Microsoft macht Google auch mit eigenem Fotoportal Konkurrenz

Live Photos: Windows Live um Fotogalerie erweitert

Microsoft verstärkt seine Aktivitäten im Internet. Das Online-Portal Windows Live erweitert der Konzern um ein Fotoportal: Live Photos. Damit versucht der Windows-Hersteller im Internetgeschäft auf einem weiteren Gebiet zum Primus Google aufzuschließen - ohne eine Übernahme von Yahoo und dessen sehr beliebten Fotoportals Flickr.

Der Fokus von Live Photos liegt anders als bei Flickr aber nicht darauf die Fotos der ganzen Welt zu präsentieren. Dies ist zwar auch möglich, aber der Hauptzweck von Microsofts Fotoportal ist eher das Herumzeigen von Bildern unter Freunden und Verwandten. Ähnlich wie bei den Web-Galerien von Googles Picasa.

Bis zu 500 Fotos kann man bei Live Photos pro Monat in den Formaten GIF, JPEG, PNG, BMP oder TIF hochladen. Pro Vorgang kann man maximal sieben Dateien mit einer Gesamtgröße von acht Megabyte in das Portal einstellen. Eine Begrenzung der Gesamtdatenmenge gibt es anscheinend nicht. Die ebenfalls zum Live-Portal gehörende Online-Festplatte SkyDrive bietet mit fünf Gigabyte Kapazität aber ausreichend Platz für mehrere Tausend Fotos.

Mit Live Photos kann man seine Bilder nicht nur in Diashows bewundern, sondern auch Links zu seinen Fotos versenden, Abzüge bestellen, einzelne Fotos oder ganze Alben herunterladen oder sie im Blog der eigenen Spaces-Seite im Live-Portal aufnehmen.

Alles, was man braucht, um Live Photos nutzen zu können, ist eine kostenlose Windows Live ID, die in wenigen Minuten angelegt ist. Alte MSN Hotmail-, MSN Messenger- oder Passport-Konten fungieren inzwischen auch als Windows Live ID.

Ähnlich wie bei Picasa von Google gibt es auch bei Live Photos eine enge Verknüpfung von Web-Galerie und einer Software. Mit Windows Live Photo Gallery lassen sich die Galerien im Netz auch ohne Browser bearbeiten.