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Asus MeMO Pad FHD 10 LTE im Test (ME302KL)
Mit Qualcomm-Prozessor

von Michael Knott
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Asus lockt mit dem MeMO Pad 10 vor allem budgetbewusste Käufer an. Derzeit geht das Android-Tablet mit zehn Zoll großem Display für etwa 350 Euro über die Ladentheke. Etwa 100 Euro mehr kostet die an dieser Stelle getestete, brandneue LTE-Version, die auch mit einem anderen Prozessor daherkommt. Wie sich das Tablet in der Praxis schlägt, verrät der ausführliche Testbericht.

Auch wenn der schwarze Rahmen etwas dick erscheint: Das Asus MeMO Pad FHD 10 ist eine gefällige Erscheinung. Als Gehäuse-Material kommt jedoch ausschließlich Kunststoff zum Einsatz. (Quelle: Asus)

Anstelle einer Atom-CPU von Intel findet sich im Testgerät ein Qualcomm Snapdragon S4 Pro-Chipsatz mit einer Taktfrequenz von 1,5 Gigahertz. Neben dieser Tatsache und natürlich dem verbauten LTE-Modem unterscheidet sich das Testgerät nicht von der reinen WLAN-Variante, die der taiwanische Hersteller bereits auf der Computex in Taipeh erstmalig präsentierte.

Ausstattung

Zum Preis von derzeit etwa 450 Euro ist das MeMO Pad FHD 10 LTE sehr gut ausgestattet, gerade mit Blick auf den Platzhirsch aus dem Apple-Lager. Das Testgerät mit weißer Rückseite verfügt über zwei Kameras, die mit 1,2 beziehungsweise 5,0 Megapixeln auflösen. Das Display mit einer Diagonalen von 10,1 Zoll im 16:10-Format bietet eine Auflösung von 1.920 x 1.200 Bildpunkten.

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Das MeMO Pad FHD 10 mit eingebautem LTE-Modem gibt es zu Preisen von derzeit etwa 450 Euro. (Bild: netzwelt)

Zahlreiche Sensoren erleichtern die Bedienung im Alltag. Unter anderem stecken Lage- und Helligkeitssensor und ein elektronischer Kompass im Android-Tablet. Praktisch: Neben dem LTE-Modem steht auch ein GPS-Modul auf der Ausstattungsliste. Anschlussseitig finden sich Mikrofon, Kopfhörer-Eingang und Micro-USB-Port am MeMO Pad.

Lieferumfang

Im kompakten Karton findet sich neben einer Schnellstart-Anleitung noch ein USB-Kabel, das Netzteil und ein separat verpackter gebogener Draht. Letzterer dient dem Öffnen des SIM-Kartenschachtes. Nett: Ein Teil der Verpackung lässt sich als Tablet-Stütze verwenden. Das U-förmige Plastik, das auch dem Modell MeMO Pad 7 beiliegt, ist zwar nicht sonderlich robust, erfüllt aber seinen Zweck.

Verarbeitung

Kein Grund zum Naserümpfen: Das MeMO Pad FHD 10 LTE besteht zwar vollständig aus Kunststoff, ist aber sehr gut verarbeitet. Hässliche Spaltmaße finden sich keine, im Gegenteil: Die beiden Gehäusehälften sind vorbildlich miteinander verbunden und gehen eine solide Einheit ein. Dennoch reicht das Anfassgefühl nicht an das von Metall-Tablets heran.

Verwindet man das Testgerät mit den Händen, sind leichte, aber unbedenkliche Knack-Geräusche zu hören. Schüttelt man das MeMO Pad kräftig hin und her, gibt es keinen Mucks von sich. Ein gutes Zeichen.

Die Rückseite der weißen LTE-Variante ist im Gegensatz zur reinen WLAN-Variante glatt. Zudem kommt ein Qualcomm-Chip an Stelle einer Intel-CPU zum Einsatz.

Asus überließ netzwelt für diesen Test die LTE-Variante mit weißer Rückseite. Der Hersteller nennt diese Farbversion "Crystal White". Im Gegensatz zur "Midnight Blue"-Version glänzt die weiße Rückseite aber stark - und zieht daher Fingerabdrücke an. Wir raten daher eher zur blauen Version, die höchstwahrscheinlich weniger Pflege bedarf. Der Kratztest hinterließ feine bleibende Narben am Gehäuse. Etwas Umsicht beim Verstauen im Rucksack oder Tasche ist daher geboten. Mit Abmessungen von 263,6 x 181,3 x 9,9 Millimeter und einem Gewicht von 577 Gramm liegt das Tablet gut in den Händen.

Display

Wie die meisten anderen Hersteller verbaut Asus beim MeMO Pad FHD 10 ein IPS-Panel. Daher fallen die Blickwinkel auf die Anzeige sehr großzügig aus. Zu Farbverfälschungen kommt es erst, wenn der Nutzer aus unnatürlichen Winkeln auf den Monitor blickt.

Die gute Auflösung von 1.920 x 1.200 Bildpunkten führt zu einer scharfen Bilddarstellung. Einzelne Bildpunkte sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen, auch der gefürchtete Treppen-Effekt bei Darstellung von Schrift bleibt aus, sofern man mit der Nasenspitze nicht bereits das Display berührt. Keine Schnitzer leistet sich der 10-Zöller auch bei Kontrast und Farbdarstellung.

Wie bei fast allen Konkurrenz-Tablets spiegelt auch der Monitor des Testgerätes. Dreht der Nutzer aber die Helligkeit im Menü nach ganz oben, ist auch ein eingeschränkter Einsatz unter freiem Himmel möglich. Dann schafft es die Bildschirmhelligkeit zu einem guten Teil, die Spiegelungen zu überstrahlen. Bei direkter Sonnenlichteinstrahlung hilft aber auch dieser Kniff nicht weiter.

Leistung

Der Wunsch nach mehr Systemleistung kommt selten auf. Selbst wenn Nutzer mehrere Programme im Hintergrund öffnen, merkt man dies dem Testgerät kaum an. Qualcomms Snapdragon S4 Pro-Prozessor leistet hier sehr gute Arbeit, was auch die Benchmark-Ergebnisse bescheinigen.

Im Antutu-Benchmark erzielt das Testgerät sehr gute 22.010 Gesamtpunkte.

Im Antutu-Benchmark etwa erzielt das Asus MeMO Pad FHD 10 LTE  sehr gute 22.010 Gesamtpunkte. Damit liegt es zum Beispiel deutlich über dem Google Nexus 7 (2012-Modell) und nur knapp unter Samsungs aktuellem Top-Smartphone Galaxy S4 (24.518 Punkte). Kaum verwunderlich also, dass selbst Spiele wie Real Racing 3 ohne Aussetzer laufen. Den SunSpider Benchmark-Test absolviert das Testgerät in durchschnittlichen 1.424 Millisekunden.

Software

Ab Werk installiert Asus die Android-Version 4.2.2 (Jelly Bean) auf dem Tablet. Die Oberfläche belässt der Hersteller bis auf ein paar Ausnahmen, wie bei der Tastatur, nahezu unverändert. Dafür finden Nutzer einige sinnvolle Apps von Asus auf dem Tablet vor. Neben einem Kalender gehört dazu eine Notiz-Anwendung, ein praktischer Dateimanager oder das Programm "App Locker". Letzteres erlaubt fremden Nutzern den Zugang zu einer Anwendung erst nach Eingabe des korrekten Passwortes.

Auch an anderen Stellen stoßen MeMO Pad-Besitzer auf sinnvolle Extras. Der "AudioWizard" etwa optimiert den Klang der Lautsprecher für unterschiedliche Anwendungen, "Splendid" hingegen passt die Bildschirmeinstellungen an. Das kennen wir bereits vom kleineren Schwester-Modell, dem MeMO Pad HD 7. Selbstverständlich haben Besitzer darüber hinaus ungehinderten Zugang zum Google Play Store.

Akkulaufzeit, Ergonomie und Hitze-Entwicklung

Das MeMO Pad FHD 10 kommt ohne aktive Lüfter aus, was sich natürlich positiv auf die Geräuschentwicklung auswirkt. Daher ist der Betrieb lautlos. Auch die Wärmeentwicklung hält sich in engen Grenzen. Erst nach einer guten Stunde im Hochleistungsbetrieb konnten wir eine leicht erwärmte Rückseite feststellen.

Deutlich schlechter ist es um die Erweiterbarkeit bestellt. Ein Öffnen des Tablets vom Nutzer ist vom Hersteller nicht vorgesehen und ohne Vorkenntnisse auch nicht möglich. Damit steht Asus nicht allein. Die meisten aktuellen Tablet-Computer lassen sich nicht ohne weiteres auseinandernehmen. Im Falle eines Defektes - zum Beispiel. wenn die Akkulaufzeit mit der Zeit abnimmt - hilft also nur Spezialwerkzeug und der Fachhändler weiter. Die Garantiezeit beträgt zwei Jahre.

Die Kapazität des internen Akkus beträgt 6.760 Milliamperestunden. Im Praxis-Test versorgte er das Asus-Tablet für durchschnittlich sieben Stunden mit Strom, bevor es wieder an eine Steckdose angeschlossen werden musste. (WLAN-Verbindung aktiv, mittlere Bildschirmhelligkeit, Mix aus Spielen, Surfen und Videowiedergabe). Dreht der Nutzer die Bildschirmhelligkeit auf das Maximum, ergeben sich deutlich kürzere Laufzeiten.

Multimedia 

Richtig Freude kommt bei der Wiedergabe von hochauflösendem Videomaterial auf, bei der das Display seine Stärken voll ausspielen kann. Dazu passen die überdurchschnittlich guten Lautsprecher. Diese erzeugen zwar keinen HiFi-Klang, reichen aber locker zur Untermalung von kurzen Webvideos aus. Dem Klang zugute kommt außerdem die Tatsache, dass die Lautsprecher im Gehäuse weit voneinander entfernt liegen, was in einem dezenten Stereo-Effekt mündet.

Keine Überraschungen gibt es bei der Qualität der verbauten Digitalkameras. Die auf der Rückseite angebrachte Haupt-Kamera mit einer Auflösung von fünf Megapixeln fördert Fotos in Schnappschuss-Qualität zu Tage, das Pendant auf der Vorderseite reicht nur für die Video-Telefonie aus. Letzteres funktioniert auch nur dann zufriedenstellend, wenn ausreichend Umgebungslicht vorhanden ist.

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Das MeMO Pad FHD 10 mit eingebautem LTE-Modem gibt es zu Preisen von derzeit etwa 450 Euro. (Bild: netzwelt)

Alternativen

Jedoch sollten sich Interessierte genau überlegen, ob es denn wirklich die Version mit eingebautem LTE-Modem sein muss. Ohne Mobilfunk-Modem ist das Tablet 100 Euro günstiger, verfügt dann allerdings über einen Prozessor von Intel statt von Qualcomm. Als weitere Alternative bietet sich das erwähnte Google Nexus 10 an.

Weitere aktuelle Testberichte von Tablet-Computern finden Sie an dieser Stelle auf netzwelt. Einen Vergleichstest von Geräten mit Tastatur hat die Redaktion hier veröffentlicht.

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Asus MeMO Pad FHD 10 LTE im Test (ME302KL)
Asus MeMO Pad FHD 10 LTE im Test (ME302KL)
Immer und überall online: Dank eingebautem LTE-Modem geht das Asus MeMO Pad FHD 10 LTE auch unterwegs und ohne Smartphone online. Noch dazu überzeugt das Android-Tablet im Test durch sein gutes Display.
http://www.netzwelt.de/news/100221-asus-memo-pad-fhd-10-lte-test-me302kl.html
2013-08-29 16:36:24
http://img.netzwelt.de/dw320_dh240_sw320_sh240_sx430_sy514_sr4x3_nu0/picture/original/2014/08/asus-memo-pad-fhd-produktbild-114799.png
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