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Vincent O Brien
M. Ward
| | Künstler | M. Ward |
| Songtitel | Vincent O Brien | |
| Genre | Rock | |
| Typ | mp3 | |
| Größe | 4,475 | |
| Quelle | www.matadorrecords.com | |
| Bewertung |
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Wunderschöne Musik für trotzige Romantiker
Mit dem Zirpen der Zikaden beginnt die CD und wenn dann die gezupfte Akustikgitarre einsetzt, fühlt man sich auf eine Veranda im Mittwesten der USA versetzt, leicht verstaubt das letzte Glimmen des Sonnenuntergangs betrachtend, hin und zurückschwingend auf einem etwas altersschwachen knarrenden Schaukelstuhl. Wenn dann ein wenig geisterhaft, wie in die Ferne gerückt, eine Orgel an die Seite der Gitarre tritt, beginnt man zu ahnen, daß diese Romantik etwas gebrochenes hat, sich ein wenig fremd fühlt in der Welt. Und vielleicht ist damit der Grundzug der wunderschönen und zerbrechlich wirkenden Songs M. Wards bezeichnet. ?They told you all romantic fools had died. I'm here to tell you that they lied", singt Ward in seiner etwas heiseren Stimme, mit der trotzigen Ironie eines in die falsche Welt Hineinverirrten. Howe Gelb hat M.Ward vor einigen Jahren entdeckt und man findet leicht die Ähnlichkeiten zwischen den beiden. Aber Wards Songs sind weniger schroff und sie verstecken ihre Brüche und Schrammen. Es sind kleine, traurige, aber immer mit einer leichten Selbstironie gesungene Kunststücke. ?This record was designed to keep the loss alive & behind me", schreibt Ward auf der Innenseite des Covers und so geht es auch in vielen Songs um den Verlust einer Liebe oder eines nahestehenden Menschen. Aber die Songs resignieren nicht, sie gefallen sich nicht in ihrer Melancholie, sie versuchen sie zu überwinden. Der letzte Song der CD ist die Coverversion von Bowies ?Let's Dance". Ward singt ihn nur zu seiner Gitarre und spielt ein bißchen Harmonika dazu. Dennoch wird daraus so etwas wie der intensive Höhepunkt der CD. Es ist kein ekstatischer Tanz, der da besungen wird, sondern ein ganz auf die Zweisamkeit reduzierter, ein völlig in sich gekehrter, der langsam und ernsthaft seine Runden dreht abseits der Menge. ?Put on your red shoes and dance the blues", heißt es da und es klingt wie eine Bannformel gegen die Resignation. Diese CD ist ein wirkliches Schätzchen und es sei noch erwähnt, daß auch Howe Gelb auf einem Stück (Poor boy, minor key) die Tasten eines leicht verstimmten Klaviers rührt. Eine der schönsten CDs, die 2003 erschienen sind.
nächster große Wurf nach "End of Amnesia"
Diesmal allerdings ist die Aufnahmequalität deutlich besser! Wie bei Amnesia geht die Musik auch beim Nachfolger gut ins Ohr, ob Folk,Instrumental,Pop,Rock. Viele gelungene musikalische Überraschungen warten auf den Hörer. Da ist die kurze Spielzeit von 45 min für 15 Stücke der einzige Wermutstropfen. Allerdings heißt es doch, dass wirklich gute Songs nur 3 Minuten lang sein sollten (ohne jetzt nach der meist schwachen Musik des Grand Prix zu schielen). Gerade die Kürze dieser einzelnen Songjuwelen macht die Musik der CD sehr abwechslungsreich und packend! Verglichen mit "End of Amnesia" gibts aber nichtmehr so raffiniert arrangierte Überwerke (Psalm,o'Brien's nocturne,...). Musik: 9 , Klang: 8
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