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Walking With a Ghost
Tegan and Sara
| Künstler | Tegan and Sara |
| Songtitel | Walking With a Ghost | |
| Genre | Punk | |
| Typ | mp3 | |
| Größe | 2,300 | |
| Quelle | www.sxsw.com | |
| Bewertung |
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Görenrock revisited
Charisma ist die grösste Stärke der beiden Mädels. Wer sie schon einmal live gesehen hat, weiß um ihrer beeindruckenden Ausstrahlung. Auf Platte muss man dann seine Fantasie mithören lassen und sich vorstellen, wie die beiden ihr Material performen. Denn leider sind T&S Songs nur vereinzelt von Knallercharakter. So auch beim neuen Album "So Jealous". "Walking With A Ghost" ist eine großartige Nummer, aber dann kommt lange nichts. Ich finde, Tegan & Sara Platten sind der ideale Soundtrack, wenn man bereits das Livevergnügen mit den kanadischen Gören hatte. Aber bevor ihr Alanis Morissette hört, kauft euch doch bitte diese Platte.
TIEF INHALIEREN!
Tegan and Sara müssen sich nicht mehr neu erfinden. Seit ihrem letzten Album haben sie ihren Stil gefunden und manifestiert. Das vierte Album der beiden ist dennoch mehr als ?if it was you"vol 2.. Sie erweitern ihr Spektrum. Es ist ein konsequenter Schritt vorwärts, zeigt neue Facetten der beiden, ohne vor lauter ?Innovation" vom Wege abzukommen. Wie aufreibend der Weg zu einem solchen Album ist, davon erhält man beim Ansehen des mitgelieferten making-ofs einen Eindruck. Sie haben es sich nicht leicht gemacht. Das hört man, das genießt man. They didn't do it for the money. Das Cover deutet an, was zählt: Inhalt statt sexy glänzender Verpackung. Es geht um die Liebe, immer wieder retro und immer und immer wieder neu, deren eckige Flanken und darum, sich selbst dazwischen zu bewahren. So was muss rausgelassen werden, rausgeschrieen, rausgerotzt oder auch mal leise rausgeweint. Songwriting auf hohem Niveau, eingängig, doch ohne viele ausgetretene Radiomelodie- und Rhythmuspfade zu benutzen - schmerzhaft offen und doch ausreichend abstrahiert, um als Hörer hier und da das eigene Dilemma darin wiederfinden zu können. Das unterstreicht der pure Sound, der vom (großartigen!) Schlagzeug getrieben über die zuweilen wunderbar hingeballerten Gitarren fegt. Voller Details und doch sparsam arrangiert, durch wenige, aber wirkungsvolle Effekte gejagt, ist dieses Album ein grandioses Stück Musik, das wohl kaum konventionelles Radio-airplay bekommen wird, aber dafür heiß und übermütig auf baldige Live-Präsentation hoffen lässt. Mal voll Schmerz und Einsamkeit, mal zornig, mal romantisch, mal hungrig, mal müde, mal explosiv, mal fast daran erstickt, mal vertraut, mal fremd. Durchgehend quillt die Kreativität durch die Lautsprecher. Schwer, da einzelne Songs herauszuheben. Auf jeden Fall ein kleines Meisterwerk: der Titeltrack. Anspieltips: ?where does the good go", ?walking with a ghost", "speak slow", "fix you up". Und selten hat jemand die wahre Liebe jenseits jeden Kitsches in vollkommeneren Lyrics besungen, als Tegan in ?I know I know I know" Das trifft in den Bauch, aber eben auch ins Hirn. ACHTUNG: Wenn man dieses Album inhaliert, gerät man schnell in einen Rausch, staunt, schwitzt, dreht durch, verstummt. Und das alles bringt Riesenspaß. New Wave küsst Pop küsst Punk küsst Rock küsst Tegan and Sara.
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