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13.09.2002
 

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Enterfaith

Soulfly

CD Cover Künstler Soulfly
Songtitel Enterfaith
Genre Metal
Typ mp3
Größe 4,470
Quelle www.soulfly.com
Bewertung
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Steigung der Qualitätskurve: negativ

Das Niveau von 'Primitive' kann hier nicht gehalten werden, aber das ist ja auch kein Beinbruch. Neben ein paar Totalausfällen, nämlich ausgerechnet der Opener "Downstroy" und "One", ansonsten noch die Schweigeminute "9-11-01" und das Outro (vom Stil her ähnlich wie der Bonus-Track auf Sepulturas 'Roots', nur dass "Zumbi" nicht so die Atmosphäre unterstreicht), kommen ein zwei richtige Kracher mit Kultstatus (die auf den Punkt gebrachte Thrash-Nummer "L.O.T.M." und das persönliche Trauer-Hass Epos "Tree Of Pain"), dazu noch ein paar wirklich hörenswerte harte Lieder ("Enterfaith", "Seek 'N' Strike", "Call To Arms") und viele innovative und überzeugende Stücke ("Brasil", "Four Elements"). Abgerundet wird das Ganze von zwei guten Coverversionen (von Sacred Reich und Chico Science) und dem obligatorischen Seelenflug-Instrumental, diesmal "Soulfly III". Die Bonus-Tracks sind OK, die Live-Versionen interessant, so dass ich empfehlen würde, nur zur erweiterten Version zu greifen. Beim Digipak sieht leider aber das Cover mit seinem glanz-goldenem Hintergrund schlechter aus als das von der normalen Version (wie hier im Bild). Nach der objektiven Betrachtung und bei so vielen starken Songs frage ich mich sogleich, warum ich das Album in so schwacher bis schlechter Erinnerung habe. Die Antwort liegt auf der Hand: Das Konzept der Aufmachung ist nicht gut und wird der individuellen Stärke der Musik oft nicht gerecht. Was soll das zum Beispiel mit der Schweigeminute? Oder mit dem Instrumental zwischendurch? Oder dem miesen Outro? Geschickter wäre da, auf Spielereien gänzlich zu verzichten und das geniale Soulfly-Intrumental als Outro fungieren zu lassen, denn das hinterließe auch einen starken Eindruck. "I'll bring da shit I'll throwdown I'll make you bleed Heart, fist, soul, mind" (Four Elements)

back to the roots

mit '3' dem dritten album von soulfly knüpfen die jungs um max cavalera an die beiden vorgänger an, und sogar an manche sepultura-scheiben. wie immer gibt es einen mix aus lauten metalriffs, (heimatlichem) tribalsound und den unverwechselbaren vocals. wer dies nicht würdigt, dem ist auch nicht mehr zu helfen, denn dieses geniale zusammenspiel lässt keine negative kritik zu. 'downstroy' erinnert zu beginn an den klassiker 'eye for an eye'. laut, brachial und rücksichtslos haut der track einem die ohren weg. 'enterfaith' hingegen ist nicht besonders geglückt. hier wird cavalera oftmals schlecht von anderen dingen übertönt, zudem gibt es in diesem fall wirklich unnötiges und nicht gut klingendes gegröhle, wie man es eigentlich nicht gewonht ist. 'one nation' ist wohl einer der besten tracks auf diesem album, der von einem ständiger wechsel zwischen extrem schnellen parts und refrain-vocals beherrscht wird. direkt darauf folgend legen soulfly dann eine gedenkminute für die opfer des 11.9.01 ein. ich denke, sowas ist auch noch nicht grad oft vorgekommen. ob es aber unbedingt von nöten war möchte ich jetzt nicht bewerten, es passt aber auf jedenfall zum image von soulfly. 'one' erinnert mit seinen rythmen sehr stark an ratamahatta und 'one' mit dem ill nino vocalisten haut mächtig rein und dies trotz melodischer parts, die jedoch äußerst genial zusammen mit den zerrenden gitarrensolos zusammenpassen. der refrain wird hier wohl niemanden ruhig bleiben lassen. 'four elements' beginnt laut, wird dann zwischenzeitig ruhig, indem bekannte tribal, und dazu kurioser weise auch orientalische klänge die oberhand ergreifen, bevor dann nochmal am ende zum gewohnten schlussspurt angesetzt wird. 'tree of pain' überrascht mit warm-weiblichen vocals zu beginn und zum ende, dazu ein sich - im wahrsten sinne des wortes - die seele rausbrüllender mittelteil. meiner meinung nach der beste track des albums, auch wenn es etwas ungewonht klingt und aus der reihe fällt. aber das ist bei '3' (und allgemein bei soulfly) ja im grunde sowieso markenzeichen: die vielen verschiedenen einflüsse und die experimentierfreudigkeit. mit den liveaufnahmen von 'eye for an eye' und 'pain' findet das ganze dann eine würdigen abschluss. insgesamt gesehen das bisher beste soulfly album. anspiel tipps sind die von mir erwähnten tracks mit ausnahme von '9-11-01'.

back to the roots

mit '3' dem dritten album von soulfly knüpfen die jungs um max cavalera an die beiden vorgänger an, und sogar an manche sepultura-scheiben. wie immer gibt es einen mix aus lauten metalriffs, (heimatlichem) tribalsound und den unverwechselbaren vocals. wer dies nicht würdigt, dem ist auch nicht mehr zu helfen, denn dieses geniale zusammenspiel lässt keine negative kritik zu. 'downstroy' erinnert zu beginn an den klassiker 'eye for an eye'. laut, brachial und rücksichtslos haut der track einem die ohren weg. 'enterfaith' hingegen ist nicht besonders geglückt. hier wird cavalera oftmals schlecht von anderen dingen übertönt, zudem gibt es in diesem fall wirklich unnötiges und nicht gut klingendes gegröhle, wie man es eigentlich nicht gewonht ist. 'one nation' ist wohl einer der besten tracks auf diesem album, der von einem ständiger wechsel zwischen extrem schnellen parts und refrain-vocals beherrscht wird. direkt darauf folgend legen soulfly dann eine gedenkminute für die opfer des 11.9.01 ein. ich denke, sowas ist auch noch nicht grad oft vorgekommen. ob es aber unbedingt von nöten war möchte ich jetzt nicht bewerten, es passt aber auf jedenfall zum image von soulfly. 'one' erinnert mit seinen rythmen sehr stark an ratamahatta und 'one' mit dem ill nino vocalisten haut mächtig rein und dies trotz melodischer parts, die jedoch äußerst genial zusammen mit den zerrenden gitarrensolos zusammenpassen. der refrain wird hier wohl niemanden ruhig bleiben lassen. 'four elements' beginnt laut, wird dann zwischenzeitig ruhig, indem bekannte tribal, und dazu kurioser weise auch orientalische klänge die oberhand ergreifen, bevor dann nochmal am ende zum gewohnten schlussspurt angesetzt wird. 'tree of pain' überrascht mit warm-weiblichen vocals zu beginn und zum ende, dazu ein sich - im wahrsten sinne des wortes - die seele rausbrüllender mittelteil. meiner meinung nach der beste track des albums, auch wenn es etwas ungewonht klingt und aus der reihe fällt. aber das ist bei '3' (und allgemein bei soulfly) ja im grunde sowieso markenzeichen: die vielen verschiedenen einflüsse und die experimentierfreudigkeit. mit den liveaufnahmen von 'eye for an eye' und 'pain' findet das ganze dann eine würdigen abschluss. insgesamt gesehen das bisher beste soulfly album. anspiel tipps sind die von mir erwähnten tracks mit ausnahme von '9-11-01'.

Soulfly - 3

Soulflys dritte Platte: Downstroy: 10/10 Seek'n'Strike: 9/10 Enter Faith: 9/10 One: 9/10 L.O.T.M. 8/10 Brasil: 9/10 Tree of Pain: 8,5/10 One Nation: 10/10 9-11-01: 6/10 Call to Arms: 10/10 Four Elements: 9/10 Soulfly III: 7/10 Sangue de Bairro: 8/10 Zumbi: 5/10 I will Refuse: 8/10 Under the Sun: 8/10 Eye for an Eye (live): 10/10 Pain (live): 10/10

nach einer Woche "ausgehört"

Schade, das dritte Soulfly-Album ist für mich auch das schlechteste. Während ich alte Max Cavalera/Sepultura-Alben über Jahre hinweg hören konnte und kann, ohne das sich auch nur die geringste lange Weile einschleicht, langweilte mich "3" bereits nach einer Woche. Auch live kommen die alten Sepultura-Sachen viel viel besser, authentischer und mitreissender rüber. Ich bin zwar kein Fan der ganz alten Sepultura-Scheiben (sprich Benath the Remains etc.) und trotzdem ist für mich z.B. "L.O.T.M.", was sehr an ein "Arise"-Album erinnert, eines der besten Lieder der neuen CD. Ein Song wie "Zumbi" ist einfach nur schlecht und überflüssig. "Chaos A.D." und "Roots" bleiben für mich weiterhin die besten Alben ever. Wenn man sich unterdessen das aktuelle Sepultura Live-Album "Under a pale grey sky" anhört (letzter Sepultura-Liveautritt vor dem Split), erkennt man einmal mehr die absolute Genialität der früheren Scheiben im Gegensatz zu den jetzigen Produktionen. Das Album ist einfach nur Hammer, Hammer, Hammer. Das beste Livealbum was ich je gehört habe. Es bleibt abzuwarten was Sepultura uns mit ihrem neuen Album "Roorback" (Release 26.Mai.2003) abliefern. Ich bin optimistisch...


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