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Surface 2 im Test
Marktpositionierung schwierig

von Annika Demgen

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Surface 2 kommt ohne den Zusatz RT im Namen aus. Trotzdem ist nicht die Vollversion von Windows 8.1, sondern lediglich Windows 8.1 RT auf dem Notebook-Tablet-Mix von Microsoft vorinstalliert. Wie beim Vorgänger müssen Käufer also mit Einschränkungen leben. Ob sich Kompromisse lohnen, verrät der Test.

Surface 2 heißt die Neuauflage von Microsofts Notebook-Tablet-Mix Surface RT. Obwohl das Buchstabenkürzel im Namen fehlt, läuft das Gerät nicht mit der Vollversion von Windows 8.1, sondern lediglich mit der RT-Variante des Windows 8-Updates. Die Marktpositionierung des Geräts gestaltet sich folglich schwierig, was sich auch im Test niederschlägt.

Surface 2 kommt ohne das Kürzel RT im Namen aus.

Wer Surface 2 aus seiner Tasche oder seinem Rucksack zieht, kann sich bewundernder Blicke sicher sein. Optisch macht das Tablet einiges her. Die Verarbeitung ist exzellent. Unschöne Spaltmaße oder wacklige Knöpfe - Fehlanzeige. Hinzu kommt, den Magnetanschlüssen sei Dank, dass es einfach Spaß macht, den AC-Adapter oder das Cover anzuschließen. Ein leises Klacken und schon sind Kabel oder Tastatur eingerastet - herrlich! Neu im Vergleich zum Vorgänger ist die zweite Position, in der sich der Standfuß einrasten lässt. Eine Neuerung, auf die wir schon nach wenigen Minuten mit dem Tablet dankbar zurückgreifen.

Auch den Bildschirm hat Microsoft optimiert, statt 1.366 x 768 Pixel bietet das 10,6 Zoll große Display eine Auflösung von 1.920 x 1.080. Treppchenbildung ist nur bei Schrift im äußersten Zoomfaktor zu erahnen. Mit Farbverfälschungen sahen wir uns von keinem Blickwinkel aus konfrontiert. Im Sonnenlicht ist das verspiegelte Display jedoch nach wie vor ein Problem.

Geringfügig leichter

Weitere äußerliche Unterschiede zwischen dem alten und neuen Surface finden sich in der helleren Gehäuserückseite, dem Schriftzug Surface, der das Windows-Symbol ersetzt, und den leicht veränderten Abmessungen. So ist die neue Generation 0,5 Millimeter höher und etwa 0,5 Millimeter schmaler. Das Magnesiumgehäuse ist dadurch circa 25 Gramm leichter. Unsere Waage zeigte 654 Gramm ohne und 845 Gramm mit Touch Cover an. In der Praxis macht sich die Gewichtsreduktion jedoch nicht bemerkbar. Noch immer ist das Tablet zu schwer, um es über einen längeren Zeitraum bequem in zwei oder gar einer Hand zu halten.

Surface 2 im Test

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Auf dem Nachfolger von Surface RT kommt Windows 8.1 für ARM-Prozessoren zum Einsatz. (Bild: netzwelt).

Minimal fallen die Änderungen an den Anschlüssen von Surface 2 aus. Statt einer USB 2.0- erhalten Käufer eine USB 3.0-Schnittstelle. Der microSDXC-Kartenleser ist einem Slot für microSD-Karten gewichen. Die verbauten Kameras an Vorder- und Rückseite sind für Videochats und kurzweilige Schnappschüsse in Ordnung.

Mit Windows 8.1 RT

Als Betriebssystem ist ab Werk Windows 8.1 RT installiert. Vom fehlenden Zusatz RT im Namen des Tablets sollten sich Käufer nicht in die Irre führen lassen, denn nicht die Vollversion der Software, sondern lediglich die für ARM-Prozessoren optimierte Fassung kommt zum Einsatz. Auf die wesentlichen Unterschiede zwischen Windows 8 und Windows RT gehen wir an dieser Stelle genauer ein. Auch nach dem Update auf 8.1 hat sich an diesen nicht viel geändert, die neuen Funktionen finden Sie hier.

Folglich lassen sich auf Surface 2 nur Programme aus dem Windows Store installieren. Software aus anderen Quellen lässt sich ab Werk nicht herunterladen oder einrichten. In der Praxis bedeutet dies, dass es beispielsweise keine Alternative zum Internet Explorer gibt. Browser-Alternativen sind im App-Store von Microsoft nicht zu finden. In Windows 8.1 RT hat sich das Unternehmen überdies dazu entschlossen, den Zugang zum Desktop besser zu verstecken. Er ist zwar nach wie vor da und über die zentrale Suche auffindbar, die Kachel ist standardmäßig aber nicht mehr am Startbildschirm befestigt.

Windows 8.1 Preview ausprobiert

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Neue Farben und Muster sowie die Möglichkeit, ein privates Foto als Hintergrund festzulegen, sind Teil von Windows 8.1. (Bild: Screenshot) (Quelle: Screenshot)

Auf den klassischen Windows-Schreibtisch wechselt der Nutzer aber eh nur, um die gewohnten Einstellungen vorzunehmen, den Datei-Explorer zu öffnen oder auf die RT-Versionen von Microsoft Office zuzugreifen. Andere Programme lassen sich - wie gesagt - nicht auf dem Windows 8.1 RT-Desktop starten. Office RT befindet sich weiterhin in einem Beta-Stadium.

Nervig: Skype für Windows 8.1 können Nutzer ausschließlich über ihr Microsoft-Konto nutzen. Wer einen davon unabhängigen Account für den VoIP-Dienst verwenden will, ist bei Surface 2 aufgeschmissen.

Neuer Prozessor

Den langsamen Reaktionszeiten und den ewig anmutenden Ladezeiten des Vorgängers wurde durch das Hardware-Update nur teilweise Abhilfe verschafft. Im Test hakte das Betriebssystem öfter und Apps froren gelegentlich ein. Ladevorgänge, speziell beim Starten von Apps, fallen jedoch subjektiv kürzer aus.

Im Ice Storm Extreme-Benchmark von 3D Mark schnitt Surface 2 mit 9180 Punkten dann auch gut ab und reihte sich zwar hinter dem Samsung Galaxy Note 3 und iPhone 5s aber vor dem Galaxy Note 10.1 2014 ein.

Für die im Vergleich zum Vorgänger bessere Leistung zeichnet vor allem der neue Prozessor verantwortlich. Statt einem Tegra 3- ist nun ein Tegra 4-Chip von Nvidia integriert, der mit 1,71 Gigahertz taktet. Der Arbeitsspeicher ist zwei Gigabyte groß. Unser Testgerät war mit 32 Gigabyte ausgestattet, wovon 17,6 Gigabyte für den Nutzer frei zur Verfügung stehen.

Die Akkukapazität umfasst 4.200 Milliamperestunden. Im Test hielt Surface 2 beim Abspielen einer YouTube-Playlist auf Dauerschleife etwa sechs Stunden durch. Microsoft gibt das Durchhaltevermögen mit zehn Stunden bei Videowiedergabe an.

Keine Verbesserung des Touch Covers

Auch das beim Testgerät mitgelieferte aber eigentlich separat zu erwerbende Touch Cover von Microsoft trägt nun eine zwei im Namen. Microsoft gibt an, zusätzliche Sensoren in der druckempfindlichen Tastatur verbaut zu haben. In der Praxis merkt man von diesen jedoch nichts. Während die Eingabe mit Zeige- und Mittelfinger noch zuverlässig gelingt, ist es mit den restlichen Fingern schon schwieriger, die Tasten so zu erwischen, dass auch ein Buchstabe dabei auf dem Display erscheint. Das fehlende haptische Feedback sorgt dafür, dass es schier unmöglich ist, konsequent den richtigen Druckpunkt zu treffen.

Sinnvoll ist die Einführung der Hintergrundbeleuchtung und der Wischgesten auf dem Trackpad, durch die sich beispielsweise die Charms am rechten Bildschirmrand problemlos öffnen lassen. Drei weitere neu eingeführte Gesten, die das Springen zwischen den Absätzen ermöglichen, funktionierten im Test jedoch nicht zufriedenstellend. In Anbetracht des horrenden Preises von 120 Euro ist ein Kauf nicht zu empfehlen. Greifen Sie im Zweifelsfall lieber zum Type Cover. Gern auch zur ersten Generation der Microsoft-Tastaturen, auch die sind nämlich kompatibel.

Im Tageslicht sieht das Touch Cover schnell schmutzig und alt aus.

Preise

Die 32-Gigabyte-Version von Surface 2 kostet 429 Euro. Das 64-Gigabyte-Modell 529 Euro. Zusätzlich sind 200 Gigabyte SkyDrive-Speicher inklusive, die Sie zwei Jahre lang nutzen können. Außerdem erhalten Sie ein Jahr lang Skype-Premium-Zugang und können sich ohne weitere Gebühren in Skype-WLAN-Hotspots einloggen.

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Informationen zum Leihgerät
Besser, aber immer noch nicht perfekt

Glücklicherweise schafft Microsoft es, die massiven Haker und Ruckler, die beim Vorgänger noch störten, auf Surface 2 zu reduzieren. Aufgrund der Einschränkungen der ARM-Version des Betriebssystems fällt es jedoch immer noch schwer, eine Empfehlung für dieses Gerät auszusprechen. Windows 8- und Phone-Fans, die wissen, dass sie auf dem Desktop nur Office benötigen, dürfen einen Blick riskieren. Eine Alternative sind Surface Pro 2 oder auch Convertibles mit dem Microsoft OS.


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