Filmpiraten
Als Filmpiraterie wird die Nichteinhaltung und Verletzung von bestehenden Urheber- und Leistungsschutzrechten und den gewährten Nutzungsrechten am Film bezeichnet. Dies schließt sowohl die Piraterie im gewerblichen Sinne, als auch Urheberrechtsverletzungen zum privaten Zwecke ein. Der Begriff Raubkopie wird hierbei oft für Drohkampagnen verwendet.
Der russischen Polizei ist ein Schlag gegen ein großes Filesharing-Portal gelungen. Bei einer Razzia in Moskau wurden die Betreiber des BitTorrent-Trackers "Interfilm" festgenommen. Ihnen droht nun eine mehrjährige Gefängnishaft. Das Portal wird dennoch weiterbetrieben. Interfilm gilt als eine der größten Quellen für im Kino abgefilmte Kinofilme.
Auf die Filesharer in Frankreich kommen harte Zeiten zu. Die Regierung will zusammen mit den Internetprovidern und der Musik- und Filmindustrie gegen illegale Downloads vorgehen. Mit einer eigenen neuen Behörde sollen die Internetnutzer überwacht werden. Wer lädt, riskiert seinen Internetanschluss.
Die Video-Webseite Youtube.com steht ab sofort nur noch für Filme offen, die zehn Minuten oder kürzer sind. Damit soll der Upload ganzer Fernsehsendungen oder Hollywood-Filme unterbunden werden. Wer längere Videos hochladen will, muss Teilnehmer eines Premium-Programms werden.
Die illegale Vervielfältigung von Filmen ist ein Massenphänomen. Allein in Deutschland entsteht durch Filmpiraterie jährlich ein Gesamtschaden in Höhe von 350 Millionen Euro. Der Schaden weltweit beläuft sich laut dem US-Filmverband Motion Picture Association of America (MPAA) auf mehr als 3,5 Milliarden Dollar. 53 Prozent aller US-Filme stehen bereits vor ihrem Kinostart als illegaler Download im Internet zur Verfügung. Interpol zufolge soll sich selbst das Terror-Netzwerk Al-Qaida durch DVD-Raubkopien finanziert haben. Doch wer ist Schuld an der illegalen Verbreitung?
In nur 16 Monaten haben vier Männer aus Thüringen und Bayern rund 700.000 Euro mit raubkopierten Filmen und MP3s verdient. Die kopierten Dateien wurden auf Web-Servern gegen Bezahlung zum Download angeboten. Jetzt wurde gegen die Raubkopierer Anklage erhoben. Auch gegen einen Teil der rund 15.000 Kunden der Film- und Musikpiraten wird ermittelt.

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