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What Light
Wilco
| | Künstler | Wilco |
| Songtitel | What Light | |
| Genre | Urban / R&B | |
| Typ | mp3 | |
| Größe | 3,343 | |
| Quelle | www.wilcoworld.net | |
| Bewertung |
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Via Chicago ins Ohr und ins Herz
Die Live Scheibe habe ich bereits vor meinem ersten Wilco Konzert im Mai 2007 geliebt. Dort konnte ich nun auch noch live sehen wie man Musik arbeitet. Ich habe viele Konzerte großer Bands in den letzten Jahren gesehen, aber Wilco haben mich einfach umgehauen. Ein purer Klangkosmos der sich aus den einfachsten und schönsten Melodien entwickelt. Eine Band die einfach nur richtig rockt, treffsicher experimentiert und dem Betrachter und Zuhörer Glücksgefühle entlockt. Auch 2 Jahre nach den Aufnahmen zu "Kicking Television" ist Wilco noch nicht müde weiter an sich zu arbeiten. Eine Band die eben Spass hat beim spielen. Viel Spass beim hören kann ich nur all denen wünschen die sich die Scheibe kaufen. Ihr werdet es nicht bereuen.
Licht am Ende der Kopfschmerzen
Über die Auswahl der Lieder, die richtige Reihenfolge, die Aufmachung etc. lässt sich bei Livealben stets trefflich streiten. Bei dieser Doppel-CD mit Liveeinspielungen der 'A ghost is born'-Tour erscheinen derartige Fragen jedoch überflüssig, denn diesem Album gelingt das Wichtigste: Es bietet Hörgenuß und steigert die Freude auf kommende Wilco-Tourneen. Wilco habe ich im Laufe der Jahre drei Mal gesehen, Ende der 90er auf der Loreley, 2003 in Köln und im Herbst 2005 ebenfalls in Köln. Gefallen haben mir alle drei Auftritte, jedoch nur der letzte wußte zu begeistern und machte klar, dass Wilco nicht nur vielseitige Studiomusiker sondern auch mitreißende Livemusiker sein können. Dies hat vermutlich besonders mit Jeff Tweedys neuer Lockerheit zu tun, die er selbst u. a. auf die Linderung seinr Kopfschmerzen und auf das Ende seiner Medikamentenabhängigkeit zurückführt. Ein großer Erzähler zwischen den Songs wird er wohl nie werden, aber das häufige Lächeln in seinem Gesicht hing spürbar eng mit seiner Spielfreude zusammen. Und auch die durch Verzerrung und endlose Gitarren-Soli geprägten 'Lärm'-Phasen sind weniger geworden und lenken nicht mehr so stark von Tweedys Qualitäten als Songwriter ab. Anstelle des bis dahin unbekannten "Kicking Television" hätte man sich vielleicht einen älteren Klassiker à la "Kingpin" oder "California stars" gewünscht, aber die Auswahl stimmt auch so und enthält viele Wilco-'Klassiker' wie "Via Chicago", "Misunderstood" und "Shot in the arm". So vielfältig die Musik, so facettenreich auch Tweedys Gesang. "Kicking Television" ist sicherlich ein toller EInstieg für all jene, die Wilco kennenlernen wollen. Neben Springsteens ebenfalls 2005 veröffentlichter 2-CD "Hammersmith Odeon, London '75" und Lucinda Williams "Live at Fillmore" für mich das Live-Album der vergangenen Jahre.
Genial, nicht einfach
Nein, einfach macht es uns Jeff Tweedy und seine nach eigenen Aussagen derzeit ?beste Besetzung von Wilco" mit diesem Mitschnitt von vier Konzertabenden in Chicago nicht. Gleich zu Beginn möchte er wissen ?Do you still Love Rock'nRoll?" um danach den Opener ?Misunderstood" vor den Ohren des erstaunten Publikums mit dem Hammer zu bearbeiten. ?Thank you for nothing at all" schlägt es immer und immer wieder, bis es auch der letzte Verstanden hat. Nicht die Reproduktion, sondern mehr oder weniger vorsichtige Neudefinition und Variation stehen auf dem Programm. Dies passiert ohne den ohne den Geist des Originals zu verraten. So wird sogar aus dem Stampfer ?The Late Greats" eine rollende Psychodelic-Rock Nummer. ?Company in my Back" flirrt irritierend durch den Raum, ?Hell is Chrome" gewinnt noch mehr Intimität, ?Jesus etc." beeindruckt als lockere Soul-Interpretation. Die Kraut-Rock Nummer ?Spiders (Kidsmoke)" ist das Kontrastprogramm: Stampfend, krachend, treibend und quietschend wälzt sie sich über 10 Minuten von der Bühne. In ?Via Chicago" führt Tweedy den Song unbeeindruckt alleine zur Gitarre fort, während die Band im Hintergrund ein Inferno startet... Immer wieder testet die fantastisch eingespielte Band die eigenen Grenzen und die des Publikums aus. Das Finale so manchen Songs ist vertonte Migräne. Nein, einfach ist diese Platte nicht. Aber das ist der Mensch Tweedy auch nicht. Seien wir ergriffen und lauschen dem Meister und seinen Gesellen.
großes theater
die zeit der livealben ist vorbei? großer käse! die technischen möglichkeiten werden immer besser, nun sollen sich die künstler mal auf den hosenboden setzen, üben und üben, damit wir dann hören können, zu welchen finessen sie in der lage sind! da muss ein musiker eben musiker sein und weniger ein bastler, der sich in seinem studio etwas zurechtzimmert! wilco? die können das. die spielen mit einer freude und auch präzision, dass es mir die grienfalten im gesicht verwächsern lässt. tolle songauswahl, legere aufmachung. gibt 'ne eins. ganz klar!
Anhören, Unbedingt anhören!
Irgendwie sind Livealben ja völlig aus der Mode gekommen. Was, wie ich finde, kein allzu großer Verlust ist, denn oft sind das doch nur mäßig klingende Best-Of-Zusammenstellungen gewesen. In der Geschichte der Rockmusik, haben es nur ganz wenige Livealben verstanden zum einen eine Bestandsaufnahme des Künstlers zum jeweiligen Zeitpunkt zu sein und gleichzeitig mit Spielfreude und Witz, mit Esprit, etwas Neues zu präsentieren. Wilco schaffen das locker auf dieser preisgünstigen Doppel-CD. Wir hören einerseits all diese großartigen Songs, bei denen man so wunderbar mitgrölen kann. Andererseits stellen uns Wilco dann immer mal wieder ein Bein und überraschen mit neuen Textzeilen oder geänderten Arrangements. Und man beginnt mit dem Publikum Kopf zu stehen, denn die Band präsentiert sich in jeder Hinsicht überzeugend: herrlich komisch und überaus intelligent und noch sympathischer als sie es sowieso schon ist. Anhören, Unbedingt anhören!
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