Kostenloser MP3-Download
Bottom Of The World
Tom Waits
| Künstler | Tom Waits |
| Songtitel | Bottom Of The World | |
| Genre | Pop | |
| Typ | MP3 | |
| Größe | 5,124 | |
| Quelle | betterpropaganda.com | |
| Bewertung |
| |
| MP3 kaufen | Als MP3 bei akuma kaufen | |
| CD kaufen | CD bei Amazon kaufen |
Über Tom Waits
Gemeinsam mit Bruce Springsteen kämpfte Tom Waits am Anfang seiner Karriere zu Beginn der 70er um die Songwriter-Krone. Während Springsteen im Laufe der Jahre immer rockiger wurde, interessierte sich Waits mehr und mehr für die experimentelleren Klänge. Auch seine Stimme veränderte sich im Laufe der Jahre von der eines leicht angeheiterten Crooners zu der des schwer abgesoffenen Rinnstein-Troubadours. Auch als Schauspieler machte Waits in diversen Außenseiter-Rollen, etwa in Jim Jarmush.s .Down by Law. oder Coppola.s .Dracula., eine hervorragende Figur.
Dazu die geniale Biografie lesen...
Fast schon erschreckend rund ist die Dreifaltigkeit von Orphans, in der jede einzelne CD für sich steht. Waits scheint irgendwie "angekommen" zu sein - und man fragt sich: Was kommt danach? Als passenden Lesestoff empfehle ich dazu Patrick Humphries' geniale Biografie "The Many Lives Of Tom Waits".
Och nö
Tom Waits gehört zu den Musikern, die mir schon lange irgendwie diffus sympathisch sind, weil sie immer an interessanten Stellen auftauchen. Waits' Musik etwa kenne ich aus Filmen von Jim Jarmusch. Also suchte ich nach einem Überblick über sein Werk, so etwas wie ein best-Of-Album oder Vergleichbares. Nachdem ich diverse Kritiken gelesen hatte, versuchte ich es mit "Orphans". Es kam ein opulent aufgemachtes Werk. Drei CDs, über 3 Stunden Musik, ein Begleitheft. Keine Texte. Und nun? Bin ich nach tapferem mehrfachen Hören desillusioniert. Oder soll ich sagen enttäuscht? Musikalisch hat Tom Waits nicht viel zu bieten. Ein paar hübsche monotone Gitarrenläufe, meist mit einem Bass hinterlegt. Ein paar Besen schraddeln über ein paar spärliche Drums. Und dazu Hundegebell (na ja, jedenfalls ein-, zweimal) und Waits' arg gewöhnungsbedürftige Stimme. Scheinbar limitierte Stimmen kenne ich zuhauf, aber meist findet sich bei genauerem Hinhören Erstaunliches. Bob Dylan meinetwegen -- dem sagt man auch oft leichtfertig nach, er könne nicht singen, bis man mal versucht, es ihm gleichzutun. Es Tom Waits gleichzutun ist ähnlich aussichtslos. Das scheint mir aber vor allem daran zu liegen, dass ich es in menem Alter nicht mehr schaffen werde, meine Stimmbänder etwa durch Whisky-Konsum so zu verhunzen. Viel Abwechslung bietet Waits uns da nicht. Ich habe doch ein bisschen gezögert, diese Rezension zu schreiben, denn ich bin gewiss kein Tom-Waits-Kenner. Ein solcher oder gar ein Fan werde ich aber auch nicht mehr. Alle paar Wochen mal ein, zwei Stücke dieser CD zu hören, kann ich mir ganz entspannend vorstellen. Für mehr reicht es aber nicht. Das liegt vermutlich vor allem am beschränkten musikalischen Gehalt des Albums. Textlich hat Waits offenbar eine Menge zu bieten. Aber wenn ich drei Stunden literarische Texte hören möchte, kaufe ich mir ein Hörbuch und keine Musik-CD. Ich habe es gern, mir eine mir neue Musik zu erarbeiten, sie nach und nach zu erschließen und immer Neues darin zu entdecken. Für "Orphans" jedoch, da bin ich mir sicher, lohnt sich für mich die Mühe nicht.
Über 3 Stunden Musikgeschichte.
Diese Box ermöglicht einen faszinierenden Querschnitt durch Waits' Schaffen. Überragende Balladen, traditionell Verwurzeltes, kauzige Beatbox-Einlagen, Blues, Jazz, Country, Rock und abgespeckter Big Band-Sound geben sich die Klinke in die Hand. Über allem thront Waits absolut unverkennbare Stimme. 3 CDs bis zum Bersten gefüllte CDs - man merkt, dass eine Menge Arbeit und vor allem Herzblut in diesem Werk steckt. Brawlers, Bawlers und Bastards geben jeweils einen Einblick in verschiedene Facetten des Künstlers, doch zum tatsächlichen Trennen der Stilelemente fehlte (zum Glück) die letzte Konsequenz, sodass auch die einzelnen CDs ein breites Spektrum auffahren. Faszinierend sind auch Cover- und Bookletgestaltung, wo Zitate sterbender Personen abgedruckt sind. Und natürlich finden sich auch die absolut markanten Portraitfotos im Stile der letzten Alben wieder. Es gibt viel zu entdecken, auf musikalischer wie visueller Ebene. An diesem Werk haben eine Menge Musiker aus den unterschiedlichsten Bereichen mitgewirkt, was man der Stilmelange auch anhört - auf eine positive, bereichernde Art und Weise. Und wenn Waits am Ende des grandiosen "Children's Story" in Gelächter ausbricht, stellt man zum tausendsten Mal fest, was für ein großartiger Geschichtenerzähler er ist. Ein weitere Glanztat in seiner mittlerweile 17 Alben umfassenden Diskographie.
Waits hören und sterben
CD 1 ist schon exzellent, aber CD 2 ist mit Worten schwer zu beschreiben. CD 2 ist von allen Silberlingen, die ich besitze (ca.1000 an der Zahl) das absolute Superlativ. So tief in die Seele hinein kann Musik stechen, wer hätte das gedacht ? Man liegt da entspannt auf seinem Bett und vernimmt die nicht mehr steigerbare Schwermut der Songs und ist fassungslos, was Töne und Worte bewirken können! Ein Schatz sondergleichen! Ich hab nie etwas Besseres gehört! CD 3 hingegen ist unerträglicher, experimenteller Dreck. Auch das gehört (leider) zu den Facetten des polarisierenden Künstlers Waits. Aber jede CD-Box ist so gut wie die stärkste in ihr enthaltene Scheibe, und CD 3 kann man ja einfach ignorieren.
alles - und noch ein bißchen THEATER
Diese 3CD-Box bietet das gesamte, bisher bekannte Waits Spektrum: auf CD1 gibt es Rock (oder besser, was Tom Waits darunter versteht), auf CD2 Country (die beste Cd dieser Box) und auf der letzten CD hören wir Theatermusik, wie wir sie aus all den Wilson Inszenierungen kennen. Man sieht die Bilder vor dem inneren Auge. Auf der Country Cd allein kann man die ganze emotionale Waits Bandbreite hören: schwermütig, verzweifelt, melancholisch, grenzenlos roh und mit großem Melodienreichtum.
Ähnliche Künstler
| Name | Relevanz |
|---|---|
| Nick Cave and the Bad Seeds | |
| Bob Dylan | |
| Leonard Cohen | |
| Captain Beefheart & His Magic Band | |
| Screamin\\' Jay Hawkins | |
| Leadbelly | |
| Mark Lanegan | |
| Nick Cave | |
| Ry Cooder | |
| Lou Reed | |
| Patti Smith | |
| Jolie Holland | |
| Joe Henry | |
| Eels | |
| M. Ward | |
| Billy Bragg | |
| Ron Sexsmith | |
| Robyn Hitchcock | |
| The White Stripes | |
| David Byrne | |
| Marianne Faithfull | |
| Adam Green | |
| Martha Wainwright | |
| Elliott Smith | |
nach oben








