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16 Military Wives
Decemberists
| Künstler | Decemberists |
| Songtitel | 16 Military Wives | |
| Genre | Pop | |
| Typ | mp3 | |
| Größe | 7,412 | |
| Quelle | www.divx.com | |
| Bewertung |
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Ein Theaterstück
Erstmal vorneweg ist es eine Schande, dass ein so großartige Band nicht mehr Aufmerksamkeit bekommt, sondern sehr unbekannt bleibt (ich persönlich kenne niemanden der die Band sonst noch kennt). Davon abgesehen ist es wirklich großartig was The Decemberists hier abliefern. Es ist wohl eines der besten Alben 2005, und meiner Meinung nach sogar DAS beste Album 2005. Die Lieder sind durchweg sehr gut und die meisten sogar genial. Allen voran wohl "We Both Go Down Together", das, wie viele Stücke auf dem Album, von der Liebe handelt. Meine persönlichen Favouriten sind "Eli, The Barrow Boy", das zwar eigentlich wirklich strikt gehalten ist, aber eine so wunderschöne Atmosphäre erzeugt wie kaum ein anderes Lied (überhaupt). Die Stimme des Sängers (Colin Meloy) ist so genial, dass man es immer und immer wieder hören möchte. Dazu noch eine wunderschöne Geschichte, die das Lied erzählt, fertig ist ein genialer Song. "From My Own True Love (Lost At Sea)" und "The Bagman's Gambit", "Of Angels And Angels" sind drei sehr traurige, aber wunderschöne Songs, die vom Stil her an "Eli, The Barrow Boy" erinnern. Meiner Meinung nach lässt sich das Album in zwei Arten von Songs einteilen, den eher traurigeren und ruhigeren, wie "Eli, The Barrow Boy", und den etwas lauteren und stürmischeren, wie "The Engine Driver", "On The Bus Mall", "16 Military Wives" und "The Sporting Life". Diese Songs sind richtige Ohrwürmer (wie ich das Wort hasse...) und bringen den richtigen Grad Abwechslung. "The Mariner's Revenge Song" ist vom Stil her ein etwas eigenständigeres, es erzählt, wie fast alle Lieder, eine Geschichte, in dem Fall von einer Seefahrtsgeschichte, und um die Rache eines Jungen, an einem Mann, der seine Mutter ins Grab gebracht hat. Auffällig ist das Akkordeon, das mit das ganze Lied prägt. Insgesamt hat man bei dem Album immer das Gefühl man sitze in einem Theater und einem würde das Album vorgespielt. Es ist schwer zu beschreiben, man muss es selbst einmal gehört haben, auf YouTube ist speziell vom Mariner's Revenge Song ein schönes Video, indem das Lied als Theaterstück gespielt wird. Wem kann ich das Album nun empfehlen? Wer The Arcade Fire mag muss das Album erstmal grundsätzlich haben. Und auch sonst allen die auf Indie stehen, speziell auf Indie-Folk, derjenige wird wohl so einfach nichts besseres finden. In dem Sinne: Kauft euch das Album und helft ihm zu der Aufmerksamkeit, die es zweifellos verdient hat.
großartige Indie-band aus den Staaten
Das Motto "Weniger ist mehr" gilt was das Arrangieren von Popularmusik angeht nicht immer, doch die amerikanische Band "The Decemberists" hat sich in dem heutigen Sammelsurium von genialen Surround-Soundattacken und überproduziertem Pop-Schrott, der sich in der Branche mittlerweile so ziemlich die Wage hält, eine Nische geschaffen, die sie genau mit der Umsetzung dieses Leitspruches hervorragend ausfüllen. Ein ungeschliffener, aber dennoch sanfter Sound der Rhythm-Section und eine glasklare Akustik-Gitarre, die das Harmoniegerüst stellt, untermalen den ausdrucksstarken, zumeist wehmütig-melancholischen Gesang des unumstrittenen Frontmannes und großartigen Songschreibes Colin Meloy. Dazu je nach Bedarf eine Prise Streicher, Bläser oder gar Akkordeon, und fertig ist der sehr natürliche und angenehme Sound einer Band, die sich auf die kompositorischen Fähigkeiten ihres Kopfes Meloy stets verlassen kann. Die Songs entführen den Hörer im Zusammenhang mit ihrem charakteristischen Sound in altertümliche Szenerien, vor allem bei den von Akkordeonsounds gekennzeichneten Stücken fühlt man sich in den Hafen von Amsterdam oder in eine Bootsfahrt auf der Seine in Paris versetzt. Auch erzählen die Songs oftmals gern von unglücklichen Liebschaften oder anderen Begebenheiten, die ebenso in der heutigen Zeit angesiedelt werden können und bei denen man somit gerne mitfiebert. All das klingt nach kontinentaleuropäischer Kultur, sozusagen nach dem romantischen "alten Europa"; kaum zu glauben bei diesen Klängen, dass es sich bei den "Decemberists" um US-Amerikaner handelt. Das Album wirkt sowohl aus soundtechnischen als auch aus kompositorischen Gesichtspunkten als Einheit; die Songs sind untrennbar miteinander verknüpft und ergeben in ihrer Abfolge ein Konzept, ein Gesamtkunstwerk mit ganz eigenem Charme. Im Vergleich zum ebenso gelungenen Debüt-Album "Castaways and cutouts" wirkt das Ganze etwas temperamentvoller und experimenteller, doch auch die Freunde des melancholisch-dahinschwelgenden Folk-Rocks, den Colin Meloy meisterhaft beherrscht, kommen auf ihre Kosten. In diesem Sinne begeistert die Combo mit einem großen stilistischen Variantenreichtum. Rhythmisch betonte, rasante Stücke wie der Opener "The Infanta", das textlich überaus gelungene "The sporting life", das auf sehr einfühlsame und nachvollziehbare Weise die allzu leistungs- und konkurrenzorientierte Weltsicht vieler Mitglieder unserer westlichen Gesellschaft hinterfragt, oder das politisch-satirische "16 military wives" wechseln sich mit Balladen und typischen Singer-Songwriter-Stücken wie dem todtraurigen "Eli the barrow boy", dem maritim angehauchten "From my own true love" oder dem bittersüßen Abschlusssong "Of angels and angles" ab. Dazu gesellen sich experimentelle und komplexe kleine Akustiksymphonien, die von wahrem Könnertum zeugen und das Album als Gesamtkonzept interessant machen. Die beiden Beispiele hierfür sind "The bagman's gambit" und "The mariner's revenge song", großangelegte Stücke mit ganz eigener Charakteristik. Während der erstgenannte Song eine Mischung aus eingängigen balladesken Elementen und kraftvollem, rhythmisch und melodisch mitreißendem Rock darstellt, erzählt der "Mariner's revenge song", wie der Titel schon andeutet, eine düstere Seefahrergeschichte über ein maritim anmutendes Songgerüst, das nicht nur durch den Einsatz eines Akkordeons, sondern auch durch die kompositorische Klasse Meloys überzeugend und glaubwürdig wirkt. Highlight ist dabei ein hochdramatisches instrumentales Zwischenspiel im Walzertakt, das den Hörer glauben lässt, er selbst befände sich im Sturm auf hoher See. Bei all diesen interessanten Variationen und atmosphärischen Klangwelten bleibt jedoch außer Frage, dass die größte Stärke Colin Meloys weiterhin das Erdenken und Vortragen von melancholischen Folk-Rock-Songs ist, die mit ihrem bittersüßen Charme zum Mitsingen ebenso wie zum Dahinschwelgen und Genießen einladen. 3 hervorragende Beispiele hierfür liefert dieses Album: "We both go down together" und "The engine driver" überzeugen als geradlinige Rocknummern mit klassischem Aufbau, während der Top-Song des Albums überhaupt, "On the bus mall", mit seiner Länge und seinem dramatischen Aufbau durchaus als kleines Pop-Epos beschrieben werden kann. Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass den Decemberists dank ihrer Stilsicherheit und den kompositorischen Fähigkeiten ihres Frontmannes Colin Meloy mit "Picaresque" ein Album ohne Schwächen gelungen ist, das sowohl den gemeinen Pop-Fan als auch den Freund des Folk-Rocks früherer Tage sowie den anspruchsvollen Alternative-Rock-Hörer auf ganzer Linie zu überzeugen weiß.
Vom Feinsten
Diese Band zu beschreiben fällt schwer. Man kann sie fast nicht katalogisieren. Es ist kein Rock, es ist kein klassischer Pop. Es ist...ja was ist es denn. Aufregend, einmalig und herzerfrischend, wie da an der gängigen Popkultur vorbeimusiziert wird. Kein Sythesizer, nur Naturinstrumente, eine Stimme die sich in die Gehörgänge schiebt und dort verhaften bleibt. Ein wenig wie countrymässig angehauchte REM. Aber das ist auch keine ausreichende Beschreibung. Es hat auch nichts mit "alter Musik" wie schon rezensiert zu tun. Es hat nur mit natürlichen Instrumenten zu tun- irgendwie schottisch bis keltisch. Den Grundsound liefern Gitarren , soweit kann man das festlegen. Aber in Klischees lässt sich die Musik von den Decemberists nicht pressen. Einfach mal anhören (z.B. The Engine Driver, From My Own True Love) da bleibt einem die musikalische Spucke weg. Selten war ich von einem Album so begeistert. Kaufen!
Aber hallo...
Na also, geht doch..."The Decemberists" beweisen mit "Picaresque", dass es durchaus möglich ist, Anspruch und Eingängigkeit unter einen Hut zu bringen. Auf Ihrem dritten Album bietet die Band eine leicht verschrobene, aber nie künstlich intellektuell abgedrehte Mischung aus Rock, Folk und Anleihen aus dem Independentbereich. Wer auf der Suche nach melancholischer, aber nicht depressiver Musik, abseits der ausgetretenen Pfade ist, sollte hier mal ein Ohr riskieren.
melancholie at it's best
Eigentlich möchte man nur noch schwärmen für diese Band.Zwar hat der Sänger keine wirklich gute Stimme aber irgendwie passt sie in die Stimmung der Decemberists.Es ist dieser zT mystische Charakter und gleichzeitig diese immer da gewesene Melancholie die mich für diese Musik schwärmen lassen.Neben dieser einfach wunderbaren Musik ist es aber auch großartiges storytelling.Geschichten wie in THE SPORTING LIVE hat wohl schon jeder mal erlebt, der verlassen wurde;Ohrwürmer wie in THE ENGINE DRIVER wollen einem einfach nicht mehr aus dem Ohr gehen!!! Dieses zauberhafte Album hat seinen Höhepunkt in dem fast 10!!!minütigen THE MARINER'S REVENGE von dem man nicht genung kriegen kann,ebenso wie bei allen anderen Songs.
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