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Twelve
Forward Russia
| Künstler | Forward Russia |
| Songtitel | Twelve | |
| Genre | Rock | |
| Typ | mp3 | |
| Größe | 2,100 | |
| Quelle | www.sxsw.com | |
| Bewertung |
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wand, brett, sex
unabhängig von herkunft (ort) oder referenzen (vielleicht durchleben wir gerade sowieso eine durchgängig durch zitat, kopie, oder eben referentialität bestimmte zeit) kann ich den beiden bisherigen besprechungen höchstens folgendes hinzufügen: ¡forward, russia! legen auf give me a wall einfach super tanzbare, mitunter nachdenkliche, in aufbau und kombination spielerische granaten hin. dabei kommt das album als ganzes oder in folge angehört durchaus relativ monoton daher ? was ich jetzt hier einfach mal als angenehm und positiv werte, wer braucht denn eigentlich (gähn) ständigen wechsel und ausgedifferenziere, kriegt man ja den ganzen tag umsonst. ein durchgehendes brett, intelligent und (referenzen wie gesagt beiseite, interessant zitiert ist ganz oben mit dabei) wirklich originell. zusätzliche pluspunkte vergebe ich subjektiv für hibbelige sexiness (ja!) und bandnamenprogrammatik (weit überzeugender als etwa das platte, aufgesetzte franz ferdinand-cover als zitat: revolutionäre arbeiterin) sowie titelnamenkonzeption. concept art meets einfach und verdammt gute alternative-platte. wird nie wirklich gross, aber für liebhaber.
Leeds Tabellenführer des Disco-Electro-Punks
Fußballern mag ja Leeds United noch ein Begriff sein, aber als Stadt aus der neues aus der Musikszene kommt, bringt man Leeds nicht unbedingt in Zusammenhang. Aber Leeds und Yorkshire (ja, da kommen auch die niedlichen Hundchen her) sind total angesagt und eine der angesagtesten Bands sind iForward, Russia! Die Band tüftelt mit Electronic, harten Gitarrenriffs, Disco Rhythmen und Sound Collagen herum und heraus kommt Tanzmusik der besten Sorte. Da möchte man in Abwandlung des Scissor Sisters sagen:"I feel like dancing!"
Aufwühlend...
"Spiel mal die Sieben von den Strokes!", wird der DJ energisch aufgefordert, und die Botschaft ist klar: "Last Nite" soll her, soweit kein Problem. Im vorliegenden Fall dürfte sich die ganze Chose etwas holpriger gestalten, denn iForward, Russia! haben all ihre Songs schlichtweg auf Nummern getauft - allerdings nicht in der richtigen Reihenfolge: "Seven" ist auf der Neun, "Nine" auf der Vier und, naja, in etwa so geht das weiter. Die Benennung einzelner Stücke fällt somit immer schwerer aus als bei anderen Bands, aber wen juckt das schon, wenn ein Album so dermaßen homogen daherkommt wie "Give Me A Wall"? Sigur Ros haben auf "()" gänzlich auf Titel verzichtet, wär ja auch Unsinn gewesen. Hier klingt jedes Lied wie ein wohltuender epileptischer Anfall, unterlegt mit einer greifbaren Melodie. Sänger Tom strapaziert sich durchgehend, gönnt sich kaum eine Pause, vielleicht noch auf "Nineteen". Es folgt "Seventeen", und da erleben seine Stimmbänder schon ein neues Inferno. Die Geschwister Katie und Whiskas sind neben Schlagzeug und Gitarre auch noch für "Shouts" zuständig; demnach sollten Fetischisten filigranen Gesangs vielleicht erst einmal weghören. Ähnlich wahnsinnig klangen die Test Icicles. Apropos Artverwandtschaft: die Single "Twelve" hätte von Melodie und Energiefaktor her locker auf "Silent Alarm" von Bloc Party landen können, "Luno" lässt grüßen. Das Ganze nennt sich dann Post-Rock oder Punk-Funk oder Postfunk-Punkrock, wie auch immer. Derlei Bezeichnungen treffen selten ins Schwarze. Fakt ist, sie stehen mit ihrem Stil fürs Erste alleine da; das kann sich natürlich schnell ändern. "Give Me A Wall" ist keineswegs das beste Album des Jahres. Spontan kann man der Band auch keine enorm erfolgreiche Zukunft attestieren, sollte der Stil bleiben. Doch für das Hier und Jetzt haben wir einmal mehr ein Album, das von Song 1 bis 11 bzw. 13 bis 11 ohne Unterlass Spaß macht. Potentielle Disco-Abräumer en masse, denn zu ihnen wollen wir hüpfen, wir wollen tanzen, ja auch schwitzen. Nur die Sache mit den Zahlen, das lässt irgendwie keine Ruhe. Die Lösung: die Songs wurden fortlaufend nach Entstehung nummeriert. "Seven" ist also der älteste, was sich natürlich nicht heraushören lässt. Aber wo sind "One" bis "Six"? Allesamt auf Singles oder Samplern, die uns Deutschen nur schwer zugänglich sind. Egal, denn genau 50 Minuten iForward, Russia" wühlen schon genug auf.
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