalen von acht Zoll (20.32 Zentimeter) verfügt nicht über ein klassenübliches IPS-, sondern über ein HFFS-Panel. Im kurzen Test von netzwelt wurden Farben sehr natürlich dargestellt. Auch die Helligkeit, soweit die Beurteilung unter Messebedingungen dies zulässt, hinterließ einen guten Eindruck. Die möglichen Blickwinkel auf die Anzeige, bevor es zu Farbverfälschungen kommt, stehen denen eines IPS-Panels in nichts nach. Die Auflösung beträgt 1.280 x 800 Bildpunkte.

Rätselraten gibt es beim Prozessor. Fest steht, dass es sich um eine Intel Atom-CPU der neuesten Generation handelt. Da der im Toshiba Encore verbaute Chip jedoch so neu war, dass er von Intel noch nicht offiziell vorgestellt wurde, fehlt die exakte Bezeichnung. Im Test von netzwelt kam es zu kleineren Rucklern, etwa immer dann, wenn man etwas schneller in der Kachelansicht von Windows 8 blätterte. Dieser Umstand wird jedoch dem Vorserienmodell des Tablets geschuldet sein und ist höchstwahrscheinlich nicht dem Prozessor anzukreiden. 

So fühlt es sich an

Beim Gehäuse verarbeitet der japanische Hersteller überwiegend Kunststoff. Die Verarbeitungsqualität ist dem ersten Eindruck nach gut, auffällige Spaltmaße konnte netzwelt selbst am Vorseriengerät nicht entdecken. Beim Biegen des Gehäuses entstanden jedoch Knackgeräusche. Dank des 8-Zoll-Formats und Abmessungen von 213 x 136 x 10,68 Millimetern liegt das Tablet gut in der Hand. Das Umgreifen mit einer Hand ist ebenfalls problemlos möglich, auch wenn das Toshiba-Gerät deutlich dicker als etwa Apples iPad mini ist. Die Bedienung mit einem Stift, wie sie Modelle von Samsung bieten, ist für das Encore leider nicht vorgesehen. 

Wann genau das Encore auf den Markt kommt, konnte Toshiba noch nicht sagen. Lediglich eine offizielle Vorstellung "m vierten Quartal" steht fest. Die Veröffentlichung von Windows 8.1 ist für Ende Oktober angesetzt. Daher ist mit einem Verkaufsstart des Toshiba-Tablets zu Beginn des Novembers zu rechnen.

Toshiba Encore

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Netzwelt meint

Erst Acer, jetzt Toshiba - das Encore und das Acer W3 werden auf lange Sicht mit Sicherheit nicht die einzigen Windows-Tablets im 8-Zoll-Format bleiben. Denn das kompakte Einhand-Format, gepaart mit dem vollwertigen Microsoft-Betriebssystem bietet viele Vorteile. So lassen sich etwa unterwegs ganz bequem Texte, Tabellen und Webseiten bearbeiten, Skype-Telefonate führen oder Multimedia-Inhalte genießen, die auf dem heimischen Rechner fortgeführt werden. Am Toshiba Encore ist zusätzlich auch der Preis interessant, der mit den anvisierten 299 Euro noch einmal unter dem des Konkurrenten von Acer liegt. 

Einen Kurztest zum vergleichbaren Acer W3 finden Sie an dieser Stelle auf netzwelt. Weitere Neuheiten der diesjährigen IFA hat netzwelt hier veröffentlicht.

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