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Angeles
Elliott Smith
| Künstler | Elliott Smith |
| Songtitel | Angeles | |
| Genre | Pop | |
| Typ | mp3 | |
| Größe | 4,004 | |
| Quelle | www.divx.com | |
| Bewertung |
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Himmelstor
Wenn ich eines Tages am Himmelstor stehe, mit meiner Plattensammlung, und Gott macht die Tür auf und sagt: "Ui, so viel Gepäck ist hier im Himmel aber nicht erlaubt!", und er mir dann sagt, dass ich nur fünf Alben ins Paradies mitnehmen darf, wäre "Either/Or" von Elliott eine davon. Sagt doch alles, oder nicht?
Musik, wie für mein Leben gemacht
Klartext: Im dritten Lied, "ballad of big nothing", singt Elliott "do what you want to whenever you want to". Mit Worten dieser einfachen Art, ergreifenden Melodien, gewitzten Instrumentierungen und viel Gefühl muntert er den Hörer ein ganzes Album über auf, spricht uns Mut und Kraft zu. Sicherlich, Cat Stevens tat es zu seiner Zeit auch schon, siehe z.B. "if you want to sing out, sing out", doch nur Elliott Smith hat den Weg in mein Herz gefunden und prägte somit mein Leben auf drastische Art und Weise. -: So hat jeder Mensch vermutlich DEN Lieblingsmusiker, ohne den er nicht mehr leben könnte. - Ich habe Elliott Smith. Ich bin froh drüber.
Traumhaft schön
... und trotz der teils recht pessimistischen Texte nie deprimierend. Man wird das Gefühl nicht los, dass dieses Album irgendwo ganz weit oben über uns oder irgendwo ganz weit weg entstanden ist. Beim Hören wird man von einem sanften Hauch umgeben, Elliotts Stimme klingt wie die eines Engels und die Töne aus der Gitarre klingen ungeheuer warm und gefühlvoll. Hier wird nicht pathetisch auf die Tränendrüse gedrückt - dieses Stück Musik kommt von ganzem Herzen und ganzer Seele, traumhaft!
Elliott Smith's Halbzeit
Nach "Roman Candle" und seinem selbstbetitelten Nachfolger war "Either/Or" das dritte Album vom 2003 verstorbenen Singer/Songwriter Elliott Smith, welches ihn mit Unterstützung von Filmemacher Gus van Sant (dieser wählte einige Stücke für seinen Film "Good Will Hunting" aus) bis auf die Bühne der Oscarverleihung katapultierte, nachdem sein Song "Miss Misery" für den Oscar nominiert wurde. Leider ist jener Song ausschliesslich auf dem Soundtrack des Films enthalten, aber nichtsdestotrotz bietet "Either/Or" (benannt übrigens nach einem Buch des Philosophen Kierkegaard, welches Smith während seines Philosophiestudiums offenbar besonders beeindruckt hatte) einige herzzerreissende Folk/Rock-Songs mit ebenso herzzereissenden Texten. Zeilen wie "when they clean the streets, I'll be the only shit that's left behind" bedürfen wohl keiner näheren Erklärung, und Titel wie "Ballad of Big Nothing", "Between the bars" oder "No Name #5" sprechen ebenfalls für sich. Die für mich schönsten Songs sind jedoch "Alameda" und "Angeles". Wenngleich sich der Sound von Elliott Smith von Album zu Album stetig weiterentwickelt hat (speziell auf seinen späteren Major-Alben für Dreamworks schöpft er musikalisch wirklich aus dem vollen), geht es hier noch relativ ruhig zu, die Songs kommen ausschliesslich mit Gitarre, Bass und Schlagzeug aus, seine Grosstaten am Piano sollten erst auf den nächsten 3 Alben folgen... ausnahmslos vielseitige Meisterwerke, die zeigen dass der Mann auch durchaus sonnige Musik machen konnte.
Ein Einblick in die Seele des Elliott Smith
Elliott Smtih beweist einmal mehr, dass man nicht viele Instrumente braucht, um eine intensive Spannung zu erzeugen, die Zeiten der Spector'schen Wall Of Sound sind vorbei. In dieser CD lädt Smtih mehr noch als in seinen letzten LPs in die tiefen Abgründe seiner Seele ein, eine Reise voller erstaunlicher und wunderschöner Melodien, die einen verzaubern und traurig stimmen, besonders ,,Ballad Of Big Nothing'', das erst völlige Entscheidungsfreiheit anbietet, daraus aber die Konsequenz zieht, dass alles sinnlos ist. Was Elliott Smith aber mit diesem Album widerlegt hat, denn solch Vollkommenheit kann nicht ohne Sinn sein, leider erkannte er es nicht rechtzeitig, sondern brach unter seiner Verzweiflung zusammen, der er auf dieser CD ein Denkmal setzte, so wie er sich selbst eins setzte.
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