Onlinesucht
Online-Sucht ist die Abhängigkeit vom Internet, die meist von erheblichen gesundheitlichen und sozialen Schäden begleitet wird. Menschen die unter Online-Sucht leiden, vernachlässigen das reale Leben, Freunde, Familie, den Beruf und mehr. Sie haben den Bezug zur Realität verloren, die sich für sie nur noch im Internet abspielt.
Wie nutzen Sie Facebook? Normal oder sind Sie bereits zum Stalker, zum Voyeur, zur Tratschtante, geltungssüchtig oder wild geworden? - Der netzwelt-Test verrät es.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stellt bereits seit Juni einen Ratgeber zum Thema Internetsucht bereit. (Bild: Screenshot) Das Internet kann zur Droge werden. Laut einer wissenschaftlichen Studie im Auftrag der Bundesregierung sind in Deutschland bereits 560.000 Menschen abhängig. Schuld sind vor allem Soziale Netzwerke und Online-Spiele.
Vergangene Woche schloss das FBI vier große Poker-Portale in den USA, darunter unter anderem Pokerstars.com. In Deutschland ist Online-Glücksspiel generell verboten. Spielen Sie dennoch online um Geld? Stimmen Sie ab und diskutieren Sie mit der Redaktion und anderen Lesern im netzwelt-Forum.
Jeder dritte Deutsche fühlt sich von Informationen häufig überflutet. Zu diesem Ergebnis kam eine neue Studie des Branchenverbands Bitkom. Außerdem nutzen die Deutschen Medien durchschnittlich neun Stunden am Tag.
Facebook: Verbringen Teenager-Mädchen zu viel Zeit im sozialen Netzwerk, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie eine Essstörung entwickeln. (Bild: Screenshot) Eine Studie der University of Haifa in Israel hat gezeigt, dass Mädchen im Teenager-Alter umso wahrscheinlicher eine Essstörung entwickeln je häufiger sie Facebook nutzen. Gleichzeitig können Eltern einer Erkrankung vorbeugen.
Ein Leben ohne Internet und E-Mails können sich viele Nutzer nur noch schwer vorstellen. Netzwelt-Autor Mehmet Toprak hat jetzt einen Selbstversuch gestartet und war 60 Minuten offline.
Die Trennung von Spielehelden fällt manchmal schwer. Abhilfe soll eine Plattform des Drogenreferats der Stadt Frankfurt schaffen: Auf Herolymp können Computerspieler ihr digitales Alter Ego beerdigen.
Das MMORPG World of Warcraft bietet nun ein Online-Auktionshaus für gesammelte Gegenstände. Nach einer Testphase soll der Service kostenpflichtig sein. Geboten wird mit virtuellem Geld.
In der chinesischen Provinz Shandong behandelte ein Psychiater mehrere Tausend internetsüchtige Jugendliche mit Elektroschocks. Jetzt untersagte ihm das chinesische Gesundheitsministerium das Fortführen der Shockbehandlung. Zahlreiche Lokalmedien hatten zuvor gegen die angebliche Suchttherapie protestiert, da keine Belege für den Erfolg der Methode vorlägen.
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung fordert eine Ausweitung der Therapiemöglichkeiten für Online-Süchtige. Auf ihrer Jahrestagung warnt sie zudem vor der wachsenden Zahl der abhängigen Computerspieler.
14.000 Neuntklässler in Deutschland sind süchtig nach Computerspielen. Das ist das Ergebnis einer Studie. Die Forscher sehen vor allem Online-Rollenspiele wie "World of Warcraft" als Gefahr für Jugendliche.
Was haben Orks, Elfen und Zwerge mit Drogen zu tun? Mehr als die meisten Menschen annehmen würden, obwohl die Sagengestalten in der Regel nicht selbst konsumieren. Denn sie machen abhängig, zumindest in Massen-Onlinespielen wie "World of Warcraft" oder "Dark Age of Camelot". Doch auch das vernetzte Rasen oder "Killerspielen" via Internet birgt eine hohe Suchtgefahr. Die Grenzen zwischen chronischer Spielsucht und gemäßigtem Gelegenheitszocken sind fließend. Da ist es oft gar nicht so einfach, Realität und Fiktion auseinander zu halten.
Was, schon so viel? Ungläubig wechselt der Blick zwischen Warenkorb und Bestell-Button. So viele Artikel waren nicht geplant, es sollte doch nur der neue Harry Potter werden. Zu spät, scheinbar magisch bewegt sich der Mauszeiger zur Bestell-Bestätigung. Der finale Klick bringt Vorfreude auf die bevorstehende Lieferung, aber hinterlässt auch ein ungutes Gefühl im Bauch. Schon wieder mehr ausgegeben als beabsichtigt. Bin ich etwa kaufsüchtig?
Das Internet ist ein Sammelbecken für Pornografie. Die Suche nach dem Begriff "Porno" liefert bei Google über 70 Millionen Einträge. Die Flut an eindeutigen Bildern, Videos und Sexseiten wird einigen Usern zum Verhängnis: Sie sind Online-Sexsüchtige. Netzwelt sprach mit Therapeuten und Fachärzten über die Sucht nach der Lust.
Exzessive Nutzung, Kontrollverlust, steigender Zeitaufwand, mangelndes Problembewusstsein, Entzugserscheinungen und soziale Abgrenzung in der realen Welt - das sind nur einige Merkmale der Chatsucht. Offiziell ist sie zwar nicht anerkannt, trotzdem spielt die Internetkommunikation eine große Rolle im Bereich der Onlinesucht. Einen Schwellenwert zur Einordnung in Neigung und Abhängigkeit gibt es nicht.
Denken Sie oft an das Internet, auch wenn Sie nicht online sind? Bleiben Sie oft länger online, als Sie sich vorgenommen haben? Können Sie Ihren Internetgebrauch schlecht oder gar nicht kontrollieren? Bekommen Sie vielleicht sogar Entzugserscheinungen, wenn Sie nicht online sind? Wenn Sie eine oder gleich mehrere dieser Fragen mit ja beantworten können, sind Sie vielleicht onlinesuchtgefährdet. Erste Anlaufstellen zur Heilung dieser Krankheit gibt es derzeit vor allem - im Internet.
Egal ob Alkohol-, Drogen- oder Spielsucht - jeder dürfte sich unter diesen Krankheiten sowie deren Folgen etwas vorstellen können. Aber was versteht man eigentlich unter Onlinesucht und welche Folgen hat diese noch verhältnismäßig neue Krankheit? Wann spricht man von einer Begeisterung für das Medium Internet, wann von waschechter Sucht? Welche Formen der Internetsucht gibt es und was kann man im Fall einer Sucht gegen die unkontrollierte Online-Nutzung tun?
Podcast: Online-Spielsucht - "Glücksspiele im Internet haben besondere Gefahren"
von Konstantin ZurawskiGlückspiele im Internet werden immer beliebter. Online-Poker boomt wie nie zuvor, Sportwetten im Netz sind beliebter denn je und auch die Online-Casinos machen immer mehr Umsatz. Doch mit steigenden Nutzerzahlen von Glückspielangeboten im Internet, steigt auch die Zahl der Online-Spielsüchtigen, wie die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen meldet. Netzwelt sprach mit Psychologe Tobias Hayer über das Phänomen Online-Glücksspiele und die damit verbundene Gefahr der Spielsucht.
Mein übertaktetes Herz pumpt Bits und Bytes durch wassergekühlte Venen, meine Augen sind tausende, über den Globus verteilte Webcams, mein Kopf eine unaufgeräumte Festplatte. Die linke Hand hat 90 Tasten, die rechte eine optische Auflösung von spieletauglichen 1.600 dpi. Ich bin verdrahtet, vernetzt, verhaltensgestört und habe kein Problem damit.

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