Durch das Internetradio bekommt man nicht nur ein riesiges Angebot von tausenden Radiosendern zur Verfügung gestellt. Man kann sich darüber auch eine legale Kopie seiner Lieblingssongs zum Beispiel als MP3 besorgen. Das geht mit vielen Programmen fast genau so einfach wie mit Kazaa und Co. - nur legal.
SlySoft hat den Bundesverband der phonographischen Wirtschaft und die Deutsche Landesgruppe der IFPI als Vertreter der deutschen Musikindustrie abgemahnt. Der Hersteller der in Deutschland verbotenen Kopierprogramme CloneDVD und CloneCD wirft dem IFPI-Pressesprecher Dr. Hartmut Spiesecke vor, in einer Presseerklärung falsche Behauptungen über SlySoft verbreitet zu haben. Das berichtet HousePool.com.
Auf der Online-Auktionsplattform eBay tummeln sich einige schwarze Schafe. Ein Dortmunder hat Schnäppchenjägern mehr als tausend Raubkopien verkauft und sich selbst um einige tausend Euro bereichert. Im Auftrag der Musikindustrie haben die Ermittler der proMedia den "Geschäftsmann" ausfindig gemacht und Strafanzeige gestellt.
Internethändler müssen bei ihren Angeboten ausdrücklich auf zusätzlich zum Kaufpreis anfallende Versandkosten hinweisen. Es reicht nicht aus, erst die Versandkosten anzugeben, wenn der Kunde die Ware bereits in den virtuellen Einkaufskorb gelegt hat. Das hat das Oberlandesgericht Köln entschieden, wie beck-aktuell (Az.: 6 U 93/04) berichtet.
Die Musiklabels BMG, edel records, EMI, Sony, Universal und Warner haben im Auftrag der Müchener Anwaltskanzlei Waldorf den bekannten Heise-Verlag abgemahnt. Die Labels werfen Heise vor, dass ein Artikel gegen das Urheberrechtsgesetz (UrhG) verstößt. In dem Beitrag wurde ein Link auf einen Softwarehersteller gesetzt.
Verrückte gibt es wie Sand am Meer. Das wird spätestens beim Blick auf die Privatfernseh-Landschaft klar. In Sendungen wie "Die Burg" agieren gleich ein Dutzend Irre und probieren, ihre Vorstellungen von Unterhaltung an den Mann zu bringen. Allerdings hat der Zuschauer hier die Wahl: Ein Druck auf die Fernbedienung, und vorbei ist der Spuk im alten Gemäuer.
Der Unterhaltungskonzern Sega wird in Zukunft keine neuen Sportspiele mehr veröffentlichen. Laut Gamespot.com haben die Japaner den internen und für Sporttitel zuständigen Entwickler Visual Concepts an den Publisher Take Two Interactive verkauft.
Viele Köche verderben bekanntlich den Brei, weshalb manche Großküchen wie Microsoft, Apple & Co gerne ihre Küchentür verbarrikadieren. Die Geheimrezepte sollen schließlich auch geheim bleiben. Dennoch dringt manchmal mehr als nur ein wohlriechender Duft nach draußen. Microsoft ist nun in der letzten Woche mit Abmahnungen gegen die brodelnde Gerüchteküche vorgegangen.
Das gezielte Ausfiltern von E-Mails kann strafbar sein: Das entschied das Oberlandesgericht Karlsruhe. Demnach dürfen zum Beispiel Unternehmen nur dann gezielt Nachrichten eines bestimmten Absenders ausfiltern, wenn ein sogenannter Rechtfertigungsgrund besteht, etwa die Gefahr des Virenbefalls.
Nach zahllosen Diskussionen mit Künstler- und Autoren-Verbänden und Geräteherstellern hat Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) ihren Entwurf für eine Novellierung des Urheberrechtes vorgestellt. Demnach soll die Privatkopie nicht abgeschafft werden. Verboten bleibt auch das Umgehen von Kopierschutztechniken.
Der feuchte Traum eines jeden Ermittlers wird in Hessen schon sehr bald Wirklichkeit: Ein neues Polizeigesetz erlaubt es den Fahndern, KFZ-Kennzeichen automatisch zu erfassen und DNA-Analysen auch bei Strafunmündigen durchführen. Obendrein werden die Befugnisse in Sachen Video- und Telefonüberwachung erweitert.
Nach Ansicht der Musikindustrie und deren Anwalt, die Kanzlei Waldorf, behaupten, dass das Kopierprogramm CloneCD illegal ist. Der Hersteller Slysoft, der bereits 2003 das Weite suchte und nach Antigua ausgewandert ist, behauptet in einem Spiegel-Bericht das Gegenteil. Gerne würde der Hersteller die Frage der Legalität vor Gericht beantwortet bekommen.
Was legal ist, kann man auch illegal machen - nach diesem Motto bläst Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände (IFPI), zum Kampf auf die Privatkopie: "Wir brauchen eine Einschränkung der massenhaften Musikkopien".
Vor einem Jahr wurde der so genannte "Erste Korb" des Urheberrechts vorgestellt. Darin wurde klargestellt, dass die Privatkopie eines urheberrechtlich geschützten Werks auch in digitaler Form zulässig ist. Außerdem wurde es verboten, Kopierschutz zu umgehen. Software, die Kopierschutztechniken knacken können, wurden damit illegal.
Da hat Bundesjustizministern Brigitte Zypries einen wirklichen Treffer gelandet. Der "Große Lauschangriff" soll nun auch die bisher vor der Überwachung geschützten Berufsgruppen wie Ärzte, Anwälte, Pfarrer und Journalisten treffen.
Die Internationale Musikindustrie-Vereinigung IFPI veröffentlichte diese Woche Zahlen, die den Erfolg der weltweiten Klagestrategie gegen Tauschbörsen-Nutzer belegen sollen. Demnach sind heute rund 30 Prozent weniger MP3s in Tauschbörsen erhältlich als noch vor einem Jahr. Kanadische Marktforscher bestreiten diese Darstellung.
Das neue Urheberecht wird in den nächsten Tagen (Bundespräsident Johannes Rau ist noch im Urlaub) unterschrieben und kurz darauf in Kraft treten. Wichtigste Neuerung ist das Kopierschutz-Umgehungsverbot. 1:1 Kopien von Musik-CDs und DVDs sind dann nicht mehr erlaubt, entsprechende Programme sind dann nicht mehr im Handel und auf Webseiten verfügbar. Trotzdem scheint es Möglichkeiten zu geben, um legal Kopien seiner Original-Werke zu erstellen.

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