Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) hat die Blackberry-Software des Smartphone-Herstellers RIM auf Sicherheitslücken überprüft. Das Ergebnis der von RIM beauftragten Analyse: Die mobilen E-Mail- und Daten-Dienste, die Geschäftskunden über ihre Blackberrys nutzen, sind vor Zugriffen von Dritten sicher.
Fraunhofer: Geschäftliche Daten sind auf dem Blackberry sicher
Wie das Fraunhofer SIT in einer Pressemitteilung bekannt gibt, konnte das Institut keine Hintertürchen ausmachen, über die RIM oder unbefugte Dritte an die Daten der Blackberry-Nutzer gelangen. Dieses Ergebnis der Sicherheitsanalyse ist vor allem für Business-Nutzer wichtig, die mit ihrem Blackberry auf firmeninterne Daten zugreifen und deren E-Mail-Korrespondenz nicht an die Öffentlichkeit gelangen darf.

Mit diesem Zertifikat bestätigt Fraunhofer die Sicherheit des Blackberry-Systems.
Geprüft wurde die "Blackberry Enterprise Solution", ein System, über das die Kunden Zugang zu ihren geschäftlichen E-Mails, Kalender, Adressen und Unternehmensanwendungen haben. "Mit der geprüften sicheren Schlüsselgenerierung und den Schlüsselaustauschprotokollen innerhalb der Blackberry-Architektur ist die Vertraulichkeit sowie die Integrität von übermittelten Inhalten gewährleistet. Diese können innerhalb des Kommunikationskanals von keiner Partei abgefangen oder manipuliert werden," erläutert Prof. Claudia Eckert, Leiterin des Fraunhofer SIT.
Testbericht enthält neben Lob auch Verbesserungs-Vorschläge
Das Fraunhofer SIT enwickelte eigenen Angaben zufolge Angriffsszenarien und versuchte, die Software von außen zu manipulieren. Aufgrund der postitiven Ergebnisse zeichnet das Fraunhofer SIT die "Blackberry Enterprise Solution" mit einem Sicherheits-Testat aus, das bis Dezember 2010 seine Gültigkeit behält. Allerdings formuliert das Fraunhofer SIT im zugehörigen Testbericht auch Vorschläge, wie sich das System weiter verbessern lasse. Der gut dreißigseitige Bericht ist über die Homepage des Fraunhofer SIT abrufbar.