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Hunger
Nicolai Dunger
| Künstler | Nicolai Dunger |
| Songtitel | Hunger | |
| Genre | Rock | |
| Typ | mp3 | |
| Größe | 2,600 | |
| Quelle | www.sxsw.com | |
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Magische Lieder im üppigen Sound-Gewand
Von wegen "Wegwerf-Lieder", wie es der CD-Titel suggeriert - mit diesem Album hat der junge Schwede Nicolai Dunger ein reifes Singer-/Songwriter-Werk geschaffen, das Bestand haben wird. Wunderschöne, ja magische Lieder über die Liebe oder die kleinen und großen Dinge des Lebens. Verpackt in eine raffinierte, üppige Soundhülle, für die vor allem die US-Traum-Popper von Mercury Rev verantwortlich zeichnen. Gesungen, gehaucht, gefleht, gecroont von einer Stimme zwischen (dem jungen) Van Morrison, Tim Buckley, Ryan Adams und Ron Sexsmith. Absoluter Höhepunkt eines exzellenten Albums (und trotz seiner achteinhalb Minuten wirklich keine Sekunde zu lang): "The Year of the Love and Hurt Cycle" - hier schlendert Dunger gedanklich durch die Monate und die Jahreszeiten, lässt den Hörer intensiv an seinen Eindrücken und Gefühlen teilnehmen. Ähnlich anrührend sind "My Time is Now", "Slaves" und "Someone New", getragen von feinsten Gitarren- und Klavier-Arrangements, lieblich auch die Beschreibung der "Country Lane". "Harp's Coming In" (genau: hier steht die Harfe im Mittelpunkt) und das nostalgische "Falling Out" runden den melancholischen Song-Reigen ab. Nach dem noch sehr unter Einfluss von "Van the Man" stehenden (gleichwohl tollen) Album "Soul Rush" hat sich Nicolai Dunger hier endgültig von seinen Vorbildern emanzipiert. Vom stimmungsvollen Cover im Scott-Walker-Stil bis zu den erlesen instrumentierten Songs ist ihm ein kleines Meisterwerk geglückt.
Bemerkenswerter Schwede auf Abwegen...
Also ein Schwede, dessen Kumpels u.a. Songwriterlegende Will Oldham (alias Bonnie 'Prince' Billy) und die Countrymelancholiker von Mercury Rev sind...letztere haben sich dieses Mal liebevoll um die Produktion von "Here's my song..." gekümmert. Also 'mal kein schwedischer Gitarrenpop... nein: amerikanisch. Ein Schwede, der stimmlich wie eine Mischung aus Dave Matthews und Ryan Adams klingt... Aber nicht irgendwie, nicht ohne. Nicolai Dunger schreibt gelungene Songs...Americanasongs mit Ohrwurmqualität, Blues- und Jazzelemeten, mal treibend rockig und voller Leben ("Hunger", "Way Up High"), mal lieblich und mit Streichern untermalt ("Slaves"), mal schwermütig Leonard Cohen verewigend ("Someone New") oder munter aufspielender Country, wie in einer Bar in der Middle of Nowhere ("White Wild Horses", "Tell Me")... Seine Kumpels von Mercury Rev haben die passablen Songs von Nicolai Dunger zu einer wunderschönen Klangwand mit persönlicher Note verwandelt...die laut und leise träumerisch vereint - immer getragen durch pregnantem Bass und laid-back Drums...und vor geschmacklicher Vielfalt strotzt: Uprightpiano, Orgel, dezente Reverbgitarren, Backgroundchöre und gezielt eingesetzte Bläser. Das Schönste Stück zum Schluss: Das soulige "The Year of the Love and Hurt Cycle"...um das Dunger auch das Booklet der Platte gestaltet hat. Eine Hommage an die Monate des Jahres und die damit verbundenen Gefühle. Und nachdem wunderschönen Outro "Harp's Coming In" "...And Falling Out" kommt man sich schließlich vor, als hätte man gerade einen Schwarzweiß-Film mit Humphrey Bogart gesehen. Nichts weltveränderndes, aber ein Album, dass die Qualität gefühlvoller Musik am Leben erhält, und ihr durch persönliche Note eine eigene Definition aufdrängt. Ein stimmiges Album für Fans der oben genannten Künstler und Liebhaber der leisen, sanften und anhaltenden Töne...
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