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Four Winds
Bright Eyes
| Künstler | Bright Eyes |
| Songtitel | Four Winds | |
| Genre | Rock | |
| Typ | mp3 | |
| Größe | 3,256 | |
| Quelle | store.saddle-creek.com | |
| Bewertung |
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Eine der schönsten Folkplatten der letzten Jahrzehnte
Die oft verehrten und wegen ihrer Emo-Affinität geschmähten Bright Eyes setzen mit diesem Album Massstäbe für die emotionale Folkmusik der Zukunft. Obersts zitternder, verletzlicher Gesang mag die Meinungen auseinandergehen lassen, mir persönlich gefällt sie durchaus sehr gut. Das Songwriting auf diesem Album ist schlicht fantastisch, kein auch nur ansatzweise mangelhaftes Liedgut ist darauf zu finden, die Musik ist bis ins letzte Detail hinein wunderschön, Oberst kommt besser auf den Punkt als bei den (freilich ebenfalls grossartigen) Vorgängern und ist im Gesang gefasster. Meine persönlichen Favoriten sind "Old Soul Song [For the New World Order]", "At The Bottom Of Everything", "Poison Oak" und "First Day Of My Life", wobei jedoch erneut gesagt werden muss, dass das hohe Niveau eigentlich nirgendwo sinkt; ich würde beinahe sagen, dass es eines der Alben ist, die man immer am liebsten am Stück anhören möchte, wenn das nicht eine dermassen abgedroschene Floskel wäre. Die Musik ist in Folk, Blues und Country verwurzelt, jedoch lässt nicht zuletzt der Gesang den Indie-Anteil deutlich werden; Menschen, die Gefallen an der traurigen Schönheit der Musik von Nick Drake und Elliott Smith finden, sollten sich zumindest ein wenig mit diesem Album beschäftigen, da es ein sehr guter Einstieg in die Welt des Conor Oberst und durchaus ein potentielles Lieblingsalbum für den emotionalen Folkfreund ist.
Leider gibt es keine sechs Sterne...
...denn diese Scheibe hätte es verdient. Nicht viel reden, lesen oder schreiben: Einfach anhören und verzaubern lassen! Alle Stücke, vom morbid-fröhlichen Country-Einstieg 'A the bottom of everything' bis zur Beethoven-Burleske am Ende 'Road to Joy' (Nicht: 'Ode to Joy') sind perfekt. Zwischendrin Juwelen wie das melancholische 'We are nowhere and it's now' oder das kraftvolle 'Another travellin song'. Nie war Conor Oberst besser! Und im Moment auch sonst niemand im Musikgeschäft...
Freude schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium, The city cemeteries humming, I'm wide awake it's morning!!!
Conor Oberst, das Songschreiberwunderkind aus Nebraska, liefert mit seiner Doppelveröffentlichung "I'm wide awake it's morning" und "Digital ash in a digital urn" eine enorm beeindruckende Demonstration seiner herausragenden songschreiberischen Fähigkeiten ab und glänzt dabei sowohl in akustischem als auch in elektronischem Gewand nicht nur als einfühlsam-emotionaler Folk-Barde im vielzitierten Sinne eines modernen Bob Dylan, sondern auch als Interpret perfekt durcharrangierter und -produzierter Studiomeisterwerke. Auf "I'm wide awake it's morning" behält er seinen typischen akustisch geprägten, organischen Sound bei und begeistert mit zehn ausnahmslos grandiosen Kompositionen, die zusammen mit dem sehr gelungenen Artwork des Albums ein geschlossenes Ganzes voller Melancholie und Nachdenklichkeit, aber auch voller Hoffnung und Liebe bilden. Sehr originell wirkt dabei der Opener "At the bottom of everything", der mit einer von Conor in seinem unwiderstehlich zurückhaltend-charismatischem Tonfall erzählten Geschichte über einen skurrilen Flugzeugabsturz beginnt, welche nach und nach in den sehr schwungvollen und eingängigen Song überleitet. Es folgt die wunderschöne 3/4-Takt-Ballade "We are nowhere and it's now", auf der Conor Oberst neben einem wohl dosiert eingesetzten Bläsersatz auch von Gaststar Emmylou Harris gesanglich begleitet wird - Highlight des Albums, gemeinsam mit dem "Old soul song", einer trügerisch ruhig beginnenden, enorm kraftvollen Nummer, mit einem leidenschaftlichen Conor Oberst zum Ende des Songs. Deutlich zurückhaltender präsentiert sich der Mann, der sich hinter dem Projekttitel "Bright Eyes" verbirgt, als Solist im Singer-Songwriter-Stil, nur mit Gitarre und zerbrechlicher Stimme auf den wunderschönen Liebes- (oder doch eher Anti-Liebes-???) -liedern "Lua" und "First day of my life". Diese werden von den beiden wohl als etwas unspektakulärer zu bezeichnenden Songs "Train under water" und "Another travelling song" flankiert, bevor mit dem "Land locked blues", auf dem erneut Emmylou Harris als starke Gesangspartnerin Conors Glanzlichter setzt, eine hymnisch anmutende Songperle präsentiert wird, wie man sie in der heutigen Musikszene nicht allzu oft vorfinden wird. Ein Song von bestechender musikalischer Einfachheit, mit klarer Melodieführung und nachdenklich machenden Textfragmenten, aus denen sich nach und nach eine interessante Reihe von Bildern im Kopf des Zuhörers formt. Zum Abschluss der Scheibe präsentiert sich Oberst dann noch einmal wie entfesselt: "Poison oak" ist ein Song voller Dramatik und voller positiver Energie, packend und mitreißend ohne Ende. Den furiosen Abschluss der Scheibe bildet dann der Titelsong, mit deutlichen melodischen Anleihen aus dem Finalsatz der 9. Sinfonie von Beethoven, auf dem Conor Oberst und seine Mitstreiter es nochmal so richtig krachen lassen. Ein würdiger Abschluss einer vor Qualität und Kreativität nur so übersprudelnden Platte, wie man sie immer seltener zu Gehör bekommt.
Faszinierend
Selten hat mich ein Album so sehr fasziniert wie "I'm Wide Awake, It's Morning" von Bright Eyes. Conor Obersts unverwechselbare Stimme, einen fulminanten Gastauftritt von Emmylou Harris und die wie immer herausragende Musik machen das Album zu einem Erlebnis. Das zeitgleich erschiene Album "Digital Ash in a Digital Urn" kommt an dieses nicht einmal ansatzweise heran - und das obwohl auch dieses wahnsinnig herausragend ist. Eines der besten Alben die je veröffentlicht wurden und absolut empfehlenswert für alle Freunde von unverwechselbarem Gesang.
Facettenreicher Geniestreich
Dass Conor Oberst ein genialer und eigenständiger Singer/Songwriter mit trotz seines immer noch jungen Alters charismatischer, an Robert Smith erinnernder Stimme ist, hat er bereits auf den Vorgängeralben bewiesen. Doch so brilliant und facettenreich waren seine Songs noch nie: da trifft Altfolk auf Blues, Leid auf Hoffnung, Spaß auf Ernthaftigkeit, Minimalismus auf Überschwang. Oberst ist ein ganz Großer - und I'M WIDE AWAKE... sein bisher bestes, spannendstes Album als Singer/Songwriter (dass er auch noch was ganz anderes kann beweist er auf dem parallel erschienenen, ebenfalls genialen Elektronikalbum GIGITAL ASH...). Es gibt keinen schlechten Song auf diesem Album und Songs/Melodien wie "At the bottom of everything" oder "Road to joy" sind für die Ewigkeit gemacht (die wird man auch in 30 Jahren noch gerne hören, so man heute noch die alten Dylan-Songs liebt).
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