Kombiniertes Gaming bringt Neuerungen, erschwert aber das Spiel

Angetestet: Endzeit-Shooter Fracture

Bei der letzten großen Flut vor ungefähr 6.300 Jahren vor Christus, am Ende der letzten Eiszeit, entstand das Schwarze Meer. Was damals noch zur Erdentwicklung dazugehörte, artet beim neuen Endzeitspiel Fracture zur Neuauflage des Bürgerkriegs in den USA aus.

Als Spieler in Fracture befinden Sie sich im Jahr 2161. Amerika ist durch eine Flutwelle in zwei Hälften geteilt. Aber nicht nur geographisch gesehen ist die Nation gespalten. Auch auf der zwischenmenschlichen Ebene und politisch gesehen sorgen die Wassermassen für Uneinigkeit unter dem amerikanischen Volk.



Inhalt



Grund für den Krieg: Die Moral

Der Ostteil der USA setzt dabei ganz auf die Kybernetik, genau wie Allianzpartner Europa. Auf der Westseite steht die Allianz von Pazifika, alliiert mit den asiatischen Ländern. Sie hat sich ganz der genetischen Mutation und der Restrukturierung der DNA seiner Bürger verschrieben - was einen moralischen Konflikt mit der Atlantischen Allianz nach sich zog. Und genau in dieses Szenario tauchen Sie als Spieler ein.

Jet Brody in Action: Der Elitesoldat nimmt es mit jedem auf

Jet Brody in Action: Der Elitesoldat nimmt es mit jedem auf.
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Sie spielen den Elitesoldaten Jet Brody, der in seinem gepanzerten Kampfanzug ausschaut wie der Waffenschmied Man-at-Arms, bekannt aus der Trickserie He-Man. Auch wenn er schwerfällig ausschaut, bewegt sich Brody recht leichtfüßig über den Boden. Der Anzug wird von der Leitzentrale aus immer wieder modifiziert und so kommen Sie gleich zu Anfang in den Genuss eines Schutzschildes. Dieser schützt Sie bedingt während des gesamten Spiels gegen die Angriffe der mutierten Pazifikaner.

Der Anzug: Der eigentliche Held

Im Spielverlauf erhalten Sie immer wieder Verbesserungen wie zum Beispiel eine Kraftverstärkung für die Arme. Mit dieser können Sie starke Gegner auch ohne Handfeuerwaffen mit einem Hieb erledigen. Eine andere sinnvolle Modifizierung ist die Sprungkraftverstärkung der Stiefel. Sinnvoll daher, weil Sie zum Teil viele Ziele in menschlich unerreichbaren Entfernungen ansteuern müssen. Aber mit einem "Doppel-A-A" fliegen Sie förmlich über das Schlachtfeld.

Ab dieser Modifizierung, zur Hälfte des Spiels, beginnt dann auch ein Puzzle-artiger Spielbetrieb. Die Schuhe sind nämlich nicht dauerhaft zu gebrauchen. Doch der Anzug kann die Umgebung ganz einfach Brodys Bedürfnissen anpassen. Muss er beispielsweise eine Mauer erklimmen, schießt er einfach einen Strahl aus dem rechten Handschuh in Richtung Boden und je nachdem welche Taste Sie gedrückt haben, lässt der Strahl den Boden sinken oder transformiert diesen zu einem Hügel.

Diese Technik können Sie im Laufe des Spiels als Schutzschild benutzen oder damit sogar Gegner schwächen. Immer wenn die Situation ausweglos erscheint, hilft Ihnen das so genannte Terraforming, also das Verändern der landschaftlichen Begebenheiten, mit Sicherheit weiter. Denn trotz einigen zum Teil nervigen Kniffen kommen Sie schnell dahinter, wo etwa unter der Erde ein Eingang verlaufen könnte, den Sie so freilegen können.

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Kombiniertes Gaming bringt Neuerungen, erschwert aber das Spiel

Angetestet: Endzeit-Shooter Fracture

Die Aufgaben: Eindeutig zu schwer

Neben den recht schwierigen Aufgabenstellungen kommen die Schlachten nicht zu kurz. Allerdings gehen die Kampfhandlungen zwischen den Rätseln und dem Suchen nach einem Ein- oder Ausgang leicht unter. Dazu ist der Schwierigkeitsgrad der Level einfach nicht nachzuvollziehen. Zwar gibt es immer eine Steigerung am Ende eines Durchgangs, die meist durch spezielle Endgegner mit enormer Feuerkraft aufwartet. Doch sind diese gepaart mit den heiklen Rätseln absolut unzumutbar.

Ein Beispiel: In einer Sequenz müssen Sie Brody über ein Feld bewegen. Links läuft ein Strom aus brennender Lava, rechts tummeln sich Alien-Wesen unter dem Boden. Beim vorsichtigen Betreten des Bodens wird der Soldat buchstäblich von den Aliens umgesäbelt. Während des Betretens machen Sie sich zwischen den springenden Aliens schon Gedanken, was da vor Ihnen noch passieren könnte.

Fracture: Das Video gibt einen kleinen Einblick in das tüftelnde Kriegspielen

Vor Ihnen, in beachtlicher Entfernung, sehen Sie ein zu zerstörendes Energielager. Von dort wird nun, während Sie sich mit Brody gemeinsam über die Aliens im Boden ärgern, scharf geschossen. Die Gegner sind dazu aus allen Bereichen der vorangegangenen Level zusammen gekommen und setzen alles daran, Sie zu vernichten. Eine Riesen-Apocalypse, und Sie sind mittendrin. Hier hätten die Macher sich entscheiden müssen, ob sie lieber einen Ego-Shooter oder ein Jump-and-Run-Spiel herausbringen möchten. Beides ist nur sehr schwer zu vereinen.

Was fehlt: Die richtige Entscheidung

Ein anderes Manko des Spiels ist die Waffenführung. Zwar steht Brody eine wirklich unglaublich große Auswahl an Waffen mit den verschiedensten Funktionen zur Verfügung. Auch sind diese im gesamten Spielverlauf intelligent abgelegt. Nur leider nicht da, wo man sie benötigt.

So können Sie in den Endkämpfen mit einem herkömmlichen Maschinengewehr kaum etwas anrichten. Hier müssen Sie den Soldaten immer wieder zu schon bespielten Orten zurückführen, um beispielsweise nachzuladen oder eine stärkere Waffe einzusammeln.

Fazit

Fracture ist ein kurzweiliger Shooter mit neuen Features wie dem Terraforming, Jump-and-Run-Elementen und puzzligem Rätsel-Flair. Aber gerade dieser Mix unterschiedlicher Genre machen den Titel streckenweise schwer spielbar. Auch fehlen während des Spielbetriebs nötige Hilfestellungen, die das Spielen erleichtern würden. Die Grafik hingegen ist gut gelungen. Je nach Version kostet Fracture zwischen 60 und 70 Euro.

Getestet wurde auf der Microsoft-Konsole Xbox 360. Zusätzlich ist das Spiel aber auch für die Playstation 3 erhältlich. Neben einem Single-Playermodus kann der Spieler dazu online mit bis zu zwölf Spielern den Kampf aufnehmen.

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