Gamer-Kolumne
Die Gamer-Kolumne beschreibt Begebenheiten in virtuellen Welten und überträgt diese mitunter in die reale Welt um so Bezugspunkte für Themen-fremde Leser zu schaffen. Im Prinzip spricht die Gamer-Kolumne jedoch eine sehr spitze Zielgruppe an: Spieler die ebenfalls Interesse an beschriebenen Spiel haben.
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Weihnachten, die Mutter aller Feste. Das bedeutet Plätzchen backen, Schoko-Weihnachtsmänner kaufen und Bäume schmücken. In Videospielen wird dieses Thema allerdings ganz anders behandelt - Grund genug für netzwelt, das Ganze einmal aufzurollen und das Archiv durchzublättern. Herausgekommen sind die drei grandiosesten Weihnachts-Momente, die in Videospielen ihren Auftritt hatten.
Der Spieleentwickler Rockstar Games hat mit seinem neuen Spiel "Manhunt 2" eine neue moralische Debatte über Computerspiele angestoßen. Das Spiel erregt weltweit Aufmerksamkeit von Jugendschützern und Eltern. Um ein Verbot zu umgehen, hat Rockstar Games das Spiel entschärft - jedoch nicht gründlich genug. Mit einfachen Mitteln wird aus der zensierten die unzensierte, nicht jugendfreie Version.
Dieser Artikel wird von der netzwelt-Redaktion offiziell empfohlen! Auch wenn das so nicht stimmt, die Aufmerksamkeit des Lesers ist fürs Erste gewonnen. Schließlich ist der Leser/Kunde für Empfohlenes oder Offizielles so anfällig wie der Zocker für Augenringe. Nirgends weiß man das besser als in PR-Kreisen, speziell Videogames schmücken sich gern mit Empfehlungen aller Art. Selten ist das gerechtfertigt, manchmal nachvollziehbar, oft hanebüchen.
Fast jeder kennt sie, diese Helden. Nicht die Sorte, die mit handlichem Actiongepäck durch den Cyberspace reist. Die Rede ist von jenem Heldentypus, der im Kampf gegen Monster nicht nur sein Leben riskiert, sondern wegen chronischer Inventarüberfüllung einen Leistenbruch. Denn bekanntlich sammeln solche Abenteurer alles auf, was die Bodentexturen hergeben. Nichts scheint so wertlos, dass es sich nicht danach zu bücken lohnt. Für einen, der frisch umgezogen ist, tut sich vor diesem Hintergrund eine Frage auf: Wie bekämen solch Sammelwütige einen Wohnungswechsel hin?
Ein alltäglicher Fall: Nichtsahnend stolpert der fürsorgliche Familienvater in den nächsten Computerladen, um seinem Sohnemann etwas Gutes zu tun und ihm zum Geburtstag endlich den langersehnten Spiele-PC zu schenken. Noch wird er vom Verkäufer ernst genommen, doch diese Sorte Mensch entscheidet in Sekundenbruchteilen, ob sie ihr Gegenüber für einigermaßen kompetent oder vollkommen unfähig hält. Ohne es zu merken begeht der Vater einen verhängnisvollen Fehler.
Sommer 2006. Deutschland gleicht einem Backofen. Bei Temperaturen an die 40 Grad gerät so mancher Zock heißer, als es den Herstellern von Computerspielen lieb sein kann. Heiße Action braucht da sowieso keiner mehr. Mögen die Monster und Schurken doch bitte warten, bis mit schattigeren Tagen die neue Jagdsaison beginnt.
Kein anderes Unterhaltungsmedium entwickelt sich schneller als das interaktive Spiel. Außenstehende haben mit dieser Dynamik flagrante Probleme. Während diejenigen, die nicht spielen, über die Gefahren des Konsums insbesondere von "Killerspielen" Bescheid zu wissen meinen, geben sich ambitionierte Gamer längst nicht mehr damit zufrieden, allein am PC computergesteuerte Gegner abzuservieren. Der Kampf Player versus Player - das Duell Mensch gegen Mensch - versammelt heute Millionen vor den Bildschirmen. Doch mit dem Siegeszug der so genannten Massivley Multiplayer Online Games (MMOG) droht möglicherweise Gefahr.
Haben Sie Angst vor Spinnen, großen Höhen oder engen Räumen? Oder gehören Sie gar zu den armen Teufeln, die sich vor Spinnen auf engem Raum in großer Höhe fürchten? Dann könnte ein Besuch der Website "Glücksforschung" lohnenswert sein. Doch Vorsicht: Angesichts zappelnder GIFs und einem Todsünden-Best-of in Sachen Webdesign sollten Sie immerhin phobienfrei sein, was gewagte Onlineauftritte anbelangt.
Klischees in Film und Fernsehen suggerieren es: Computerfreaks haben ein Imageproblem. Für den Wissensvorsprung im Umgang mit Hard- und Software zahlen viele Spezialisten einen hohen Preis. Von jenen mangelernährten/übergewichtigen Experten mit Brille und/oder Pickeln lassen sich technisch weniger beschlagene Frauen zwar gerne helfen, aber nur ungern anfassen.
Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einer Bank. Ein gutgelaunter Angestellter verfolgt aufmerksam, dass Sie den Kauf einer Immobilie planen. Dafür bräuchte es einen Kredit - 100.000 oder so. Stellen Sie sich vor, wie Ihr Gegenüber wohlwollend mit dem Kopf nickt. Auf die Frage, wo sich dieses Objekt befindet, antworten Sie: "Im Cyberspace, Planet Calypso". Und jetzt stellen Sie sich vor, wie das Gesicht des Bankers daraufhin aussehen könnte - richtig, in etwa so!
Adolf Hitler war Präsident der DDR; die Stadt Hamburg liegt am Rhein; zehn Prozent von 100 sind 20 - was nach dem Resultat intensiven Schulschwänzens klingt, sind Stilblüten ausgerechnet derer, die per Gesetz zum Unterrichtsbesuch verpflichtet sind.
Deutschland hat gewählt - und alle, sieht man von den Bürgerinnen und Bürgern einmal ab, fühlen sich wie Gewinner. Irgendwie. Versöhnlicher Nebeneffekt des vielfarbigen Freudenrauschs: Theoretisch steht niemand als schlechter Verlierer da.
Deutschland im Sommer 05. Das Wetter passt sich der Gemütslage an. Geld, Perspektiven, Ratzinger-Reliquien, zumutbare Fernsehsendungen - alles wird knapp. Jetzt macht sich sogar noch die Sonne dünn. Geschwitzt wird kaum, was aber auch ein Gutes hat: Nicht jeder kann mit Hilfe des Bayerischen Rundfunks Schweißflecken ungeschehen machen, so ges(ch)ehen in Frau Merkels Achselhöhle anlässlich der Bayreuther Festspiele.
Um das berühmte Fass zum Überlaufen zu bringen, reicht manchmal schon ein Schlückchen Kaffee - das Gebräu muss nur heiß genug sein. Nach dem Zirkus um den Porno-Mod "Hot Coffee" ziehen amerikanische Jugendschützer Konsequenzen und "Grand Theft Auto: San Andreas" aus dem Verkehr. Denn nichts anderes bedeutet die neue Einstufung "Adults Only", die viele amerikanische Händler dazu veranlassen wird, den Titel von Rockstar Games aus den Regalen zu fegen.
Manchmal kann man es kaum glauben, aber selbst die Verursacher von schlechten Games legen es in den seltensten Fällen darauf an, wirklich schlechte Games zu programmieren. Viele geben sogar alles oder zumindest Geld für Technologielizenzen aus. Das ist nicht nötig, zumal es günstigere und effizientere Wege gibt, erfolglos zu sein. Dieser Leitfaden zeigt, wie.
Was für Filmschaffende ebenso normal ist wie für viele Buchautoren scheint die Macher von Computerspielen vor Probleme zu stellen. Gemeint ist die Kombination aus Kill und Koitus - die Erfolgsformel Sex & Crime. Denn so sehr sich die programmierende Zunft auf das Fach Crime versteht, so stiefmütterlich wird in den Spieleschmieden mit dem Thema Sex umgegangen. Selbst im Zeitalter des frivolen Werbewahns, wo kein Nasenhaarentferner ohne sexuelle Assoziation an den Mann gebracht wird, sind Liebe und Erotik in fast allen virtuellen Halb- und Unterwelten tabu.
Heutzutage ist es nicht leicht, jung zu sein. Wen soll man bewundern, zu wem aufschauen? Viele Stars aus Musik, Film oder Sport sind blasierte Millionäre; Politiker gelten als uncool, korrupt, inkompetent.
Dosenpfand und Homoehe - das war dem deutschen Volk dann doch zu wenig. Nach dem Debakel in NRW zieht die SPD die Reißleine und nach Möglichkeit die Bundestagswahl vor. Dabei sind die Aussichten, dass die Regierung wiedergewählt würde, derzeit düsterer als die Parteifarbe des politischen Gegners. In Daniel Küblböck fand Deutschland einen weibischen Superstar, doch schon bald könnte eine echte deutsche Frau noch Größeres erreichen: CDU-Chefin Angela Merkel peilt das Kanzleramt an, die nächste Legislatur schimmert schwarz-gelb. Dann könnte auch für den politischen Spaßmacher Guido Westerwelle der Ernst des Lebens beginnen.
Johannes Paul II. geht, Benedikt XVI. kommt. In der Zwischenzeit wird der kleinste Staat der Welt zum Mittelpunkt derselben; alles blickt nach Rom oder gelangt auf einem der vielen Wege dorthin. Nur die Engländer wollen in Joseph Ratzinger den 78-jährigen Hitlerjungen sehen. Ansonsten haben sich aber alle lieb. Sogar der treue Marilyn Manson-Fan kramt dieser Tage das eingemottete Gebetsbuch hervor.
Liebes Tagebuch, mir ist heute etwas merkwürdiges aufgefallen. Nicht nur ich habe am 10. März Geburtstag, alle um mich herum scheinen am 10. März Geburtstag zu feiern. Überall an der Uni hat man einander gratuliert, am 10. März, den ganzen Tag über. Was außerdem seltsam ist: meine Freundinnen und ich erleben "Wilde Campus-Jahre", aber keiner von uns hat auch nur die leiseste Ahnung, was vor dem Studium war.

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