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Chicago
Crosby, Stills, Nash and Young
| Künstler | Crosby, Stills, Nash and Young |
| Songtitel | Chicago | |
| Genre | Rock | |
| Typ | mp3 | |
| Größe | 5,628 | |
| Quelle | www.4waysite.com | |
| Bewertung |
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Das einzig offizielle Live Album der Vier bisher
Das Cover sieht billig aus. Die Auswahl der Songs hätte besser sein können. Und das besondere an CSN (&Y) Konzerten war und ist: sie dauern oft über 3 Stunden, mehr als auf 2 CD's passt. Ansonsten ist 4 Way Street ein grossartiges Live-Album. Manche Lieder verlieren hier etwas wie Stills Love the one you're with, andere gewinnen, wie Youngs Don't let it bring you down mit der selbstironischen Ansage des Kanadieres. Crosbys Triad, ein Song über Sex zu Dritt, erinnert nochmal daran woher die Musiker kommen: aus dem Summer of Love. Die akustische Version von Cowgirl in the sand ist so schön wie die auf Live at Massey Hall. Das Booklet ist erfreulich, wurden doch alle Lyrics abgedruckt. Gehört in jede Neil Young Sammlung! Anspieltipps: Don't let it bring you down, Chicago, Find the cost of freedom
Kurz, knapp, klar - die CD ist ein Muss für jede gut sortierte Plattensammlung
Andere Rezensenten sind hier ja bereits ausreichend auf Details eingegangen. Mir geht die "4 Way Street" Scheibe auch nach vielen Jahren immer noch unter die Haut. Wie 4 derart unterschiedliche Charaktäre sich zu so einem Meilenstein der Rockgeschichte zusammenfinden konnten, finde ich auch heute noch beeindruckend. Die Spielfreude der 4 kommt besonders schön bei der ironischen Einleitung zu "Don't let it bring you down" rüber. "Chicago" wird live mit soviel Inbrunst gespielt, daß es eine wahre Freude ist. USW. ... Kurz, die Scheibe muss in den Plattenschrank jedes Rockmusikinteressierten. Basiswissen sozusagen und absolut hörenswert.
Ein Meilenstein unter den Live-Alben
Nach zahlreichen musikalischen, menschlichen und politischen Querelen wird der damals 26jährige David van Cortlandt Crosby nach dem "Summer of Love" im Oktober 1967 schließlich aus der Band "The Byrds" gefeuert.... ....was sich jedoch als Glückfall erweisen soll, denn schon im darauffolgenden März trifft der eigenwillige Kalifornier in Laurel Canyon (LA) auf einer von Ellen Naomi Cohen, alias "Mama" Cass Elliot (1941-1974), organisierten Party seinen ebenfalls unbeschäftigten texanischen Kollegen Stephen Arthur Stills, dessen Band "Buffalo Springfield" sich gerade in Auflösung befindet. Zu ihnen gesellt sich Graham William Nash aus dem englischen Blackpool, der gerade seiner Formation "The Hollies" den Rücken gekehrt hatte. Durch diese Vereinigung entsteht die Supergroup "CSN", die neun Monate später in Los Angeles ihr erstes Album mit Eigenkompositionen veröffentlicht und im August 1969 zusammen mit Stills ehemaligen Buffalo Springfield Kollegen, dem Kanadier Neil Percival Young als "CSN&Y" zu den "Helden von Woodstock" avancieren, deren perfektes Zusammenspiel von der Musikkritikerin Ellen Sander mit hochgezüchteten Düsenjets im Formationsflug verglichen wird.... Die in Viererkollektiv ausgeübte Egozentrik zeigt entgegen des Gruppennamens, einer nichtalphabetischen Aneinanderreihung von vier Nachnamen, vielmehr anhand des Proporzes zwischen den Beiträgen der einzelnen Künstler eine besondere persönliche und musikalische Prioritätsreihenfolge...... .....die sich im im Titel und der Musik des Albums "4 Way Street", das erstmals am 7. April 1971 veröffentlicht wurde, besonders manifestiert. 21 Aufnahmen, die leider die Hymne "Woodstock" vermissen lassen stammen von mehreren Konzerten Juni/Juli 1970 in "Fillmore East" (New York), "Chicago Auditorium" und "The Forum (Los Angeles). Während CD1 weitestgehend als "unplugged, bzw. alles was Akustikgitarre und mehrstimmiger Chorgesang hergeben" bezeichnet werden kann, bietet CD2 "verstärkten" Electric Folk mit Einsprenkelungen aus Sparten wie Psychedelic, Jazz usw. Manche Songs verblüffen zunächst das Publikum, das die Stücke aufgrund mancher Intros erst nach einiger Zeit des Zuhörens erkennt und dann erst frenetisch bejubelt. Mit 5 Songs und einem Medley von insgesamt 39:28 bestreitet der Kanadier Neil Young als Annex der Basisgruppe die längste Zeit. Von ihm stammen "On The Way Home" (CD 1/ Track 2), "Cowgirl In The Sands" (1/8), "Don't Let It Bring You Down" (1/9), "Medley The Loner - Cinnamon Girl - Down By The River" (1/15) "Southern Man" (2/3), und "Ohio" (2/4). Mit Suite: Judy Blue Eyes (1 / 1), "49 Bye-Byes/America's Children" (1/10), "Love The one You're with" (1/11), "Black Queen" (1/14), "Carry On" (2/5) und "Find The Cost Of Freedom" (2/6) steuert Stills 33:52 Minuten bei. Vom kalifornischen "Enfant Terrible" David Crosby gibt es vier Songs, "Triad" (1/4), "The Lee Shore"(1/5), "Laughing" (1/13), "Long Time Gone" (2/2) was 20:58 Minuten entspricht. Die 16:37 Minuten des Engländers Nash sind mit Abstand der kürzeste Beitrag, bieten mit "Teach your Children" (1/3), "Chicago" (1/6), "Right Between The Eyes" (1/7), "King Midas Reverse" (1/12), "Pre-Road Downs" (2/1) dennoch fünf Klassiker. Mit den wichtigsten Werken der vier individualistischen Ausnahmemusiker ist "4 Way Street" ein Meilenstein unter den Live-Alben, das in jedes Platten-/CD-Regal gehört. Das beigefügte Booklet bietet die Texte aller 21 Songs. 5 Amazonsterne.
Ehrlich rockt am längsten
Wenn ein Live-Album in mehr als dreißig Jahren nichts von seinem Reiz verliert, muss es dafür Gründe geben. "4 Way Street" fiel in eine außerordentlich ereignisreiche Phase des gesellschaftlichen Wandels in den USA und der westlichen Welt. Kalter Krieg, Vietnam, der autoritäre Charakter, das Unbehagen in der Zivilisation, Studentenproteste und die tödlichen Schüsse auf dem Campus in Ohio, Rassenunruhen, die Bürgerrechtsbewegung, gewaltfreier ziviler Widerstand, das Blutbad bei Gegendemonstrationen anlässlich des Parteitages der Demokraten (!) in Chicago, soziale Reformen, eine sich zunehmend politisierende, immer selbstbewusster auftretende Jugend - dieses Doppelalbum hat die Stimmung jener Jahre eingefangen wie einen Flaschengeist. Der Einfluss dieses Albums für die Bedeutung einer mehrheitlich von Jugendlichen getragenen "Gegenkultur" kann kaum überschätzt werden. Zwar hatte es bereits zwei sehr erfolgreiche Platten von Crosby, Stills & Nash und drei wichtige Alben von Neil Young gegeben, doch erst hier entfalteten die vier Nordamerikaner das, was uns seither als einer der Kulminationspunkte der Rockmusik zu Beginn der Siebzigerjahre in der Erinnerung und in der Vorstellungswelt erhalten geblieben ist. Wenn sich heute Unplugged-Konzerte so großer Beliebtheit erfreuen, hat wohl auch damit zu tun, dass wir hier die Aufnahmen in einen akustischen und einen elektrischen Set aufgeteilt finden. Denn ohne Zweifel hat dieser Mitschnitt für Jahrzehnte Standards gesetzt. Was dieses Live-Album so besonders macht, ist jedoch nicht allein sein Bezug auf die politischen Ereignisse jener Zeit oder die Unterteilung Akustik/Elektro, sondern vor allem seine innere Dynamik. Von allen zwanzig ausgespielten Songs sind nur fünf aus den gemeinsamen zwei Studioalben. Alle übrigen Titel kommen von früheren Formationen oder aus vorangegangenen Soloprojekten der Beteiligten. Der Fokus liegt mit jedem Stück bei einem anderen Musiker und jeder von ihnen hat einen ganz individuellen Stil als Singer/Songwriter. Es ist außerordentlich spannend, mitzuerleben, wie die Musiker die Stücke ihrer einzelnen "Kollegen" begleiten und wie bemerkenswert geschlossen sich dieses Zusammenspiel anhört. Mit ihrer Musik wurden David Crosby, Stephen Stills, Graham Nash und Neil Young schon bald zu Symbolfiguren der damaligen emanzipatorischen Bewegung und zu Vorbildern von Singer/Songwritern bis in unsere heutige Zeit. Gemessen an der Bedeutung, die dieses Album noch immer hat, wäre eine sorgfältigere Editierung sehr wünschenswert. Beispielsweise erfährt der interessierte Hörer nicht, wo und wann die Stücke aufgenommen wurden und auch ein Booklet mit Liner Notes fehlt, das die Zusammenhänge zwischen den politischen Ereignissen und einzelnen Titeln veranschaulichen könnte. Ob die Bonus-Tracks auf dem 2CD-Set in jedem Fall eine Bereicherung gegenüber der Doppel-LP aus den Siebzigerjahren sind, sei einmal dahingestellt. Wie auch immer, als mir ein Bekannter sagte, er habe zu Zeiten der DDR einen gesamten Monatslohn für "4 Way Street" hingelegt, habe ich ihn völlig verstanden.
Acoustic JA - Electric NEIN
Während das Acoustic-Set brilliert mit dichtem Satzgesang und überraschenden Harmonien fällt CD2 rapide ab. Hier rächen sich die vielen Stunden im Studio - CSN&Y bringen den Sound einfach nicht auf die Bühne. Das liegt nicht an den Songs - der Sound matscht zusammen und der Brei ergießt sich dem Zuhörer. Digital remastert oder nicht, hier ging was daneben. Aber CD1 ist stark und wird immer wieder gern gehört.
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