Handy-Viren
Je umfangreicher und Computer-ähnlicher mobile Betriebssysteme werden, desto größer ist die Gefahr einer negativen Einflussnahme durch Schadsoftware . So genannte Handy-Viren können dabei unterschiedliche Einflüsse auf das mobile Telefon nehmen und auf unterschiedlichen Wegen auf das Handy zugreifen.
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US-Forscher haben die Ausbreitungsmuster von Handy-Viren untersucht. Sie befürchten, dass besonders Smartphones von Malware bedroht sein könnten. Die zunehmende Verbreitung der Business-Handys macht sie für Cyberkriminelle interessant.
Eben eine SMS bekommen, plötzlich streikt das Handy. Verantwortlich dafür ist ein Virus, eingeschleust durch die Textnachricht. Sind Handy-Viren nur lästig oder können sie ernste Schäden verursachen? Herstellern von Antiviren-Software wird vorgeworfen, die Diskussion um mobile Schädlinge aus Marketingzwecken anzuheizen. Netzwelt sprach mit Michael Klatte, dem Pressesprecher von Bitdefender, über Handy-Viren, Schutzmaßnahmen und die zukünftige Entwicklung.
Gefahr oder nicht? Mobilfunk-Viren sind seit 2004 nicht mehr aus dem Viren-Ökosystem wegzudenken. Besonders gefährlich waren sie bisher jedoch nicht. Costin Raiu, Antiviren-Spezialist bei Kaspersky Labs, weiß jedoch, dass es durchaus auch unangenehme Vertreter dieser Spezies gibt. Im netzwelt-Interview, das im Rahmen der CeBIT geführt wurde, gibt er Auskunft über die aktuelle und die künftige Bedrohungslage.
Christoph Hardy ist Pressesprecher und Security Consultant beim Antiviren-Unternehmen Sophos. Im netzwelt-Interview erklärt er, warum man sich vorerst nicht vor Handy-Viren fürchten muss und verrät, wer hinter all den Viren-Attacken auf Windows-Systeme steckt.
Rund ein Jahr ist es her, dass mit Cabir der erste Handy-Wurm entdeckt wurde. Seither ist die Zahl der Handy-Viren konstant gewachsen und die Antiviren-Hersteller werden nicht müde, Antiviren-Lösungen für Mobiltelefone nachzulegen und vor den Schädlingen zu warnen. Ob die Handy-Viren aber tatsächlich eine Gefahr darstellen, ist fraglich.
Die Schweden bestätigen, was schon lange vermutet wurde: Dem Heckmeck um die Mobilfunk-Viren fehlt die technische Grundlage. Mit anderen Worten: Mobilfunk-Viren sind völlig harmlos. Die Antiviren-Unternehmen können ihre Scanner also getrost einpacken.
Neuartige Handy-Schädlinge attackieren kopieren die Methoden der PC-Viren: Sie greifen installierte Antiviren-Tools an. Eine Strategie, die bei Windows-Würmern überaus beliebt ist. Der Virenscanner wird außer Gefecht gesetzt, damit der Wurm nicht auffällt und sich ungehindert ausbreiten kann.
Erinnern Sie sich noch an die Zeit, in der Sie Ihr Mobiltelefon aufwändig mit dem Rechner verkabeln mussten, um Daten vom einen Gerät, auf das andere zu übertragen? Den Entwicklern bei Ericsson in Schweden ging es 1994 ganz genau so. Sie suchten nach einer Möglichkeit, dem Kabelwirrwarr ein Ende zu bereiten und entwickelten schließlich den drahtlosen Funkstandard Bluetooth.
Noch immer wartet die Welt auf den Handy-Wurm. Bisherige Versuche, entsprechende Quälgeister einzuführen scheiterten allerdings immer an der Tatsache, dass Handy-Betriebssysteme doch nicht so unsicher sind, wie viele Leute denken.
Spätestens seit Cabir weiß die Welt, dass Handys genauso anfällig für Würmer und Viren sind wie PCs. Jede neue Generation bringt die kleinen Telefone dem PC einen Schritt näher. Konnten Handys Ende der 90er eigentlich kaum mehr als Telefonieren und SMS schreiben, sind inzwischen selbst die günstigsten Geräte wahre Feature-Monster.

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