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Undone
Bjork
| Künstler | Bjork |
| Songtitel | Undone | |
| Genre | Pop | |
| Typ | mp3 | |
| Größe | 3,517 | |
| Quelle | unit.bjork.com | |
| Bewertung |
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Man muss die Stimme der kleinen Diva Björk schon mögen
Man muss die Stimme der kleinen Diva Björk schon mögen, sonst kann man sich nicht in ihren Bann ziehen lassen. Zu nächst einmal vorweg: Diese Platte ist nicht für Abende gedacht, an denen man später noch weg gehen will. Die ganze Platte ist in einem traurigen Ton gehalten, wobei besonders einzelnen Wörter bzw. Textpassagen im Ohr hängen bleiben, wie "I love him" ("Pagan poetry"), "To a boy" ("Cocoon"), "Hidden place" und "Nature is ancient". Letzteres ist nur als Video auf der beiliegenden DVD erhältlich - diese fünf enthaltenen Videos werten die CD insgesamt noch ein wenig auf. Da fließt Tränenflüssigkeit über das Gesicht von Björk in Großaufnahme ("Hidden place"), Körperstellen werden in verschwommenen Grautönen gezeigt, inklusive Piercingprozeduren ("Pagan poetry"). Ebenfalls wird Björk als nackte Schaufensterpuppe in einen "Cocoon" gewickelt oder wandelt als Däumeline nachts durch einen Wald. Zur Musik sei noch folgendes gesagt: Bei "Cocoon" gibt es Töne im Hintergrund, die an Massive Attack erinnern, das Instrumentalstück "Frosti" wird per Spieluhr erzeugt und die Hintergrundgeräusche in "Unison" klingen wie ein großes Kinderkarussell auf einem Jahrmarkt. Übrigens ist der Song der einzige, der keinen traurigen Touch hat. Zusammenfassung: Björk ist ein Phänomen, welches sich mir erst spät erschlossen hat, dann aber gewaltig über mich kam.
Who would have known a beauty this immense...
Lange Zeit konnte ich mich mit Björks Meisterwerk "Vespertine" nicht anfreunden. Sogar das komplexe Album "Medulla" erschien mir zugänglicher als "Vespertines" sanfter, kribbelnder, ätherischer Retortensound Aber Zeiten ändern sich. Heute liebe ich "Vespertine" über alles und gehe auch so weit zu sagen, dass sich dieses Album den ersten Platz mit dem Vorgänger "Homogenic" teilt. "Vespertine" ist komplex, intim, undurchsichtig, geheimnisvoll und doch einfach nur wunderschön. Die Platte beginnt mit dem hypnotischen "Hidden Place", ein unglaublich eingängiger Track, der ähnlich wie der "Hunter" von "Homogenic" sich schleichend und stetig aufbaut. Mein persönlicher Favorit "Cocoon" folgt sogleich, ein wunderschönes Liebeslied...angereichert mit knisternden Beats... Björk flüstert eher als das sie singt. Das beschwingte "It's not up to you" und das beruhigende "Undo" leiten zum allseits beliebten Björk-Oldie "Pagan Poetry" über. Ein unheimlich kraftvoller Track in dem sich die ganze Leidenschaft und Stimmgewalt der isländischen Pop-Königin entfaltet. Zum Abkühlen gibt es anschließend das Instrumentalstück "Frosti", dem sich das winterliche "Aurora" anschließt. "An Echo An Stain" wirkt stellenweise ein wenig beängstigend, aber bevor der Zuhörer auch nur die Zeit gefunden hat die Stirn zu runzeln, folgt "Sun in my Mouth" (die Björk-Version eines Gedichtes von E.E.Cunnings). Ein sehr schönes Stück. Die darauffolgenden Tracks "Heirloom" und "Harm of Will" sind liebevolle Stücke von unglaublicher Sanftheit. Wie kann man Björk nur Eiskönigin nennen, wenn sie so schöne Songs schreibt? "Vespertine" endet schließlich mit dem fantastischen "Unison", welches im Endeffekt zu "Make Love not War" auffordert. Fantastisch. Fazit. Dieses Album ist ein Meisterwerk und man sollte sich von dem anfangs sehr synthetischen und komplexen Klang der Tacks nicht abschrecken lassen. "Vespertine" erschließt sich dem Zuhörer, wenn dieser entspannt ist und Zeit mitbringt. Viel Zeit und Ruhe. Also dann: Undo... Undo... Just Undo...
Hidden Place
sanft, beruhigend, fantastisch. Warum war wohl die Queen im Konzert in der Royal Opera? Wahrscheinlich aus den selben Gründen!
Kuschelrock auf höchstem Niveau
Mit "Vespertine" hat Björk mit ihren bis dato erschienen Alben das ruhigste und ausgeglichensten geschaffen. Man könnte natürlich meinen, das jemand wie Björk dadurch ihren Charakter und Kompromisslosigkeit verliert. Aber der Erfolg mit ihren vorherigen Alben gibt ihr aber recht. Und Mainstream kann man ihr bestimmt nicht vorwerfen. "HiddenPlace" als Anfangsstück bestimmt mit unglaublichen, dröhnenden Rythmen. Kombiniert mit dem verzweifelten Organ der Interpretin wird daraus eine herzerreißende Ballade, ohne je kitschig zu wirken. Während "Cocoon" unter Umständen zu etwas nervig werden droht, bestechen gerade die unbekannten Stücke wie "Undo", "Sun in my mouth" und "Heirbloom", kurzum der gesamte Rest. Das absolute Highlight kommt mit "Unison" zum Schluß. Ein unglaublich schönes Album von einer Individualistin, wie man es nur selten zu hören bekommt. Eben Kuschelrock auf absolut höchstem Niveau!
Heißer Kakao vor dem Kamin + Winter = Vespertine
Also ich habe schon einige Rezensionen über dieses Album gelesen und teilweise war ich erstaunt, wie schlecht es abgeschnitten hat. Waren die Kritiker taub? Haben sie einen schlechten Tag gehabt?Dann aber bitte nicht an Vespertine auslassen. Vespertine ist irgendwie (wie jedes Album von Madame Extravaganz)kein einfaches Album.... es scheint als ob Björk sich Lied für Lied ausziehen würde und ihre zerbrechliche Gestalt kommt zu vorschein mit ihren mächtigen und einzigartigen Instrument: ihre Stimme. Mal leise und fragile,dann wieder laut und ehrlich, begleitet von einem Chor, sanften Streichern, Harfenklängen mit elektronisch ausgefeilten Beats und verrückten, verspielten Klängen. All dies zusammen bildet diese bekannte, unbeschreiblich emotionale Atmosphere dieser Platte . Besonders hervorzuheben, finde ich, ist der Song "An Echo, A Stain". Hier unterscheidet sich Björk von anderen Künsltern. Wieso Strophe- Refrain- Schema? Einfach der Musik freien Lauf lassen. Viele finden sich an diesem Punkt vor den Kopf gestoßen und bleiben verwirrt zurück. Was will mir dieses Lied sagen? Irgendwann mitten im Hören ist dies aber nicht mehr wichtig und man verliert sich in der mehrschichtigen Klangwelt. Dieses Album überzeugt durch Björks Kompositionsfähigkeit und ihre Wandlung (sehr introvertiert, im Gegensatz zu Homogenic). Sie ist wirklich etwas einzigartiges und dies beweist sie wieder einmal mit dieser wunderbaren CD. Achtung: Nix für Mainstream Pop- Fans, dafür aber viel mehr für offene,kreative Musikliebhaber.
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