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09.11.2009
 

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About A Girl

Nirvana

CD Cover Künstler Nirvana
Songtitel About A Girl
Genre Punk
Typ mp3
Größe 3,012
Quelle www.spinner.com
Bewertung
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Aus den untiefen eines versifften Kellers...

Was kann man zu Nirvanas Debüt sagen. Sicherlich das an etwas wie "Nevermind" hier noch nicht wirklich zu denken war. Das Erstwerk "Bleach" ist DAS typische Grunge-Album. Eine junge Band aus dem Nordwesten der USA, ein dreckiger Sound als wäre dieses Album mit einem Kassettenrekorder in einer Garage aufgenommen worden (tatsächlich kostete die Produktion nicht mehr als 600 Dollar), schmutzige und halbkaputte Gitarren auf denen unsaubere Riffs und schiefe Soli geschrammelt werden, ein Sänger der mehr oder weniger singen kann, ein Drummer welcher von dem Wort "Takt" offensichtlich nicht allzu viel hält, Texte die nur selten (oder gar keinen) Sinn ergeben, Melodien die eindeutig durch den Rock der 70er Jahre geprägt wurden allerdings mit einer Mischung aus Metal und Punk verkrustet werden... Das alles macht Nirvanas Debüt meiner Meinung nach zu dem Album welches den Begriff "Grunge" am besten definiert. Eine vom Leben ziemlich frustrierte Generation, die ihre Wut, Hoffnungslosigkeit und Lustlosigkeit durch Musik ausdrücken wollte die genauso hässlich war wie sie die Gesellschaft sahen. Grunge hatte auch seine schönen glatten Seiten, was Bands wie Pearl Jam eindrucksvoll bewiesen, doch wenn man etwas richtig glaubwürdiges suchte was eben deswegen unschön klang dann stieß man früher oder später immer auf Nirvana. Dabei machte sich Kurt Cobain im Gegensatz zu später bei diesem Erstling keinerlei Gedanken über Songwriting und Messages. Hauptsache irgendwie ein Album rausschmeißen und gucken was passiert. Gerade diese Unbekümmertheit und die teilweise verstörenden Lyrics, nicht zuletzt aber die schwere Musik machen Bleach zu einem sehr düsteren und schwerverdaulichen Album. Es fängt tief und bitterböse mit "Blew" an. Trotz der übertrieben tiefer gestimmten Gitarren hört man eindeutig die Einflüsse des 70's-Rock heraus. "Floyd the Barber" zieht einen mit den aggressiven, prügelden Drums in den Bann. "About a Girl" ist eine sarkastische Abrechnung mit Kurts damaliger Freundin und der einzige richtige Popsong der schon in Richtung Nevermind weist. "School" ist quasi eine Hymne für den deprimierenden mit Gewalt angefüllten Schulalltag. "Love Buzz" passt mit voller Absicht nicht in das Konzept des Albums, da es ein Shocking Blue-Cover ist und weder musikalisch noch textlich zum Rest der Songs passt. Eine geniale Bassline und ein Solo, welches fast nur aus Feedback besteht machen dieses Lied aber zu einem weiteren Hit. "Paper Cuts" und "Negative Creep" sind besonders hässliche, brutale Rocksongs in welchem das jeweils dargestellte Individuum sich den Frust von der Seele schreit. Ob es einige von wenigen Songs sind die Kurt über sich selbst schrieb? "Scoff" und "Swap Meet" sind sehr rhythmisch angelegte Nummern die mich persönlich ziemlich an Helmet erinnern (obwohl die erst ein wenig später so richtig aktiv wurden), das Hitpotenzial aber dennoch nicht vermissen lassen. "Mr. Moustache" ist eine zynische Abrechnung mit den von Kurt so verhassten Prolls und Machos. "Sifting" reiht sich als weiterer schwerer Rocksong daneben. "Big Cheese" ist nochmal ein Grunge-Hit, bei dem Cobain sich von Strophe zu Strophe in seiner Aggression steigert. "Downer" ist der musizierte Irrsinn und der einzige richtige Punksong auf dem Album, welcher die Verlorenheit des gesamten Album perfekt abschließt. Letztendlich lässt sich sagen, dass "Bleach" ein wichtiges Werk war, für den aufstrebenden Grunge wie für die damalige Jugend. Wahrscheinlich sogar genauso wichtig wie Nevermind nur das dieses für die Masse zugänglicher war. Ob Cobain auch all das meinte was man in diese Platte hineininterpretieren kann lässt sich nur schwer sagen. Dennoch bleibt "Bleach" ein interessantes und wichtiges Rockalbum, welches den Nachfolgern gegenüber nicht untergeordnet werden sollte.

3 1/2 Sterne für einen sehr respektablen Erstling

Der Nordwesten der USA, die Achtziger Jahre neigen sich langsam dem Ende zu, eine Generation, ein Sound. Zu einer Zeit, in der es brodelte im Seattle-Underground. Grunge war noch kein Massenphänomen, noch nicht von der allgemeinen Wahrnehmung erfasst. Zunächst wurde die heimische Fangemeinde mitgerissen, später die ganze Welt. Doch das Potential konnte man hier schon spüren. Die Geschäftspartner: Sub Pop, das kleine Indie-Label, das später Rockgeschichte schreiben sollte - und Nirvana: Nicht nur irgendeine weitere Band aus den Kellern und Garagen Seattles... Ein junger Kurt Cobain singend an der Gitarre mit dem schon hier riesigen Krist Novoseli am Bass, aber noch ohne den bekannten Dave Grohl, stattdessen trommelte sich Chad Channing hier den Frust von der Seele. Ein Frust, der in einer Gesellschaft entsteht, die einem keine Perspektive bietet und somit das Musikmachen die einzige Möglichkeit darstellt, sich auszuleben, seinem Seelenzustand Ausdruck zu verleihen: Die Rockmusik als Ausweg aus der Verwahrlosung. Oft wurde dieses Debut verschmäht, vor allem in künstlerischer Hinsicht, doch sollte man die Wurzeln von einer Band, die es später allen gezeigt hat, mindestens zu würdigen wissen. Tatsächlich fehlen noch die zwingenden Melodien, die strukturierte Perfektion, wie auch eine geschliffene Produktion (mit knapp über 600 $ Kosten ein echtes Low Budget-Projekt). Doch ist der Gesang schon mitreißend, die Rhythmusarbeit ausreichend solide und natürlich der bedrohliche Gitarrensound - keine Furcht zu hören vor dem, was noch kommen mochte. So hat die Band bis "In Utero" (1993) immer wieder auf jene Rüdheit zurückgegriffen, die bereits hier im Vollen zelebriert wird: 42 Minuten ungestüme Energie, 42 Minuten schiere akustische Intensität. Letztendlich legten Nirvana hiermit den Grundstein für das, was unter dem Namen "Nevermind" bald darauf alle Hitlisten sprengen sollte. "Bleach" als die Momentaufnahme einer Band, die es wissen wollte, bevor sie zu spüren bekam, was es bedeutet, den ganz großen Erfolg zu haben.

Nirvana at their BEST !!!

Als ich mir mit 12 dieses Nirvana Album kaufte, ahnte ich noch nicht, dass ab jetzt alles anders werden würde! "Bleach" war nicht nur mein erstes Nirvana Album, sondern auch meine aller erstes Rockalbum! Von dem Tag an wollte ich kein Radiogedudel oder Plastik Kram mehr aus den Charts hören! Ich wurde beeinflusst von dem Aufkleber, der vorne auf dem Cover klebte und aussagte "This Is Nirvana's First Album"! Also lies ich "Nevermind" und "In Utero" stehen, wegen "Heart Shaped Box" hab ich eigentlich den Laden aufgesucht, doch ich dachte "fang ich bei dem Ersten an" und kaufte mir das Ding! Schon die ersten 10 Sekunden von "Blew" machen deutlich was diese Platte zu bieten hat!! Und wenn dann dieser schleppende Gesang von Kurt Cobain anfängt ist man schon verloren in einem kleinen versifften Club irgendwo im Staate Washington! Dann schreit er es raus: "Is there another reason for your stain? Could you believe who we knew was stress and strain? Here is another word that rhymes with shame!" Vor sechs Jahren konnte ich damit noch nichts anfangen, es war einfach genialer dreckiger Rock, den sonst niemand hörte und kannte! Man fühlt praktisch die Verzweiflung , Verletzlichkeit, die Angst und den Zorn Kurt Cobains! Die schepernden Drums, die manchmal schleppende, manchmal dröhnende, kreischende, aber meist dreckig rockende Gitarre und ein Bass, der vor allem auf dem Shocking Blue Cover "Love Buzz" so schön groovt, machen dieses Album so großartig! "About A Girl" nimmt den Pop von Nevermind vorweg, aber dieser Charme, den dieser song umgibt war niemlas mehr so greifbar wie hier! "Sifting" - der längste song des Albums und eine echte Grunge Hymne! Der Rhythmus schleicht langsam vor sich hin, bis zu kurzweiligen Ausbrüchen und im letzten Teil des songs ein Gitarrensolo, das den song unsterblich macht! Der letzte song "Downer" ist ein schneller Punksong unter 2 Minuten, der "Bleach" perfekt abrundet und sowohl Wut, als auch Ironie wiederspiegelt: "Thank you dear God for putting me on this Earth"!! Mit gerade mal 600 Dollar Produktionskosten ist der Sound perfekt und Nirvana haben ihr bestes Werk abgeliefert! Sind "Nevermind" und "In Utero" ganz gute Alben, wobei letzteres das meiner Meinung nach bessere ist, können sie doch nicht das bieten was "Bleach" auszeichnet! "Bleach" entwickelt eine Atmosphäre, die unbeschreiblich ist !!! "Now You Damn You "

Der Wahnsinn in reinster Form

Ich mit meinen frischen 19 Jahren hab Nirvana nie zu der Zeit erlebt. Mit 14 hab ich das erste Lied kennengelernt. Mein erstes Album war wie bei sehr vielen Nervermind aber jetzt besitze ich alle. Ich bin nicht nur ein Fan, ich hab (ganz egal wie sich das für viele anhört) zu mir gefunden und einen ganz neuen Lebenstil entwickelt. Erst zu dem Zeitpunkt hab ich gelernt was Künstlerische Ausdruckskraft ist. Emotionale Melodien mit absolut genialen Texten. Nicht nur auf diesem Album, auf allen Nirvana Alben die ich besitze und ich würde jedem Album 10 Sterne geben. Jeder der die Grunge Szene zu schätzen weiß, weiß auch, was gute Musik ist! KAUFEN KAUFEN KAUFEN und in sich kehren!

Es kracht, dass es nur so eine Freude ist!

Wer "Nevermind" schon rockig fand, sollte sich schon mal festhalten, wenn er das allererste Mal "Bleach" in den CD Player legt! Es kracht und dröhnt, dass es nur so eine Freude ist! Rauer, ungeschliffener Grunge- Punkrock ohne Schnickschnack und doppelten Boden. Billig produziert, klingt "Bleach" nach Garagenrock der allerfeinsten Sorte! Düsterer und härter als sein Nachfolger "Nevermind", lässt "Bleach" die Herzen all derjenigen höher schlagen, die auf ungeschliffene Gtarrenriffs, treibenden Bass und fetzige Drums stehen. Empfehlung: KAUFEN- und voll aufdrehen!!!


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