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The Sun Is Down (Cornelius Mix)
Yoko Ono
| Künstler | Yoko Ono |
| Songtitel | The Sun Is Down (Cornelius Mix) | |
| Genre | Rock | |
| Typ | mp3 | |
| Größe | 3,651 | |
| Quelle | www.pitchforkmedia.com | |
| Bewertung |
von 5 Sternen
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Die Visionen der ONO perfekt umgesetzt...
Yoko Ono war ihrer Zeit ca 30 Jahre voraus.Ihre Alben galten damals als "schwer zugänglich" oder "sperrig". Künstler wie Joan Baez oder eben ihr Gatte John entsprachen mit klassischen Kompositionsstrukturen mehr dem Zeitgeist, als eine Asiatin, die diesem Schema mit ihren Visionen und ihrer Arbeit sich vollkommen entgegensetzte. Heute sind wir an Produktionen von Björk, Madonna oder Linkin Park gewöhnt und finden diese neue Freude an offenen Harmonien oder dem stimmlichen Ausdruck der oben genannten Künstler. Dieses Album zeigt auf, wie gut diese Kompositionen heute wirken. Yoko brauchte nicht einmal ihren Gesang neu aufnehmen - er wurde einfach mit neuen Arrangements versehen von angesagten Künstlern der Gegenwart. Es ist praktisch kein einzelner Song hervorzuheben, da sich bei jedem Hören eine andere die momentane Lieblingsnummer darstellt. Aber trotzdem: " Revelations " im Duett mit Cat Power klingt im neuen Pianokleid hauchzart und rührt inklusive des Textes zu Tränen. "Yes, I`m a witch" ähnelt Rammstein oder Linkin Park und "Rising" ist unglaublich interessant abgemischt, so dass man sich nicht satt hören kann. Jeder Text auf diesem Album ist von Bedeutung. Ob sie bei der Akustkballade "Death of Samantha" ihre Fehlgeburt thematisiert oder "Everyman..." gegen die Anti Politik der amerikanischen Regierung in Bezug auf Homosexuelle aufruft - Egal ob Text oder Musik - diese Frau ist ein Kompositionsgenie und sämtliche Songs sind ein Kunstwerk für sich.
wahnsinnig kreativ
Das ist keine Musik mehr. Das ist Klangkunst auf höchstem Niveau. Akkustischer Nachschub für den anspruchsvollen Hörer. Nichts, was man nebenher hören kann oder was spurlos an einem vorbeitüdelt. Jedes Stück verlangt in seiner Komplexität vollkommene Aufmerksamkeit. Es fällt aber auch nicht schwer, diese zu geben. Die Töne ziehen die Konzentration eines Zuhörers automatisch auf sich. Man kann nicht weghören, man muss eintauchen. Ich wüsste nicht, mit welchen anderen Musikern ich dieses Werk vergleichen könnte. Aber zumindest weiss ich jetzt, wo Björk und einige andere ähnlich kreative Geister ihr Vorbild hatten :-) Die einzelnen Stücke sind trotzdem erfrischend unterschiedlich. Diese Kreativität zu überbieten dürfte schwer werden. Warum man von Yoko Ono nichts im Radio hört, ist mir nun auch verständlich. Diese Klangkunst ist zu anspruchsvoll für den durchschnittlichen Konsumenten. Aber was sie an Aufmerksamkeit fordert, gibt sie an Genuss vielfach zurück. Die ganze Scheibe ist ein wunderbares Erlebnis, das ich uneingeschränkt empfehlen kann.
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