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Lonesome Warrior
Eric Bachmann
| Künstler | Eric Bachmann |
| Songtitel | Lonesome Warrior | |
| Genre | Rock | |
| Typ | mp3 | |
| Größe | 4,523 | |
| Quelle | www.saddle-creek.com | |
| Bewertung |
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Spartanisch, spartanisch...
Das ist schon interessant. Da rückt ein legendärer und kultiger Ex-Frontmann von den Pixies Stück für Stück ins Singer/Songwriter-Genre hinüber und die ganze Welt hält gespannt den Atem an. So geschehen vor gar nicht so langer Zeit bei Frank Black. Und da kommt dann ein anderes amerikanisches Indie-Urgestein von den Archers Of Loaf und Crooked Fingers - und irgendwie scheint keine Sau das mitzubekommen. Die Rede ist in letzterem Fall von Eric Bachmann, der nach seinem Solo-Debüt 2001 - fast ironischerweise mit "Short Careers" betitelt - dieser Tage nun sein zweites Werk veröffentlicht: "To The Races". Die Geschichte hinter dieser Platte ist dabei eine nicht ganz unique, dafür aber immer wieder schöne: Ohne feste Bleibe war Eric eine Zeit lang, lebte nur auf Tour und damit fast sprichwörtlich auf der Straße. Also machte er aus der Not eine Tugend und richtete sich in seinem geräumigen Van häuslich ein. Schlaf- und Wohnstätte befanden sich fortan in seinem Fahrzeug und so ist es nur logisch, dass auch fast alle Songs von "To The Races" quasi on the road entstanden. Vielleicht nicht dass schlechteste für einen Musiker, der eh vorhat sich ganz auf sich selbst zu besinnen und seine Kunst aufs Spartanischste zu reduzieren. Im Falle von Eric Bachmann auf jeden Fall eine Lebensweise, die sich zumindest in der Qualität auszahlt. Ein erster Beweis für diese Qualität ist vermutlich schon darin zu sehen, dass Eric mit diesem zweiten Album von niemand geringerem als dem Saddle Creek-Label gesigned worden ist. Längst eine Art Ritterschlag für alle seelischen Zauderer auf Akustikpfaden. Dass fast alle Songs auf "To The Races" geprägt sind von Einsamkeit und der alltäglichen Suche nach einer Zufluchtstätte ist gar nicht so sehr verwunderlich, wenn man sich noch einmal in Erinnerung ruft unter welchen Umständen die Stücke entstanden sind und auf eben welchem Label sie nun veröffentlicht werden. Viel verwunderlicher ist hingegen die Tatsache, dass Bachmann teilweise doch wahrhaftig dass Kunststück aufbringt wie ein Bruce Springsteen zu klingen. Allein Songs wie "Home" oder "Genivieve" würden - so soll an dieser Stelle einfach einmal frech behauptet werden - auf "Nebraska" nicht die Bohne auffallen. Interessanterweise sind "Home" und "Genivieve" auf "To The Races" jedoch Songs, die angesichts der Klasse (Saddle Creek spricht gar von ruhiger Eleganz) anderer Lieder etwas untergehen. Der Opener "Man O War" beispielsweise zeigt Bachmann bei der Entfaltung eines ganz eigenen Stils und trifft mit seinen intelligenten Lyrics und seiner schlichten Schönheit dass Herz des eingeschworenen Singer/Songwriter-Enthusiasten genau dort, wo es am stärksten blutet. Ähnliches gilt für "Carrboro Woman", während "Genie, Genie" mit seiner eher schmutzigen Roots-Attitüde dafür sorgt, dass die Scheibe nicht zu eingängig und stromlinienförmig gerät. Simple Akustik-Arrangements, ab und an mal eine Geige und dazu die herumgekommene Stimme Eric Bachmanns. Viel besser als Frank Black das alles.- David Wonschewski -
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